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Weltrekord: Klinik Kaufbeuren implantiert kleinstes EKG-Gerät
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Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Weltrekord: Klinik Kaufbeuren implantiert kleinstes EKG-Gerät

 Dr. Koller mit dem EKG-Gerät. Foto: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Einer Patientin wurde im Klinikum Kaufbeuren das kleinste EKG-Gerät der Welt eingesetzt. Die 49-jährige Patientin erlitt vor kurzem einen Schlaganfall. Das streichholzgroße Gerät soll nun abklären, ob hierfür ein bis dato nicht diagnostiziertes Vorhofflimmern ursächlich war.

von Sebastian Scheiel, Online-Redaktion

Herzrhythmusstörungen sind für die Betroffenen beängstigend und durchaus nicht immer harmlos. Vorhofflimmern ist beispielsweise eine Rhythmusstörung der Herzvorhöfe. Nicht erkannt und behandelt kann es das Schlaganfallrisiko erhöhen. Um jedoch eine schwerwiegende Erkrankung auszuschließen, ist es immer wichtig, die Ursache der Symptome abzuklären, um gegebenenfalls die richtige Therapie zeitnah einleiten zu können. Hierfür wurde jetzt der ersten Patientin im Klinikum Kaufbeuren das kleinste EKG-Gerät der Welt eingesetzt.

Herzrhythmusstörungen schwer diagnostizierbar

Immerhin leiden mehrere 100.000 Menschen in Deutschland an den unterschiedlichsten Herzarrhythmien. Herzstolpern, kurzzeitige Aussetzer oder auch starkes Herzrasen sind nur einige davon. Müdigkeit, Luftnot und Schwindel bis hin zur Ohnmacht sind nicht selten die Folge. Das Herz gerät aus dem Takt. Es schlägt zu langsam, zu schnell, unregelmäßig oder aber setzt für einige Momente ganz aus. Einige Formen von Herzrhythmusstörungen sind harmlos, andere hingegen können lebensbedrohlich sein. Das Problem: Oft treten diese Arrhythmien nur unregelmäßig oder in großen zeitlichen Abständen auf. Eine Untersuchung mit einem Langzeit-EKG zeigt dann häufig keine Auffälligkeit an und eine gezielte Diagnose ist schwer. Hier kommt das kleine EKG-Gerät ins Spiel.

Moderne Diagnostik durch kleinstes EKG-Gerät der Welt

„Für die Implantation dieses kleinsten EKG-Gerätes der Welt kommen insbesondere Patienten infrage, die über Symptome von Herzrhythmusstörungen klagen, die sich im herkömmlichen Langzeit-EKG nicht „einfangen“ lassen, Patienten mit unklaren Bewusstseinsstörungen und Ohnmachtsanfällen sowie Patienten mit unklarem Schlaganfall“, zählt Koller auf. Der Kardiologie-Chefarzt schätzt, dass im Ostallgäu rund 100 Patienten jährlich dieses Gerät im Klinikum Kaufbeuren eingesetzt bekommen werden. Das Gerät kann in einem minimalinvasiven Eingriff unter örtlicher Betäubung implantiert werden. Es ist nur ein rund zwei Zentimeter kleiner Hautschnitt erforderlich. Der Mini-Herzmonitor überwacht kontinuierlich drei Jahre lang das EKG der Patientin und zeichnet Ereignisse auf. Die erste Kontrolle finde nach vier Wochen statt, danach würden die Aufzeichnungen alle drei Monate abgefragt, so Koller.

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