Über 100 Mitarbeiter

Umfangreiches Tarifpaket für Nestlé-Mitarbeiter in Biessenhofen

Symbolbild. Eine Nestlé-Niederlassung in der Schweiz. Foto: iStock/RomanBabakin
Vonseiten der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gibt es gute Nachrichten: Nachdem es im Sommer hieß, dass am Nestlé-Standort Biessenhofen 106 Arbeitsplätze wegfallen sollen, verkündet die Gewerkschaft nun ein umfangreiches Tarifpaket.

Laut NGG wurde nach langen Verhandlungen für einen Sozialplan und Interessenausgleich mit Nestlé Deutschland ein umfangreiches Tarifpaket abgeschlossen. Vorgesehen sind unter anderem Abfindungen für langjährig Beschäftigte sowie Regelungen zur Altersteilzeit für Beschäftigte ab 57 Jahren.

„Überwältigende Solidarität unter den Nestlé-Standorten“

Für die Standorte Ludwigsburg und Weiding, die geschlossen werden, sollen ab 1. Februar 2019 Transfergesellschaften eingerichtet werden. Hinzu kommt finanzielle Unterstützung für individuelle Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung mit einer Dauer bis zu 36 Monaten. „Nur durch die überwältigende Solidarität unter den Nestlé-Standorten in Deutschland und international konnte dieses herausragende Tarifergebnis erreicht werden. Der Schweizer Konzern wird sich zukünftig genau überlegen, ob er jedes Mal einen solchen Konflikt führen will“, freut sich der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler über die gute Zusammenarbeit zwischen den Standorten.

Diese Standorte sind von den Umstrukturierungen betroffen

Im Juni 2018 wurden die Beschäftigten an vier deutschen Nestlé-Standorten über Teil- oder Standortschließungen informiert. Betroffen sind mehrere hundert Arbeitsplätze. Darunter ist auch der Standort Biessenhofen im Ostallgäu, an dem mehr als 100 Arbeitsplätze gefährdet sind. Am Standort Ludwigsburg fallen durch die anstehende Werksschließung rund 150 Arbeitsplätze weg. Für den Nestlé-Standort Weiding mit 85 Beschäftigten wurde das endgültige Aus bereits im Frühjahr 2018 verkündet. Vor dem Standort Lüdinghausen machen die Neustrukturierungen ebenfalls keinen Halt. Hier sind mehr als 100 Stellen in Gefahr. Außerdem könnten in Singen Arbeitsplätze wegfallen.

Deshalb werden in Biessenhofen Stellen gestrichen

Im Allgäuer Nestlé-Werk Biessenhofen sind ebenfalls die Neustrukturierungen Grund für die Stellenstreichungen. So soll sich die dortige Produktion künftig auf hypoallergene Säuglingsmilchnahrung und aseptisch abgefüllte Flüssigprodukte konzentrieren. Die Produktion von Kinder-Cerealien wird hingegen eingestellt. Die Produktion der Kinder-Cerealien soll noch bis Sommer 2019 laufen. Schon im Sommer 2018 hieß es von Nestlé, dass ein Interessenausgleich sowie ein Sozialplan umgesetzt werden sollen: „Selbstverständlich wollen wir in die Verhandlungen gehen, um diesen Schritt für die Mitarbeiter sozialverträglich zu gestalten. Dafür wird es auch einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geben“, erklärt Wilfried Trah, Werksleiter in Biessenhofen, damals auf Nachfrage der Redaktion.

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Für die Standorte Ludwigsburg und Weiding, die geschlossen werden, sollen ab 1. Februar 2019 Transfergesellschaften eingerichtet werden. Hinzu kommt finanzielle Unterstützung für individuelle Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung mit einer Dauer bis zu 36 Monaten. „Nur durch die überwältigende Solidarität unter den Nestlé-Standorten in Deutschland und international konnte dieses herausragende Tarifergebnis erreicht werden. Der Schweizer Konzern wird sich zukünftig genau überlegen, ob er jedes Mal einen solchen Konflikt führen will“, freut sich der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler über die gute Zusammenarbeit zwischen den Standorten.

Diese Standorte sind von den Umstrukturierungen betroffen

Im Juni 2018 wurden die Beschäftigten an vier deutschen Nestlé-Standorten über Teil- oder Standortschließungen informiert. Betroffen sind mehrere hundert Arbeitsplätze. Darunter ist auch der Standort Biessenhofen im Ostallgäu, an dem mehr als 100 Arbeitsplätze gefährdet sind. Am Standort Ludwigsburg fallen durch die anstehende Werksschließung rund 150 Arbeitsplätze weg. Für den Nestlé-Standort Weiding mit 85 Beschäftigten wurde das endgültige Aus bereits im Frühjahr 2018 verkündet. Vor dem Standort Lüdinghausen machen die Neustrukturierungen ebenfalls keinen Halt. Hier sind mehr als 100 Stellen in Gefahr. Außerdem könnten in Singen Arbeitsplätze wegfallen.

Deshalb werden in Biessenhofen Stellen gestrichen

Im Allgäuer Nestlé-Werk Biessenhofen sind ebenfalls die Neustrukturierungen Grund für die Stellenstreichungen. So soll sich die dortige Produktion künftig auf hypoallergene Säuglingsmilchnahrung und aseptisch abgefüllte Flüssigprodukte konzentrieren. Die Produktion von Kinder-Cerealien wird hingegen eingestellt. Die Produktion der Kinder-Cerealien soll noch bis Sommer 2019 laufen. Schon im Sommer 2018 hieß es von Nestlé, dass ein Interessenausgleich sowie ein Sozialplan umgesetzt werden sollen: „Selbstverständlich wollen wir in die Verhandlungen gehen, um diesen Schritt für die Mitarbeiter sozialverträglich zu gestalten. Dafür wird es auch einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geben“, erklärt Wilfried Trah, Werksleiter in Biessenhofen, damals auf Nachfrage der Redaktion.

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