Neuausrichtung

Nestlé streicht 106 Arbeitsplätze in Biessenhofen

Symbolbild. Eine Nestlé-Niederlassung in der Schweiz. Foto: iStock/RomanBabakin
Im Allgäuer Nestlé-Werk sollen mehr als 100 Arbeitsplätze wegfallen. Grund dafür ist, dass sich die Produktion künftig auf hypoallergene Säuglingsmilchnahrung und aseptisch abgefüllte Flüssigprodukte konzentrieren soll. Die Produktion von Kinder-Cerealien wird hingegen eingestellt.

Die Produktion der Kinder-Cerealien soll noch bis Sommer 2019 laufen. Wie es mit den betroffenen Mitarbeitern weitergeht ist derweil noch unklar. „Selbstverständlich wollen wir in die Verhandlungen gehen, um diesen Schritt für die Mitarbeiter sozialverträglich zu gestalten. Dafür wird es auch einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geben“, erklärt Wilfried Trah, Werksleiter in Biessenhofen, auf Nachfrage der Redaktion.

„Unser Ziel ist es, alle Maßnahmen sehr verantwortungsvoll anzugehen“

„Wir haben uns nach intensiver Prüfung und Abwägung der Situation am Standort für diese Maßnahmen entschieden. Uns ist bewusst, dass diese große, persönliche Einschnitte bedeuten. In diesem Veränderungsprozess werden wir die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich begleiten und unterstützen. Unser Ziel ist es, alle Maßnahmen sehr verantwortungsvoll anzugehen und den Standort Biessenhofen fit für die Zukunft zu machen“, so Alexander Knoch, Vorstand Technik der Nestlé Deutschland AG.

Erhebliche Investitionen in die Standorte

„Nestlé Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für Nestlé in Europa. Wir haben daher in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die deutschen Produktions-Standorte getätigt. Alleine in den letzten zehn Jahren sind dazu in den Kernbereichen des Biessenhofener Werks rund 240 Millionen Euro investiert worden. Mit diesen Investitionen in Verbindung mit den heute angekündigten Plänen stärken wir unsere Position in einem herausfordernden Marktumfeld.“

NGG sieht unrealistische Ziele als Grund

Die Gewerkschaft NGG sieht diese Pläne derzeit jedoch noch als unrealistisch. „Die Gewerkschaft NGG wird zusammen mit den Betriebsräten um den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen, wir werden nicht akzeptieren, dass Menschen, die durch ihre tägliche Arbeit zum wirtschaftlichen Erfolg des Nestlé-Konzerns beigetragen haben, nur weil Nestlé den Kragen nicht voll bekommt, nun auf die Straße gesetzt werden“, so Claudia Weixler, NGG-Geschäftsführerin der Region Allgäu.

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Die Produktion der Kinder-Cerealien soll noch bis Sommer 2019 laufen. Wie es mit den betroffenen Mitarbeitern weitergeht ist derweil noch unklar. „Selbstverständlich wollen wir in die Verhandlungen gehen, um diesen Schritt für die Mitarbeiter sozialverträglich zu gestalten. Dafür wird es auch einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geben“, erklärt Wilfried Trah, Werksleiter in Biessenhofen, auf Nachfrage der Redaktion.

„Unser Ziel ist es, alle Maßnahmen sehr verantwortungsvoll anzugehen“

„Wir haben uns nach intensiver Prüfung und Abwägung der Situation am Standort für diese Maßnahmen entschieden. Uns ist bewusst, dass diese große, persönliche Einschnitte bedeuten. In diesem Veränderungsprozess werden wir die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich begleiten und unterstützen. Unser Ziel ist es, alle Maßnahmen sehr verantwortungsvoll anzugehen und den Standort Biessenhofen fit für die Zukunft zu machen“, so Alexander Knoch, Vorstand Technik der Nestlé Deutschland AG.

Erhebliche Investitionen in die Standorte

„Nestlé Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für Nestlé in Europa. Wir haben daher in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die deutschen Produktions-Standorte getätigt. Alleine in den letzten zehn Jahren sind dazu in den Kernbereichen des Biessenhofener Werks rund 240 Millionen Euro investiert worden. Mit diesen Investitionen in Verbindung mit den heute angekündigten Plänen stärken wir unsere Position in einem herausfordernden Marktumfeld.“

NGG sieht unrealistische Ziele als Grund

Die Gewerkschaft NGG sieht diese Pläne derzeit jedoch noch als unrealistisch. „Die Gewerkschaft NGG wird zusammen mit den Betriebsräten um den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen, wir werden nicht akzeptieren, dass Menschen, die durch ihre tägliche Arbeit zum wirtschaftlichen Erfolg des Nestlé-Konzerns beigetragen haben, nur weil Nestlé den Kragen nicht voll bekommt, nun auf die Straße gesetzt werden“, so Claudia Weixler, NGG-Geschäftsführerin der Region Allgäu.

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