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Stellenabbau: Warum Fendt hunderte Stellen streicht
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AGCO GmbH | Fendt

Stellenabbau: Warum Fendt hunderte Stellen streicht

 Trotz des Stellenabbaus befinde sich Fendt in keiner "finanziellen Schieflage", betont Geschäftsführer Paffen. Foto: AGCO GmbH
Trotz des Stellenabbaus befinde sich Fendt in keiner "finanziellen Schieflage", betont Geschäftsführer Paffen. Foto: AGCO GmbH

Der Traktoren-Hersteller Fendt muss an den Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim rund 120 Mitarbeiter der Stammbelegschaft entlassen. Auch die Zahl der 450 Leiharbeiter wird reduziert. Warum das Unternehmen diese Entscheidung umsetzen muss und was mit den Angestellten passieren wird, erklärte Geschäftsführer Peter-Josef Paffen.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Bereits im November hatte die Fendt-Firmenspitze angekündigt, 120 Mitarbeiter der Stammbelegschaft entlassen zu müssen. Auch die Zahl der Leiharbeiter wird infolge der „Kapazitätsanpassungen“ reduziert. Momentan arbeiten 450 Leiharbeiter bei Fendt. Wie viele davon den Traktoren-Hersteller zum 1. Januar 2015 verlassen werden, stehe allerdings noch nicht fest, wie ein Unternehmenssprecher mitteilt. Mit den Stellenstreichungen reagiere das Unternehmen auf den allgemein rückläufigen Landmaschinen-Markt. Auch die Prognosen für das kommende Jahr sehen nicht gut aus: Fendt rechnet mit einem weiteren Minus von zehn bis 20 Prozent, wie Geschäftsführer Peter-Josef Pfaffen mitteilte. Um den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, wurde eine Transfergesellschaft damit beauftragt, die gekündigten Mitarbeiter weiterzuvermitteln.

Fendt streicht 570 Stellen in allen Bereichen

„Wir sind jetzt in der Umsetzungsphase der Anfang November angekündigten Maßnahmen. Zur Anpassung des Unternehmens werden wir aufgrund des allgemeinen Marktrückgangs an den Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim die aktuell rund 450 Leiharbeitsstellen reduzieren und darüber hinaus von den insgesamt 4.200 Stammarbeitsplätzen circa 120 Stellen streichen“, bestätigt der Traktoren-Hersteller mit Sitz im Allgäu. Der Stellenabbau ziehe sich laut der Geschäftsführung von Fendt durch alle Bereiche: Von den Arbeitern hin zu den Führungskräften seien alle von der Entscheidung des Unternehmens betroffen.

Fendt erarbeitet Sozialplan für verträglichen Stellenabbau

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Um den Stellenabbau bei Fendt sozialfreundlich zu gestalten, habe die Firmenspitze gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat einen Sozialplan erarbeitet. Ein Teil dieses Plans sehe nach Angaben der Geschäftsführung vor, die gekündigten Mitarbeiter mittels einer Transfergesellschaft weiterzuvermitteln. Auch Weiterbildungen zur Qualifizierung für andere Tätigkeiten sehe der Sozialplan vor. Finanziert werde die Transfergesellschaft von Fendt und der Agentur für Arbeit. Darüber hinaus zahle Fendt den Entlassenen Abfindungen. Auch Vorruhestandregelungen und Versetzungen innerhalb der Firma seien möglich, wie die Geschäftsführung erläuterte. Zuletzt biete Fendt den Angestellten die Möglichkeit, sich innerhalb eines Jahres zum Meister weiterzubilden und dann ins Werk zurückzukehren, sofern zu diesem Zeitpunkt eine entsprechende Stelle verfügbar ist.

Fendt verkauft 2014 rund 3.200 Traktoren weniger als im Rekordjahr 2013

Grund für den Stellenabbau bei Fendt seien laut Geschäftsführer Paffen rückläufige Verkaufszahlen: Während im Rekordjahr 2013 18.000 Traktoren verkauft wurden, waren es in diesem Jahr lediglich 14.800 Landmaschinen. Auch die Prognosen für das kommende Jahr würden laut der Firmenspitze von Fendt nicht vielversprechend aussehen. So rechne das Unternehmen 2015 mit einem weiteren Minus von zehn bis 20 Prozent. Von dieser Entwicklung sei der gesamte Landtechnikmarkt betroffen, wie Paffen erklärt und betont: „Fendt befindet sich nicht in einer finanziellen Schieflage“. Es gebe keinen Grund für „Katastrophenstimmung“.

Fendt hält weiteren Stellenabbau im nächsten Jahr offen

Ob infolge der prognostizierten Marktentwicklungen im nächsten Jahr weitere Mitarbeiter entlassen werden müssen, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so der Geschäftsführer. Fendt wolle abwarten, welche Wirkung die Umstrukturierung im ersten Quartal des neuen Jahres zeigen werde. 

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