Eröffnung

Pop-Up-Store Freiraum eröffnet in Kaufbeuren

Mit dem Projekt „Freiraum“ zieht ein neuer Pop-Up-Store nach Kaufbeuren. Bis Ende November werden dort diverse Aktionen realisiert. Auf diese Themen legen die Veranstalter einen besonderen Schwerpunkt.

Kaufbeuren bekommt ab dem 10. Oktober für sechs Wochen einen neuen Pop-Up-Store. Die leerstehende Ladenfläche des Modemarktes „Adler“ soll dadurch zur Bühne und Begegnungsfläche werden. Auf insgesamt 1.500 Quadratmetern sollen bis zum 22. November etwa Ausstellungen, Konzerte, Diskussionsrunden oder Workshops stattfinden.

Fokus auf Diskussionskultur

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Die Veranstalter, der Stadtjugendring Kaufbeuren und Kaufbeuren-aktiv, planen ein möglichst attraktives und abwechslungsreiches Programm. Dadurch soll ein spezieller Freiraum für Künstler und weitere Teilnehmer geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen aktuell relevante Themen wie Gleichberechtigung, Diversität, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Klimaschutz, Diskussionskultur und gesellschaftliches Engagement.

„Ich bekomme täglich eine Million Vorschläge für Online-Veranstaltungen, aber ganz ehrlich, das funktioniert doch nur begrenzt und die Lust der Leute darauf geht auch immer mehr zurück“, erzählt Kilian Herbschleb vom organisierenden Stadtjugendring. „Und gerade beim Thema Demokratie brauchen wir Begegnung und einen Raum auf Augenhöhe der unterschiedliche Argumente zulässt und zusammenführt und nicht die Anonymität des Internets.“ Mit dem Projekt Freiraum sei es möglich, einen Rahmen und eine Begegnungsstätte zu schaffen, in dem man unter Einhaltung aller Corona-Hygiene-Regeln miteinander ins Gespräch kommen kann.

Freiraum möchte für Thema Flucht sensibilisieren

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Aktionen speziell mit Schulen und Jugendgruppen sollen ebenfalls ein fester und wichtiger Bestandteil von Freiraum sein. Dabei reicht die geplante Themenvielfalt von Diskussionskultur und Pressefreiheit, über Strategien gegen Rassismus bis hin zu gesellschaftlichem Engagement. „Speziell die aktuelle Situation im Flüchtlingslager in Moria zeigt, wie komplex die Probleme sind, vor denen die Weltgemeinschaft in diesen Zeiten steht“, erinnert Herbschleb. „Fluchtursachen sind eben vielfältig und untereinander verknüpft: unter anderem Kriege, der Klimawandel und antidemokratische Regimes,“ betont er. „Deshalb machen wir uns im Freiraum stark für Demokratie und Meinungsfreiheit. Wir sind Ansprechpartner und bieten Raum für Gespräche und die Suche nach dem Konsens – denn nur so funktioniert unsere Demokratie. Das ist insbesondere in Krisensituationen wie Corona herausfordernd aber wie wir meinen unbedingt lohnend.“

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