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Patient Klinikverbund auf dem Weg der Besserung
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Klinikverbund Kempten-Oberallgäu gGmbH

Patient Klinikverbund auf dem Weg der Besserung

 Der Patient ist  über den Berg - Die medizinische Versorgung soll aber nicht unter den Einsparungen leiden, Foto: Fotolia DL

Nach einer großen Operation, beginnt die Heilphase. Das große Defizit des Klinikverbundes Ostallgäu-Kaufbeuren soll jetzt nach umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen schon im nächsten Jahr um fünf Mio. Euro schrumpfen. 

Für den Klinikverbund Ostallgäu-Kaufbeuren war es eine schwierige Operation. Bei dem Patienten handelt es sich um einen schwierigen Fall eines unwirtschaftlichen Unternehmens. Somit musste das Einsparungs-Skalpell großzügig angesetzt werden, um die wuchernden Ausgaben zu entfernen. Für das Jahr 2012 wies der Klinikverbund ein Defizit von 12,9 Mio Euro aus. Um diese Verluste zu bekämpfen, wurden umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die konsequent durchgesetzt werden sollen. „Zwar werden wir für das Jahr 2013 noch mal ein Defizit von rund 13 Millionen Euro erwirtschaften,“ so Ostwald, „doch schon im kommenden Jahr greifen die eingeleiteten Maßnahmen, so dass das zu erwartende Defizit um rund fünf Millionen Euro auf ca. 8,5 Millionen Euro sinken wird“. Eine Prognose auf weitere Jahre gestaltet sich schwierig aber eines ist sicher: Der Trend geht klar in Richtung Genesung.

Trotz Einsparungen wird in die Medizin investiert

Die Heilungsphase würde etwas dauern, aber man könne vorsichtig optimistisch sein, so der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Johann Fleschhut. Ostwald fügt hinzu:„Wir arbeiten intensiv daran, das Unternehmen auf eine solide und zukunftsfähige Basis zu stellen. Und zwar auf allen Ebenen“. In betriebswirtschaftlicher Hinsicht hat man alle Einsparmöglichkeiten analysiert und konsequent wahrgenommen. Trotz der Einsparungen liegt der Schwerpunkt bei der medizinischen Ebene auf der Erweiterung des Angebots und eine weiter hochwertige Versorgung der Region. „Alle Standorte wurden mit mehr Personal ausgestattet“, so Ostwald. Es wurden in Buchloe sogar zwei neue Chefärzte eingestellt, die neue Fachabteilung „Rheumatologie“ eingerichtet sowie in neue Medizintechnik investiert. In naher Zukunft wird außerdem ein neuer OP in Betrieb genommen. Die Sparmaßnahmen dürften die medizinischen Leistungen nicht beeinflussen, so Ostwald. „Im Gegenteil. Nur wer in Bezug auf die medizinische Qualität die Nase stets ein wenig vorne hat und mit kompetenter und hochwertiger Medizin überzeugt, wird auf Dauer das Vertrauen der Patienten gewinnen“. Die wichtigste Aufgabe wäre das Vertrauen der Patienten und Zuweiser zurückzugewinnen, dass unter der Diskussion um Zahlen und Strukturen schwer gelitten hat.

Jetzt müssen die Vorsätze auch in die Tat umgesetzt werden

Es wird nicht nur gekürzt, sondern auch verkauft. Die Vorbereitungen für die Veräußerung der beiden ehemaligen Kliniken Marktoberdorf und Obergünzburg sind bereits angelaufen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den zuständigen Ministerien. „Die Sanierung erfordert enorm viel Kräfte vom Vorstand und unseren Mitarbeitern“, so Fleschhut. „In Anbetracht der Altlasten sei die zu erwartende Verbesserung um fast fünf Millionen Euro ein beeindruckendes Ergebnis in die richtige Richtung. Die Nachnutzung hat für uns aber ebenfalls hohe Priorität.“ Es gibt aber noch viel zu tun. Die gesteckten Ziele müssen nun auch erreicht werden. Oswald richtet einen Appell an die Politik, ihm den nötigen Handelsfreiraum zu gewähren. „Unsere Mitarbeiter können stolz auf das Erreichte sein“, lobt Ostwald, „ihnen gilt mein ganzer Dank. Nur mit deren Engagement und Einsatz waren so grundlegende Veränderungen in dieser kurzen Zeit möglich.“

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