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Als Stütze des produzierenden Gewerbes wächst die Bedeutung von Industrieservices (IS) kontinuierlich. Verschiedene Ursachen wie Produktionssteigerungen und Flexibilität bedingen die stärkere Nachfrage nach solchen Dienstleistungen. Diese unterstützen innerbetriebliche Prozesse von Industrieunternehmen. Gleichzeitig fördern viele Dienstleistungen das Wirtschaftswachstum. Die im internationalen Vergleich hohen Energie- und Lohnstückkosten beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Hier können die IS-Anbieter optimierend ansetzen. Das Resultat: Die führenden IS-Unternehmen wuchsen 2012 im Inland um 5,9 Prozent. Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Lünendonk®-Studie „Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland“, die seit September 2013 erhältlich ist.
Hohe Wachstumspotenziale für alle deutschen Marktteilnehmer
Nach Schätzungen des WVIS Wirtschaftsverbands für Industrieservice e.V. lässt sich das bis dato erschlossene Marktvolumen für Industrieservices im europäischen Raum auf rund100 Milliarden Euro beziffern. Etwa ein Fünftel davon umfasst das extern verfügbare Volumen in Deutschland. Dies dokumentiert die herausragende Stellung des Industriestandorts. Die Studienteilnehmer prognostizieren sowohl für den deutschen als auch für den europäischen Markt ein Wachstum von 5,7 Prozent pro Jahr für den Zeitraum 2013 bis 2018. Dieser Umstand verspricht erhebliche Wachstumschancen für die Marktführer und die kleinen bis mittelgroßen IS-Anbieter gleichermaßen. Letztgenannte Unternehmen sind in der Lage, ihren Auftraggebern regionale und lokale Nähe zu bieten und damit sehr schnell auf deren Bedürfnisse zu reagieren. Auf diese Weise konnte diese Dienstleistergruppe im Inland ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,8 Prozent realisieren, während die Top 15 der Lünendonk®-Liste im Mittel um 2,3 Prozent wuchsen. Hierbei müssen jedoch die stark voneinander differenten Umsatzvolumina der einzelnen Unternehmen berücksichtigt werden.
Marktführer visieren länderübergreifendes Geschäft an
Die führenden Marktplayer können sich Zugang zu großen Industriestandorten verschaffen und Kunden flächendeckend betreuen. Darüber hinaus erschließen sie gemeinsam mit ihren international tätigen Auftraggebern verstärkt die ausländischen Märkte. Die Teilnehmer der Lünendonk®-Studie generieren im Ausland rund 3,9 Milliarden Euro. Davon vereinen allein Bilfinger Industrial Services und Voith Industrial Services zusammen 3,4 Milliarden Euro auf sich. „Die Studie zeigt dabei, dass sich die Unternehmen vor allem in den Segmenten Chemie/Petrochemie, Kraftwerke/Energie, Mineralöl & Gas sowie in der Pharmaindustrie Chancen auf länderübergreifende Projektvergaben erhoffen, was die Verschmelzung bis dato separierter Märkte im Zuge der Globalisierung eindrucksvoll verdeutlicht“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. Während also die großen Industrieservice-Anbieter europäische Märkte erschließen, bedienen die kleineren Unternehmen das Mittelstands-Geschäft im Inland. Unabhängig vom jeweiligen Markt planen beide Gruppen die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Im Fokus stehen dabei energienahe Bereiche sowie Engineering.
Branche bietet Arbeitsplätze
Solange das Geschäft der Kunden floriert, verzeichnen auch die Dienstleister eine gute Auftragslage. Als guter Indikator dafür kann die Zahl der Arbeitnehmer dienen. 2012 beschäftigten die Dienstleister im Durchschnitt 1.452 Mitarbeiter und damit 27 mehr als noch 2011. Rund 85 Prozent des Personals sind als Servicekräfte angestellt. Zusätzlich werden bei Bedarf Nachunternehmen eingesetzt, um Arbeitsspitzen oder nicht im eigenen Portfolio befindliche Services personell abzudecken. 2012 lag der durch Subunternehmen generierte Umsatzanteil durchschnittlich bei 15 Prozent.