Bauprojekt wird vorangetrieben

In Füssen entsteht bald ein 5-Sterne-Hotel am Festspielhaus

Das Festspielhaus Füssen. Foto: Ludwigs Management und Betriebsgesellschaft GmbH
Die Pläne für das Hotelprojekt am Forggensee schreiten voran. Im Oktober will Festspielhaus-Inhaber Manfred Rietzler wohl seine näheren Pläne vorstellen.

Die Stadt Füssen zählt zu den beliebtesten Urlaubs-Destinationen im Allgäu. Im März dieses Jahres legten die Tourismus und Marketing Verantwortlichen neue Rekordwerte bei Übernachtungen und Gästeankünften vor. Ein neues 5-Sterne-Hotel könnte nun noch mehr zahlkräftige Touristen anziehen – oder mehr Probleme schaffen.

Hohe Auflagen für neuen Besitzer des Festspielhauses

Der Stadtrat tagte zu diesem Thema bereits 2015. Dort wurde damals beschlossen, grundsätzlich einem Hotelneubau am Festspielhaus Füssen zuzustimmen. Drei Jahre später wird immer noch diskutiert. Dies hängt auch mit dem Trägerwechsel zusammen. Aktuell ist das Festspielhaus im Besitz von Manfred Rietzler. Dieser kaufte die Immobilie nach eigener Aussage nicht zuletzt auch wegen der Möglichkeit, ein Hotel zu schaffen. Doch das ist mit vielen Auflagen verbunden.

Hotel muss Hotel bleiben

Das 5-Sterne-Hotel muss ausschließlich als solches genutzt werden und darf nicht in Teileigentum aufgeteilt werden, sprich: Auch in einigen Jahren soll aus dem Gebäude kein Wohnraum werden. Der Zugang zum See muss frei bleiben, der Parkplatz Achmühle gesichert genutzt werden dürfen und es muss eine Zusammengehörigkeit von Festspielhaus und Hotel bestehen. Außerdem muss der Eigentümer auf Rechtsmittel verzichten, für den Fall, dass die B310 fortgesetzt wird. Der Marketingausschuss forderte, dass diese Punkte über den städtebaulichen Vertrag hinaus auch im Grundbuch abgesichert werden. Darauf konnte sich der Stadtrat Ende Juni einigen.

Tagungen und Konferenzen am Forggensee

Der neue Eigentümer möchte nun auf dieser Basis den Bau des Hotels vorbereiten. Medienberichten zu folge sollen im Oktober konkretere Pläne vorgestellt werden. Das Festspielhaus brauche diese Erweiterung, „da wir mehr Betrieb dafür benötigen“, erklärte Rietzler. Die Ergänzung um das Hotel soll auch einen Tagungs- und Konferenzbereich bieten.

Hotel-Projekt nicht unproblematisch für die Stadt

Ganz sorgenfrei wird das Projekt von den Stadträten dennoch nicht betrachtet. Der Leiter des Füssen Tourismus und Marketing (FTM) Stefan Fredlmeier erklärte, dass es bereits rund 7.000 Betten in Füssen gibt. Es bestünde zudem Gefahr, dass in der Nebensaison ein Preiswettbewerb ausbrechen könnte. Das neue Hotel könnte auch die Verkehrslage negativ beeinträchtigen. Dem entgegen stellte Stadtrat Lothar Schaffrath, dass die Anfahrt aus fast allen Richtungen außerhalb der Innenstadt erfolgen könne. Herausforderungen sieht die Stadt auch bei den fehlenden Wohnungen für die  benötigten 200 bis 300 Fachkräfte.

Festspielhaus und Hotel brauchen einander

Stadträtin Dr. Anni Derday betonte jedoch, dass das Festspielhaus für die Stadt ein wichtiges Leuchtturmprojekt im Tourismus sei. Das Hotel könne dazu beiträgt, dass das Festspielhaus seinen Betrieb sichern kann. Schaffrath ergänzte, nur die gemeinsame Nutzung von Gastronomie und Tagungsräumen würde die Zukunft des Festspielhauses sichern. Das Festspielhaus brauche die Unterstützung des Hotels und umgekehrt, ist sich auch Stadtrat Peter Hartung sicher.

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Der Stadtrat tagte zu diesem Thema bereits 2015. Dort wurde damals beschlossen, grundsätzlich einem Hotelneubau am Festspielhaus Füssen zuzustimmen. Drei Jahre später wird immer noch diskutiert. Dies hängt auch mit dem Trägerwechsel zusammen. Aktuell ist das Festspielhaus im Besitz von Manfred Rietzler. Dieser kaufte die Immobilie nach eigener Aussage nicht zuletzt auch wegen der Möglichkeit, ein Hotel zu schaffen. Doch das ist mit vielen Auflagen verbunden.

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