Interview

Franz Mensch: „Bürokratie steigert Corona-Schnelltests Notlage”

Die Buchloer Franz Mensch GmbH vertreibt Corona-Schnelltests. Achim Theiler, Geschäftsführer des Unternehmens, erklärt im Interview, wieso er kein Verständnis für die wochenlange Wartezeit auf die behördliche Genehmigung von Laientests hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was ist das Problem mit Corona-Schnelltests mit Laienzulassung?

Achim Theiler: Seit Dezember haben wir die Schnelltests zur Anwendung durch medizinisches Personal im Sortiment. Seit Mitte März bieten wir auch Tests mit Laienzulassung an. Die Zulassung durch die Behörden dauert aktuell mindestens sechs bis acht Wochen. Das bremst die Warenverfügbarkeit stark aus. Die Tests, die jetzt bei den Behörden zur Bearbeitung liegen, sind bereits für medizinisches Personal zugelassen. Für die Laienzulassung ist lediglich eine Änderung der Gebrauchsanweisung nötig. Daher habe ich kein Verständnis dafür, dass die Behörden in diesen Zeiten so bürokratisch arbeiten.

Wie groß ist die Nachfrage?

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Die Nachfrage besonders nach Tests mit Laienzulassung ist sehr hoch. Neben Einmalhandschuhen und Masken gehören die Schnelltests aktuell zu den am häufigsten verkauften Produkten.

Aktuell sind die Tests ausverkauft und wir warten einerseits auf den Nachschub aus Asien und andererseits auf die Laienzulassung durch das BfArM. Die Nachfrage aus allen Bereichen ist ungebrochen. Über 2.500 Kunden warten aktuell auf die Auslieferung der unterschiedlichen Schnelltests. Um weitere Engpässe an medizinischem Equipment zu verhindern, entwickeln wir in Buchloe derzeit ein Pandemie-Lager.

Ist der Schnelltest – Ihrer Meinung nach – ein wirkungsvolles Mittel, um die Pandemie einzudämmen?

Ja. Wir sind überzeugt, dass die Schnelltests wichtig sind und mehr Sicherheit bieten werden. Je mehr getestet wird, desto mehr Personen, die sich im Anfangsstadium einer Infektion befinden, können herausgefunden werden. Auf diese Weise kann die Verbreitung erheblich reduziert und die Infektionsketten durchbrochen werden.

Wie gehen Sie in Ihrem eigenen Unternehmen mit der Schnelltestung der Mitarbeiter um?

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Wir haben schon vor zwei Wochen entschieden, dass unsere Mitarbeiter die Möglichkeit zum Testen haben sollen. Jeder Mitarbeiter erhält kommende Woche 20 Selbsttests für den Eigengebrauch kostenfrei gestellt. Die Empfehlung: Am besten testet sich jeder einmal wöchentlich zu Hause. So können im Falle eines positiven Ergebnisses entsprechende Maßnahmen ergriffen werden und niemand geht möglicherweise infiziert in die Arbeit. Die Schnelltests ergänzen unser Hygienekonzept, das wir seit Beginn der Pandemie umsetzen. Dazu gehören beispielsweise Homeoffice, wo es geht, Maskenpflicht in Lager und Bürogebäude, Carepakete für Mitarbeiter mit FFP-Masken und Mundschutz, Abstandsregeln, entzerrte Pausenzeiten und mehr.

Wie bewerten Sie die Maßnahmen der Politik im Hinblick auf die Tests?

Die Entscheidung für mehr Tests unterstützen wir. Es ist auch gut, dass Unternehmen in die Verantwortung genommen werden. Das Problem ist wieder einmal, dass die Politik, die Verfügbarkeiten nicht richtig anschaut und nicht mit den Importeuren spricht. Da die Tests nur langsam und schrittweise zugelassen werden, entsteht eine Verknappung. Folglich steigen auch die Preise. Dazu kommen die teuren Luftfrachten, die aufgrund der dringenden Nachfrage gebucht werden. Mit mehr Weitblick und Planung würde das alles besser ablaufen. Wir sind in Deutschland aber wie immer viel zu spät dran. Österreich hat schon im Dezember mit den Tests angefangen – andere Länder auch. Das hat sich sehr positiv auf die Infektionszahlen ausgewirkt.

Gibt es überhaupt genügend Tests?

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Nein, momentan sind nicht genügend Tests vorhanden. Die Tests kommen meist aus China. Dort dauert die Produktion rund zwei Wochen. Dazu kommen zwei Wochen für den Transport per Luftfracht nach Deutschland. Die Produzenten vor Ort sind aktuell regelrecht belagert.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was ist das Problem mit Corona-Schnelltests mit Laienzulassung?

Achim Theiler: Seit Dezember haben wir die Schnelltests zur Anwendung durch medizinisches Personal im Sortiment. Seit Mitte März bieten wir auch Tests mit Laienzulassung an. Die Zulassung durch die Behörden dauert aktuell mindestens sechs bis acht Wochen. Das bremst die Warenverfügbarkeit stark aus. Die Tests, die jetzt bei den Behörden zur Bearbeitung liegen, sind bereits für medizinisches Personal zugelassen. Für die Laienzulassung ist lediglich eine Änderung der Gebrauchsanweisung nötig. Daher habe ich kein Verständnis dafür, dass die Behörden in diesen Zeiten so bürokratisch arbeiten.

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Ist der Schnelltest – Ihrer Meinung nach – ein wirkungsvolles Mittel, um die Pandemie einzudämmen?

Ja. Wir sind überzeugt, dass die Schnelltests wichtig sind und mehr Sicherheit bieten werden. Je mehr getestet wird, desto mehr Personen, die sich im Anfangsstadium einer Infektion befinden, können herausgefunden werden. Auf diese Weise kann die Verbreitung erheblich reduziert und die Infektionsketten durchbrochen werden.

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Wie bewerten Sie die Maßnahmen der Politik im Hinblick auf die Tests?

Die Entscheidung für mehr Tests unterstützen wir. Es ist auch gut, dass Unternehmen in die Verantwortung genommen werden. Das Problem ist wieder einmal, dass die Politik, die Verfügbarkeiten nicht richtig anschaut und nicht mit den Importeuren spricht. Da die Tests nur langsam und schrittweise zugelassen werden, entsteht eine Verknappung. Folglich steigen auch die Preise. Dazu kommen die teuren Luftfrachten, die aufgrund der dringenden Nachfrage gebucht werden. Mit mehr Weitblick und Planung würde das alles besser ablaufen. Wir sind in Deutschland aber wie immer viel zu spät dran. Österreich hat schon im Dezember mit den Tests angefangen – andere Länder auch. Das hat sich sehr positiv auf die Infektionszahlen ausgewirkt.

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