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Fendt Classic Club feiert fünfjähriges Bestehen in Marktoberdorf
Veranstaltung

Fendt Classic Club feiert fünfjähriges Bestehen in Marktoberdorf

Christoph Gröblinghoff, Vorsitzender der Fendt-Geschäftsführung, bei der 5. Mitgliederversammlung des Fendt Classic Club International. Foto: Agco Fendt
Christoph Gröblinghoff, Vorsitzender der Fendt-Geschäftsführung, bei der 5. Mitgliederversammlung des Fendt Classic Club International. Foto: Agco Fendt

Der offizielle Verein für Fans und Sammler von Fendt-Maschinen ist im Allgäu zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung zusammengekommen. Dabei ging es neben Favoriten der Vergangenheit auch um Entwicklungen der letzten Jahre.

Der Fendt Classic Club International, kurz FCCI, hat Ende Oktober im wiedereröffneten Fendt Forum in Marktoberdorf sein fünfjähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Für diese jüngste Mitgliederversammlung seien insgesamt 350 Personen aus dem In- und Ausland zusammengekommen.

Der FFCI wurde im Oktober 2021 gegründet und widme sich vorrangig dem Erhalt historischer Traktorenmodelle und der Dokumentation der Firmenhistorie. Waren es zunächst 55 Gründungsmitglieder, zählt der Verein nach eigenen Angaben heute rund 1.285 Mitglieder.

Zunehmendes Interesse über europäische Grenzen hinaus

Das starke Wachstum des Vereins spiegelt sich laut den Organisatoren auch in der Herkunft der Teilnehmenden wider. So waren zur Jubiläumsversammlung in Marktoberdorf zahlreiche Mitglieder aus dem europäischen Ausland, wie etwa Belgien, Österreich oder Skandinavien, angereist. Der Erste Vorsitzende Sepp Nuscheler ließ in seiner Ansprache das vergangene Jahr Revue passieren und verwies dabei unter anderem auf das große Dieselrosstreffen im Juli 2026. Diese Veranstaltung habe rund 12.000 Gäste in das Ostallgäu gelockt.

Dass die Maschinen des Herstellers in Europa auf großes Interesse stoßen, verdeutlichte sich zuletzt erst in Finnland: Auf der wichtigsten Landtechnikmesse des Landes gewann das neue Traktormodell 516 Vario Gen4 eine Silbermedaille der Fachjury.

Wiederinbetriebnahme eines historischen Modells

Neben diesem Rückblick stand auch die praktische Restaurierung historischer Traktormodelle im Fokus. Drei Vereinsmitglieder organisierten im Vorfeld die Instandsetzung eines Fendt Holzvergaser-Traktors. Das historische Fahrzeug fungierte bislang ausschließlich als stationäres Ausstellungsstück im Forum, konnte nun jedoch direkt vor dem Clubtreffen einen ersten erfolgreichen Probelauf auf dem Parkplatz absolvieren. Ergänzend dazu präsentierten Fendt-Azubis gemeinsam mit FCCI-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Welz ein Funktionsmodell eines Handkurbel-Starters, welches die markanten Startgeräusche historischer Motoren realitätsnah nachahmen soll.

Ausblick auf Zukunft der Landtechnik

Auch Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Traktorenherstellers wurden den Gästen geboten. Christoph Gröblinghoff, Vorsitzender der Fendt-Geschäftsführung, stellte etwa den neuen Raupentraktor 1100 Vario MT vor. Dabei handelt es sich um das erste Modell, das seine Premiere außerhalb Europas, konkret in den USA, feierte. Die Komponenten der Baureihe werden teilweise im Allgäu gefertigt und anschließend in den USA montiert, da Nordamerika laut Gröblinghoff „der größte und für uns wichtigste Markt für Raupentraktoren“ sei.

Josef Mayer, Leiter der Forschung bei Fendt, zog abschließend den historischen Bogen zwischen alten Dieselrössern und moderner Landtechnik. „Das Ziel ist nach wie vor das gleiche: Wir entwickeln Werkzeuge, mit denen Landwirte den Herausforderungen ihrer Zeit begegnen können“, erklärte Mayer. Um diesen Ansprüchen künftig gerecht zu werden, setze die Entwicklungsabteilung heute verstärkt auf Effizienz, digitale Vernetzung sowie den autonomen Betrieb der Maschinen.

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