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Zwischen den Fendt-Werken in Asbach-Bäumenheim und dem Werk in Marktoberdorf fahren jetzt acht elektrische Lkw. Sie ersetzen die bisherigen Diesel-LKW.
Fendt transportiert mit den E-Lkws täglich Traktorkabinen, die in Asbach-Bäumenheim hergestellt und in Marktoberdorf verbaut werden. Die Lkw haben eine maximale Leistung von 816 PS und eine Dauerleistung von 544 PS.
Mit einem zusätzlichen Anhänger erreichen die Lkw-Gespanne jeweils eine Länge von 25,5 Metern. Damit können sie zwischen sieben und acht Traktorkabinen transportieren. Bei den bisherigen Diesel‑Lkw waren nur vier bis fünf Traktorkabinen möglich.
Laut einer Rechnung von Fendt kann das Unternehmen pro Fahrt 25 bis 30 Prozent mehr Kabinen nach Marktoberdorf bringen und spart damit insgesamt Fahrten ein.
Die E‑Lkw transportieren die Traktorkabinen zunächst von Asbach-Bäumenheim nach Biessenhofen (Kreis Ostallgäu) in das Depot des Logistikunternehmens Ansorge. Ansorge verantwortet den Betrieb der Lkw. Von dort werden die Kabinen in das rund fünf Kilometer entfernte Fendt-Werk gebracht: Als sequenzgerechte Belieferung, sprich in der Reihenfolge, in der sie am Band verarbeitet werden.
Die Batterie hat eine Reichweite von 500 Kilometern. Die einfache Strecke zwischen Asbach-Bäumenheim und Marktoberdorf ist 120 Kilometer lang. Im Rundlauf fahren die Lkw also 240 Kilometer. Ein Ladevorgang dauert laut Fendt nach dieser Fahrtstrecke rund 45 Minuten. Die Lkw sollen während der vorgeschriebenen Pausenzeiten der Fahrer im Depot in Biessehofen geladen werden. Der Strom für die E-Lkw wird in Biessenhofen größtenteils von PV-Anlagen produziert.
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Durch die E-Lkw werden laut Fendt jährlich rund 280.000 Liter Diesel und rund 740 Tonnen CO₂ eingespart. Die Elektrifizierung ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Fendt. Ebenfalls dazu gehört, dass Fendt nachhaltigere Lackierverfahren nutzt, vollständig auf grünen Strom umgestiegen ist und elektrifizierte Traktoren entwickelt, wie den Fendt e100 Vario und den Fendt e100 V Vario.
„Das Thema Nachhaltigkeit bekommt derzeit weniger öffentliche Aufmerksamkeit, doch unsere Kunden in der Landwirtschaft spüren die Folgen des Klimawandels unmittelbar“, sagt Jan Cachay, Geschäftsführer Produktion Fendt. „Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.“
Außerdem hat die Umstellung von Diesel auf E‑Lkw laut Fendt auch für die Anwohner Vorteile. „Wenn unsere Kabinen, die wir von 6 bis 22 Uhr im 2-Schicht-Betrieb montieren und versenden, das Werk verlassen, dann war das bisher natürlich immer mit Motorengeräuschen und Dieselgeruch verbunden“, sagt Jochen Gnann, Werksleiter bei Fendt in Asbach-Bäumenheim. Im Jahr 2025 hat der Standort rund 18.000 Fendt-Traktorkabinen produziert.