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Die Forage Quality Cam von Fendt ist mit dem „Sommet d’Or 2026“ ausgezeichnet worden. Der Preis wurde in der Kategorie „Landmaschinen“ auf der Fachmesse Sommet de l’Élevage in Clermont-Ferrand verliehen. Die französische Messe zählt zu den europäischen Fachveranstaltungen für Viehzucht.
Mit dem „Sommet d’Or“ werden technische Neuerungen gewürdigt, die Leistung, Effizienz und Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe verbessern sollen. Für Fendt aus Marktoberdorf im Ostallgäu ist es bereits die dritte internationale Auszeichnung für die Forage Quality Cam.
Die Forage Quality Cam ist ein Nachrüstsystem für den Feldhäcksler Fendt Katana. Es verbindet eine Hochgeschwindigkeitskamera mit einer KI-gestützten Bildanalyse. Während der Ernte ermittelt das System den sogenannten „Corn Silage Processing Score“ (CSPS). Dieser Wert beschreibt die Qualität der Kornverarbeitung.
Die Kamera erfasst den Erntegutfluss im Auswurfbogen. Dabei nimmt sie bis zu 13 Bilder pro Sekunde auf. Ein speziell trainierter Algorithmus wertet die Bilder auf einer externen Hochleistungsrecheneinheit aus. Die Ergebnisse erscheinen auf einem Monitor in der Fahrerkabine. So können Fahrer die Silagequalität laufend kontrollieren. Bei Bedarf passen sie die Maschineneinstellungen an. Besonders wichtig ist dabei der sogenannte Cracker, der für die Verarbeitung der Körner zuständig ist. Die Anpassungen sind möglich, ohne die Ernte zu unterbrechen.
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Bisher mussten Fahrer manuell Proben nehmen, um die Qualität der Kornverarbeitung zu prüfen. Dieses Verfahren kostete Zeit. Zudem lagen die Ergebnisse erst später vor. Die Forage Quality Cam liefert dagegen während der Ernte aktuelle Daten. Das ist vor allem für Lohnunternehmen von Bedeutung. Sie ernten auf verschiedenen Feldern für mehrere Kunden und müssen eine gleichbleibende Futterqualität sicherstellen.
Auch Landwirte, die ihre Ernte mit eigenen Maschinen durchführen, können von der Technik profitieren. Das gilt insbesondere bei schwierigen Wetter- und Erntebedingungen. Die laufende Analyse ermöglicht es ihnen, die Einstellungen unmittelbar an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.
Christopher Ochs, National Sales Manager bei Fendt für Frankreich, Belgien, die Schweiz und Luxemburg, sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung der Entwicklungsarbeit des Unternehmens. „Der ‚Sommet d’Or‘ für die Forage Quality Cam zeigt, dass unsere Teams Innovationen entwickeln, die Landwirten wirklich helfen“, erklärt Ochs.
Die Technologie soll Landwirten, Viehhaltern und Lohnunternehmen helfen, die Qualität des Futters und die Wirtschaftlichkeit der Ernte zu verbessern. Die Echtzeitdaten liefern dafür eine Grundlage, um die Kornverarbeitung direkt während des Einsatzes zu optimieren.
Der „Sommet d’Or 2026“ ist nicht die erste Auszeichnung für die Forage Quality Cam. Bereits auf der Agritechnica 2025 erhielt das System eine Silbermedaille der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Zudem kürte eine Fachjury aus Fachjournalisten von zwölf europäischen Landwirtschaftsmagazinen die Lösung in der Kategorie „Smart Farming & Robotics“ zur „Machine of the Year 2026“.
Der „Sommet d’Or“ ist der offizielle Innovationswettbewerb der französischen Viehzuchtmesse Sommet de l’Élevage. Die Veranstaltung in Clermont-Ferrand verzeichnet jährlich mehr als 120.000 Besucher und rund 1.800 Aussteller aus 100 Ländern. Eine Fachjury bewertet Innovationen, die Landwirten in der Tierhaltung und Betriebsführung praktische und messbare Vorteile bieten.