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Umsonst gekämpft? LRA Günzburg untersagt Bleiberecht
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Landratsamt Günzburg

Umsonst gekämpft? LRA Günzburg untersagt Bleiberecht

Wie das Landratsamt mitteilt, müssen Gloria und ihr Sohn Deutschland verlassen. Foto: B4B SCHWABEN
Wie das Landratsamt mitteilt, müssen Gloria und ihr Sohn Deutschland verlassen. Foto: B4B SCHWABEN

Wie das Landratsamt Günzburg mitteilt, müssen die 46-jährige Philippinin Gloria Yosores und ihr elfjähriger Sohn Deutschland verlassen. Zuletzt hatten knapp 2.000 Unterstützer eine Petition unterschrieben, um ihre Abschiebung zu verhindern. Denn die Philippinin stand kurz davor, ihr eigenständiges Aufenthaltsrecht zu erlangen.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Das Günzburger Landratsamt hat in dem Fall der ausreisepflichtigen Philippinin Gloria Yosores und ihres Sohnes Jospeh-Benedict eine Entscheidung getroffen: Beide müssen Deutschland verlassen. Diese Entscheidung wurde der Anwältin Yosores vergangenen Freitag mitgeteilt. Zuletzt hatten Freunde, Anwältin und weitere Unterstützer mit einer Online-Petition dafür gekämpft, die Ausreise zu verhindern. In ihren Augen liege hier ein Härtefall vor, da die philippinische Staatsangehörige kurz davor stand, ihr eigenständiges Aufenthaltsrecht zu erlangen. Doch wenige Wochen bevor es so weit war, hatte sich ihr Ehemann von ihr getrennt.

Familie Yosores ist gut in Krumbach integriert

Gloria Yosores und ihr Sohn leben seit drei Jahren in Krumbach. Yosores hatte einen deutschen Mann geheiratet, der sich nun allerdings von ihr getrennt hat. Und das acht Wochen bevor die Philippinin ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erhalten hätte. Natalie Tews, Freundin der Betroffenen, setzte sich daher in einer Online-Petition dafür ein, dass Yosores weiter in Deutschland bleiben darf. Beide, Mutter und Kind, seien gut integriert: Sie würden nicht nur die deutsche Sprache beherrschen, sondern hätten auch viele Unterstützer. Dazu gehören die Stadt Krumbach, Freunde, die hiesige Kirche sowie der Kinderhort. Weil Frau Yosores zwei Arbeitsstellen hat, beziehen sie auch keinerlei Sozialleistungen.

Unterstützer fordern Ausnahme im Fall Yosores

Dennoch besagt das deutsche Recht, dass Frauen mit fremder Staatsangehörigkeit ein eigenständiges Aufenthaltsrecht nur dann erlangen können, wenn sie drei Jahre lang in einer Ehe mit einem Deutschen gelebt haben. Im Fall von Yosores habe sich der Mann acht Wochen vor Ablauf dieser Frist von ihr getrennt, wie der Online-Petition zu entnehmen ist. Freundin Tews findet es „moralisch nicht in Ordnung, wenn Ehemänner kurz vorher einen Absprung machen können, um eventuell finanziell besser wegzukommen“. In ihren Augen und den der Unterstützer liegt hier „auf jeden Fall ein Härtefall“ vor.

1.981 Unterschriften an Landrat Hubert Hafner übergeben

„Auf den Philippinen stehen die beiden vor dem Nichts und es ist sehr wahrscheinlich, dass die beiden dort auf der Straße stehen und ihr Sohn keine Schule besuchen kann“, wie es in der Petition von Tews heißt. Psychisch sei die Situation kaum zu ertragen: Frau Yosores hätte bereits einen Nervenzusammenbruch gehabt und ihr Sohn weine sich in den Schlaf. 1.981 Unterstützer, davon 422 aus Krumbach, haben die Petition unterschrieben. Die Unterschriften wurden Landrat Hafner persönlich übergeben. Auch wenn die Online-Petition rechtlich nicht bindend ist, wird deutlich, dass viele an dem Schicksal der Zuwanderin Anteil nehmen.

Landratsamt Günzburg fordert Ausreise

Das Landratsamt Günzburg argumentiert: „Die philippinische Staatsangehörige ist seit Mitte des Jahres zur Ausreise aus der Bundesrepublik“. Die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung sei bereits vom Bayerischen Verwaltungsgericht in Augsburg und dem Münchner Verwaltungsgerichtshof bestätigt worden. Auch die bayerische Härtefallkommission sehe keinen Anlass für eine „weitere Anwesenheit im Bundesgebiet“.

Landratsamt Günzburg an „Recht und Gesetz gebunden“

Nachdem die Anwältin von Yosores einen neuen Antrag zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gestellt hatte, sei die Angelegenheit laut Landratsamt Günzburg nochmals durch einen juristischen Staatsbeamten geprüft worden. Dieser kam zu dem Entschluss, dass „auch dem neu gestellten Antrag nicht entsprochen werden kann.“ Die zur Begründung herangezogene Rechtsgrundlage sei nicht einschlägig. „Die Behörde ist an Recht und Gesetz gebunden und hat auch keinen Ermessensspielraum der zu Gunsten der Betroffenen ausgeschöpft werden könnte“, so die Dienststelle. Dem Landratsamt Günzburg seien zwei Flugtickets für die Rückreise der Familie Yosores vorgelegt worden. Daher gehen die Behörden davon aus, dass die Philippinin und ihr Sohn „freiwillig ihrer Ausreisepflicht nachkommen“ werden.

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