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Gleich zwei wasserrechtliche Genehmigungen für die Wasserkraftnutzung erteilte jetzt das Landratsamt Günzburg. An einem bestehenden Sohlabsturz in Winzer (Gemeinde Aletshausen) wurde früher die Wasserkraft der Mindel für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. Nunmehr soll die Energie der Mindel zur Erzeugung von Strom dienen. Eine neuartige Wasserschnecke soll immerhin 86 Kilowatt Maximalleistung erzeugen. Im Gegensatz zu Turbinen gilt diese Art der Anlage als ökologisch verträglicher und ermöglicht Fischen den ökologisch gewünschten „Abstieg“. Für den bisher an dem Absturz unmöglichen Fischaufstieg ist zusätzlich eine neue Fischtreppe vorgesehen.
Auch in Jettingen wird Strom erzeugt
Ein ähnliches Projekt einer Wasserschnecke mit einer Maximalleistung von 36 Kilowatt soll in Jettingen verwirklicht werden. Auch hier soll die ökologische Situation unter anderem durch den Bau einer Fischtreppe optimiert werden. Nachdem die bereits vom Landratsamt Günzburg erteilte Bewilligung vom Verwaltungsgericht wegen der Klagen von Anwohnern aufgehoben worden war, sind inzwischen mehrere ergänzende Untersuchungen und Messungen durch ein spezialisiertes Fachbüro durchgeführt worden. Nach Prüfung durch das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt konnten die Bedenken der Nachbarn entkräftet werden. Deshalb hat das Landratsamt Günzburg die Bewilligung nunmehr erneut erteilt.
Wasserkraft rund um die Uhr nutzen
Landrat Hubert Hafner ist sehr froh, wenn im Landkreis Günzburg wieder zusätzlicher Strom aus Wasserkraft ins Netz gehen wird. Hafner: „Im Gegensatz zu Windstrom und Sonnenenergie ist die Wasserkraft rund um die Uhr verfügbar und damit um so kostbarer zu bewerten. Wir dürfen nicht nur von der Energiewende reden. Wir müssen handeln - und die beiden Vorhaben sind ein kleiner Schritt in diese Richtung“.