Digitale Ausrichtung einer Marke

Kögel setzt auf automatisierte Prozesse in Burtenbach

Foto: Sabine Roth
Um Einblicke in das stetig wachsende Unternehmen zu bekommen, waren die Mitglieder des Marketing Clubs Augsburg bei ihrer Auftaktveranstaltung 2018 zu Gast bei Kögel. Der Abend beim Hidden Champion in Burtenbach war mit 50 Mitgliedern ausgebucht.

Auf einer Fläche von fast 500.000 Quadratmetern verteilen sich die Produktionshallen und die Bürogebäude sowie eine der größten Kathodischen Tauchlackierungsanlagen (KTL) Europas. Geschäftsführerin Petra Adrianowytsch freute sich sehr über den Besuch aus Augsburg und den Austausch mit den Marketingexperten. Nach der Begrüßung wurden die Besucher von langjährigen Kögel-Mitarbeitern in mehreren kleinen Gruppen durch die Serienfertigung der Trailer geführt.

Führung durch das Kögel-Werk

Viele Abläufe sind bereits automatisiert und mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt. Produziert werden die Grundrahmen im eigenen Werk in Tschechien. In Burtenbach werden sie dann zusammengeschweißt. Dazu kommen die Rahmen in das vollautomatische Produktionssystem. In Kathodischen Tauchlackierungsanlagen werden die Rahmen in insgesamt zehn verschiedene Tauchbecken entfettet, gespült und lackiert. Über 70 Auflieger laufen am Tag über die Bänder. Zum Teil werden bei Kögel auch die Achsen dazu gefertigt. Rund 600 Mitarbeitern entwickeln und produzieren hier in Bayern. Laufend wird zudem in den Standort investiert – auch in die Fertigungsanlagen. Für die kommenden Jahre sei Kögel bestens gerüstet. Mehrere Roboter stehen schon bereit und werden in Kürze in die Abläufe eingebunden.

Humbaur lässt Kögel wieder wachsen

„International ist Kögel eine feste Größe“, sagte Adrianowytsch in der anschließenden Präsentation der aktuellen Marketingausrichtung. Die Kögel Trailer GmbH & Co. KG gehört zu den Unternehmen von Ulrich Humbaur. Der schwäbische Unternehmer hat das Unternehmen aus der Insolvenz übernommen und zum drittgrößten Trailer-Hersteller Europas geführt. „Kögel ist eine Marke mit über 80-jähriger Tradition“, so auch Inhaber Ulrich Humbaur. „Durch die Übernahme im Jahr 2009 habe ich eine aktive Unternehmerrolle angetreten, die der Marke und dem Unternehmen die Stabilität und Kontinuität verleihen, die sie verdienen.“

Markenführung der Branche wandelt sich

Die Absatzmärkte sind in Europa und Russland, wobei der Exportanteil von rund 75 Prozent für die Markenführung eine große Herausforderung darstellt. Die Markenführung in der Branche ist zudem im Wandel und bedient immer stärker auch die digitalen Medien. Selbst die traditionellen branchenüblichen Fachmessen sind im Umbruch oder stehen sogar ganz in Frage als Kommunikationskanal, wie es seitens des Unternehmens heißt. Aufgrund des akuten Fahrermangels erweitert sich der Entscheider-Kreis in den Unternehmen bei Investitionen derzeit um den Nutzer.

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