Standort-Zwischenlager

KKW Gundremmingen: Atommüll-Lager nun in Bundes-Hand

Das Kernkraftwerk Gundremmingen. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Zum 1. Januar 2019 übernimmt die Bundesgesellschaft (BGZ) alle Standort-Zwischenlager der deutschen Kernkraftwerke.

RWE Nuclear hat zum 1. Januar 2019 die Standortzwischenlager (SZL) an den Kraftwerksstandorten Lingen, Biblis und auch Gundremmingen an die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übertragen. Die BGZ ist für die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland zuständig.

Geschäftsgrundlage der BGZ ist ein neues Gesetz

„Sicherheit hat für RWE immer oberste Priorität. Wir haben der BGZ Zwischenläger übertragen, die alle Sicherheitsanforderungen nach dem neusten Stand von Wissenschaft und Technik erfüllen. Auch zukünftig werden wir eng mit den BGZ-Vertretern an den Standorten zusammenarbeiten“, betont Nikolaus Valerius, Kernenergievorstand bei RWE Power und technischer Geschäftsführer der RWE Nuclear.

Grundlage für die Übertragung ist das Ende 2016 verabschiedete Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung. Demnach ist der Bund für die Umsetzung und die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung verantwortlich.

Rückstellungen in Höhe von 24,1 Milliarden Euro

Für diesen Zweck haben die Betreiber der deutschen Kernkraftwerke Mitte 2017 die dafür vorgesehenen finanziellen Rückstellungen in Höhe von 24,1 Milliarden Euro in den „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ eingezahlt. Die Betreiber sind auch zukünftig organisatorisch und finanziell für die Stilllegung und den sicheren Abbau der Kernkraftwerke verantwortlich. Die dabei entstehenden radioaktiven Abfälle werden fachgerecht verpackt und gehen dann ebenfalls an die BGZ über.

Elf weitere Zwischenlager gehen an die BGZ 

Deutschlandweit wurden zum 1. Januar 2019 insgesamt elf dezentrale Zwischenlager der vier kernenergiebetreibenden Unternehmen an die BGZ übertragen. In einem zweiten Schritt werden Anfang 2020 weitere zwölf Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in die Verantwortung des Bundes und somit der BGZ übertragen. Davon sind im Jahr 2020 auch die beiden Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Standort Biblis (LAW und LAW II) betroffen.

Über die RWE Nuclear GmbH

Die mehr als 1.300 Mitarbeiter der RWE Nuclear GmbH mit Sitz in Essen sind für Betrieb, Nachbetrieb und Rückbau der kerntechnischen Anlagen von RWE zuständig. Außerdem führt sie die Standortzwischenlager bis zur Übertragung an den Bund im Jahr 2019. Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der RWE AG. Zurzeit stellen zwei Kraftwerksblöcke in Lingen und Gundremmingen eine Kapazität von rund 2.800 Megawatt bereit. RWE hält an diesen Anlagen einen Anteil von 87,5 bzw. 75 Prozent. Die übrigen Anteile sind im Besitz von PreussenElektra.

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Geschäftsgrundlage der BGZ ist ein neues Gesetz

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Grundlage für die Übertragung ist das Ende 2016 verabschiedete Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung. Demnach ist der Bund für die Umsetzung und die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung verantwortlich.

Rückstellungen in Höhe von 24,1 Milliarden Euro

Für diesen Zweck haben die Betreiber der deutschen Kernkraftwerke Mitte 2017 die dafür vorgesehenen finanziellen Rückstellungen in Höhe von 24,1 Milliarden Euro in den „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ eingezahlt. Die Betreiber sind auch zukünftig organisatorisch und finanziell für die Stilllegung und den sicheren Abbau der Kernkraftwerke verantwortlich. Die dabei entstehenden radioaktiven Abfälle werden fachgerecht verpackt und gehen dann ebenfalls an die BGZ über.

Elf weitere Zwischenlager gehen an die BGZ 

Deutschlandweit wurden zum 1. Januar 2019 insgesamt elf dezentrale Zwischenlager der vier kernenergiebetreibenden Unternehmen an die BGZ übertragen. In einem zweiten Schritt werden Anfang 2020 weitere zwölf Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in die Verantwortung des Bundes und somit der BGZ übertragen. Davon sind im Jahr 2020 auch die beiden Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Standort Biblis (LAW und LAW II) betroffen.

Über die RWE Nuclear GmbH

Die mehr als 1.300 Mitarbeiter der RWE Nuclear GmbH mit Sitz in Essen sind für Betrieb, Nachbetrieb und Rückbau der kerntechnischen Anlagen von RWE zuständig. Außerdem führt sie die Standortzwischenlager bis zur Übertragung an den Bund im Jahr 2019. Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der RWE AG. Zurzeit stellen zwei Kraftwerksblöcke in Lingen und Gundremmingen eine Kapazität von rund 2.800 Megawatt bereit. RWE hält an diesen Anlagen einen Anteil von 87,5 bzw. 75 Prozent. Die übrigen Anteile sind im Besitz von PreussenElektra.

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