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Im Kernkraftwerk Gundremmingen (KGG) fand ein Kraftwerks-Gespräch unter besonderen Vorzeichen statt.

Mehr als 120 Gäste waren der Einladung des KGGs zum 26. Kraftwerks-Gespräch gefolgt. Die Gäste stammen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheits- und Bildungswesen sowie Kultur und Medien. Das Kraftwerks-Gespräch fand in den Räumen der Bayerischen Verwaltungsschule in Lauingen statt.

Wie geht es mit dem KGG weiter?

Geschäftsführer des Kraftwerks sind Dr. Helmut Bläsing und Christoph Quick. Die beiden stellten die technische und betriebliche Bilanz des Kraftwerks vor. Zudem gaben sie einen Einblick in die Planungen für 2011. So wird Block B im Mai zur Revision mit Brennelement-Wechsel abgefahren. Ende September folgt Block C. Dabei wird das laufende Programm zur Anlagen-Modernisierung weiter fortgesetzt.

KGG unterstützt Japan

Bestimmendes Thema des Abends waren die Ereignisse in Japan. „Wir sind tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort“, so Dr. Helmut Bläsig. Auch der Standort Gundremmingen steht weiterhin für Hilfeleistungen für den japanischen Kraftwerksstandort Fukushima bereit. Das Kernkraftwerk Gundremmingen (KGG) hat bereits eine Charge Jodtabletten nach Japan geliefert. Zudem hat das KGG die Abgabe von Bor angeboten. Bor dient zur Unterbindung der Kettenreaktion bei Brennelementen.

Ist das KGG sicher?

So gewaltige Katastrophen wie in Japan sind auf Deutschland nicht zu übertragen. Trotzdem wurde die Konstruktion und der Bau des KGGs auf eine mögliche Erdbeben-Gefahr überprüft. Bläsig erläuterte den Zuhörern die Sicherheitsauslegung der Kraftwerksblöcke Gundremmingen B und C. Pro Block stehen sechs Notstromdiesel zur Verfügung. Dass die Notstromsysteme ausfallen ist unwahrscheinlich. Trotzdem ist in Gundremmingen die stromunabhängige Wasser-Bespeisung der Reaktoren über Druckbehälter oder durch mobile Pumpen gewährleistet. „Das zeigt, dass unser Kraftwerk auf höchstem Sicherheitsniveau arbeitet. Es gibt daher keine Veranlassung, die Laufzeitverlängerung in Frage zu stellen“, unterstrich Bläsig.

Energiekonzept der Bundesregierung

Jörg Kerlen ist Leiter der regionalen Kontakte bei RWE Power. Er stellte im Anschluss den Gästen die Ziele und Planungen des Energiekonzeptes vor. Das Energiekonzept wurde im vergangenen Herbst von der Bundesregierung beschlossen. Dabei hob er die Flexibilität der Kernkraftwerke hervor. Mit Hilfe der Kernkraftwerke lasse sich die stark schwankende Einspeisung aus den Erneuerbaren Energien CO2-frei ausgleichen.

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