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Kernkraftwerk Gundremmingen
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Kernkraftwerk Gundremmingen

Kernkraftwerk Gundremmingen

Das Vertrauen in die Kernenergie scheint in Gundremmingen nicht nachgelassen zu haben. 46,6 Prozent in Burgau und Umgebung würden das Kernkraftwerk Gundremmingen gerne bis 2030 laufen lassen.

Das Vertrauen der Bürger in das Kernkraftwerk Gundremmingen scheint Berichten der AZ zufolge vor Ort nach wie vor hoch zu sein. Dies ergab eine Umfrage der Günzburger Zeitung in der Region Burgau und Umgebung zum Kernkraftwerk Gundremmingen.

Vertrauen in das Kernkraftwerk Gundremmingen

Vor Ort sagten 46,6 Prozent der Befragten, dass das Atomkraftwerk Gundremmingen bis 2030 weiterlaufen sollte. Nur 34,7 Prozent sind der Meinung, das Kernkraftwerk müsse sofort abgeschaltet werden. Das Vertrauen in die Kernenergie scheint in unmittelbarer Nähe zum Kernkraftwerk Gundremmingen demnach ungebrochen.

Mehr Atomkraft-Diskussionen? Nein danke!

Das Gesetz zum Atom-Ausstieg sieht vor, dass der Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen 2017 vom Netz geht. Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen solle schließlich 2021 abgeschaltet werden. Viele Bürgerinnen und Bürger scheinen jedoch auch der Diskussion überdrüssig. Ganze 19 Prozent der Befragten antworteten laut Angaben der AZ, dass die Kernkraft-Diskussion sie nicht interessiere.

Gundremmingen gegen den Rest Deutschlands?

Der Bürgermeister von Gundremmingen, Wolfgang Mayer, sieht sich unterdessen in seinem Urteil bestätigt: „Die Atomenergie hat im Landkreis Günzburg Rückhalt. Sobald Sie über die Grenze in den Landkreis Dillingen gehen, ist das anders.“ Mayer scheint richtig zu liegen. Laut AZ hätten sich bei einer Umfrage der Donau-Zeitung im Altlandkreis Dillingen 55,3 Prozent gegen längere Laufzeiten der Atommeiler ausgesprochen.

Gundremmingen gegen Hauruck-Aktion

Meyer hält die 46,6 Prozent für ein starkes Votum für eine längere Laufzeit des Kernkraftwerks Gudnremmingen. „In dieser Situation, nach der Katastrophe von Fukushima, hätte ich das so nicht erwartet“, sagt der Bürgermeister Gundremmingen. Alle hätten gewusst, dass das Gundremminger Kraftwerk nicht für immer laufen würde. „Die Hauruck-Aktion des Atomausstiegs kann ich aber nicht verstehen.“ Mayer hätte es für sinnvoller gehalten, den Umstieg auf die erneuerbaren Energien voranzutreiben. 2020, so Mayer, hätte dann über den endgültigen Atomausstieg „auf einer vernünftigen Basis“ entschieden werden können.

Widersprüchliche Umfrage-Ergebnisse

Thomas Wolf von der Mahnwache Gundremmingen hingegen war von dem Ergebnis der GZ-Umfrage überrascht. Es sei bekannt, dass der Landkreis Günzburg eher konservativ sei. „Es gibt auch viele Menschen hier, die ihren Lebensunterhalt im Kernkraftwerk verdienen“, erklärt er. Laut AZ hätte der Jettinger jedoch andere Zahlen erwartet. Die bundesweiten Umfragen seien schließlich zu ganz anderen Ergebnissen gekommen.

Bundesweite Angst vor dem Atomausstieg

Schuld an dem Umfrage-Ergebnis in Gundremmingen sei, so Wolf, „die Medienübermacht der Atomlobby“. Sie sei es, die die Angst vor der Energiewende schüre. Dass der Wirtschaftsstandort Deutschland unter dem Atomausstieg leide könnte, glaubt Wolf nicht. Schließlich seien im Bereich der erneuerbaren Energien rund 360.000 Mitarbeiter tätig. Im Bereich der Kernenergie hingegen nur 36.000.

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