Neues Projekt startet

Bayerische Elektrizitätswerke wollen Donau attraktiver machen

Das erste Projekttreffen an der Staustufe Günzburg. Bild: LEW / Thorsten Franzisi
Die Staustufe bei Günzburg. Bild: LEW / Christina Bleier
Ein neues Projekt der Bayerischen Elektrizitätswerke soll die Donau und Wertach besser zugänglich und erlebbarer machen. An der Staustufe Günzburg fiel nun der Startschuss.

Kurz vor Jahresende bekamen die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW) und ihre Partner den positiven Förderbescheid für das LEADER-Kooperationsprojekt „Flusslandschaften in Schwaben – Donau erleben! und Wertach erleben!“ Gestartet ist das Projekt an der Staustufe Günzburg mit dem ersten Projekttreffen. Das Projektmodul „Donau erleben!“ besteht aus verschiedenen Bausteinen, wie naturnahen Ufern, Bootsanlegestellen oder der Optimierung des Radwegenetzes. Als nächsten Schritt plant die BEW die Details und spricht sich mit den beteiligten Kommunen ab. Die Umsetzung soll dann ab Sommer 2018 erfolgen.

BEW sammeln Anregungen von Bürgern

„Als Wasserkraftbetreiber möchten wir mit unseren Projekten den Lebensraum Fluss aufwerten und wieder für Menschen erlebbar machen. Dass wir dabei mit den Mitteln aus dem LEADER Programm unterstützt werden, bestätigt uns in diesem Ansatz“, sagt BEW-Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Pöhler. Gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen wollen die BEW nun viele Anregungen von den Bürgern und den Verbänden aufgreifen. „Damit können wir die Donau noch stärker ins Bewusstsein rücken und die Menschen für diesen wichtigen Lebensraum sensibilisieren,“ erklärt Pöhler.

Donau soll wieder attraktiv werden

Ein wichtiger Schwerpunkt des Projekts ist es, den Donauradweg zwischen Günzburg und Leipheim zu verlegen. Radfahrer sollen zukünftig direkt am Fluss entlangfahren können. Darüber hinaus sind an einigen Flussabschnitten naturnahe Ufergestaltungen mit Bootsanlegestellen geplant. Die BEW schafft so direkte Zugänge zum Fluss. Damit soll die Donau wieder attraktiver für die Naherholung werden und gleichzeitig wird sie ökologisch aufgewertet. Bei Elchingen entwickeln die Projektpartner zudem ein Konzept für einen Lehrpfad, der über die Entstehung der Flusslandschaft, ihre verschiedenen Bestandteile und ihre ökologische Bedeutung informieren soll. Schließlich wird auch die Machbarkeit eines Stegs oder einer Brücke über die Egau bei Höchstädt geprüft.

BEW wird von den Kommunen und Landkreisen unterstützt

Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH wird als Träger des Projekts unterstützt von den Lokalen Aktionsgruppen Schwäbisches Donautal und Regionalentwicklung Neu-Ulm. Projektpartner sind außerdem die Landkreise Neu-Ulm, Dillingen a.d.Donau und Günzburg sowie die beteiligten Kommunen Neu-Ulm, Elchingen, Leipheim, Günzburg, Lauingen und Höchstädt. Die Kosten für die Teilmaßnahmen an der Donau belaufen sich auf etwa 700.000 Euro. Die Mittel stammen zu 60 Prozent aus dem Förderprogramm LEADER, einem Programm der Europäischen Union und des Freistaats Bayern zur Stärkung des ländlichen Raums. Die Kofinanzierung erfolgt durch die Partnerkommunen und Landkreise. Die Eigenmittel werden aus dem Förderfonds des Ökostromprodukts LEW Strom Aqua Natur aufgebracht. Hier investiert LEW eigenen Angaben zufolge pro abgeschlossenem Vertrag monatlich einen Euro in die Förderung regionaler Naturschutzprojekte.

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