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Aus Alt mach Neu: Kögel startet Pilotprojekt für „Recycling-Trailer“
Kreislaufwirtschaft

Aus Alt mach Neu: Kögel startet Pilotprojekt für „Recycling-Trailer“

Sascha Hähnke (Geschäftsführer von Remondis Sustainable Services), Thore Bakker (CSO Kögel Trailer) und André Zick (Business Development Manager bei TSR Resource). Foto: Remondis / Kögel Trailer
Sascha Hähnke (Geschäftsführer von Remondis Sustainable Services), Thore Bakker (CSO Kögel Trailer) und André Zick (Business Development Manager bei TSR Resource). Foto: Remondis / Kögel Trailer

Kögel Trailer, TSR Resource und Remondis Sustainable Services bündeln ihre Kompetenzen, um gemeinsam einen Auflieger mit möglichst hohem Anteil recycelter Materialien zu entwickeln. Hierzu haben sie auf der Fachmesse IAA Transportation eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Kögel Trailer GmbH hat auf der IAA Transportation 2026 einen sogenannten Letter of Intent mit der TSR Resource GmbH sowie der Remondis Sustainable Services GmbH unterzeichnet. Die Absichtserklärung ist der Startschuss für ein Pilotprojekt: Gemeinsam wollen die drei Unternehmen einen Trailer entwickeln, der aus einem höchstmöglichen Rezyklatanteil besteht.

Ausgedienter Trailer skizziert Potenziale

Um Potenziale und Möglichkeiten eines solchen Aufliegers zu ergründen, soll zunächst ein ausgedienter Trailer von Kögel betrachtet werden. Hierzu wurde ein „Light Plus“-Modell des Herstellers von Recyclingexperte TSR vollständig zerlegt. Mithilfe einer anschließenden Analyse der verwendeten Materialien konnten sich die Projektpartner einen Eindruck darüber verschaffen, welche davon wiederverwendet werden könnten. Auch könne man nun besser einschätzen, ob sich eine solche Rückgewinnung von Anfang an, bereits bei der Produktion, einplanen ließe. André Zick, Business Development Manager bei TSR Resource, erklärt: „Das Potenzial, das wir sehen, ist enorm. Wir glauben fest daran, dass wir mit unseren Produkten heute schon Primärrohstoffe in der Herstellung eines neuen Trailers ersetzen können.“

Neben dem Auflieger an sich sollen im Rahmen des Pilotprojekts auch Lieferanten einbezogen werden, um Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erkennen.

Die nächsten Schritte des Projekts

Nach der Demontage soll in einem nächsten Schritt untersucht werden, inwiefern es technisch und wirtschaftlich möglich ist, die rückgewonnenen Materialien bei der Herstellung neuer Trailer zu verwenden. In den nächsten ein bis zwei Jahren soll dann anhand dieser Erkenntnisse ein Prototyp entstehen. „Jede Vision beginnt mit dem ersten Schritt. So ist langfristig unser Ziel, auch andere Produktsegmente in den Kreislauf zurückzuführen. Für mich ist unter anderem der Kögel Cool Liteshell ein Fahrzeug, das sich durch seinen einzigartigen Aufbau für die Wiederverwertung eignet. Entscheidend ist, ins Handeln zu kommen und mit konkreten Projekten den Weg in die Zukunft zu ebnen“, kommentiert Thore Bakker, CSO bei Kögel. Um die Produktionskapazitäten für den Cool Liteshell-Auflieger zu erhöhen, baut Kögel aktuell am Hauptsitz Burtenbach aus.

Laut Sascha Hähnke, Geschäftsführer von Remondis Sustainable Services, soll es dabei keinerlei qualitative Einschnitte geben. „Die Qualität eines zukünftigen Trailers soll dabei genauso gut sein wie die eines Fahrzeugs, das aus neuen Rohstoffen hergestellt wurde“, so Hähnke abschließend.

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