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Atomausstieg: Kernkraftwerk Gundremmingen ist abgeschaltet
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Block C geht vom Netz

Atomausstieg: Kernkraftwerk Gundremmingen ist abgeschaltet

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V.l.n.r.: Dr. Heiko Ringel, Leiter Kernkraftwerk Gundremmingen, Gerhard Hackel, Leiter Produktion, Nikolaus Valerius, Kernenergie-Vorstand RWE Power, Ulrich Schuster, Reaktorfahrer, auf der Schaltwarte von Block C. Der Reaktorfahrer trägt als Schicht-Teammitglied in diesem Fall auf der Warte keine Maske, weil dort alle Kollegen geimpft und getestet sind.
Von Angelina Märkl

Das Kernkraftwerk Gundremmingen hat die Stromerzeugung beendet. An Silvester ist der verbliebene Block C vom Netz gegangen. So geht es nach der Abschaltung  weiter.

Am Freitag trennte die diensthabende Schichtmannschaft den Generator von Block C des Kernkraftwerkes Gundremmingen vom Stromnetz. Kurz darauf schaltete sie den Reaktor endgültig ab. Nach achtjähriger Bauzeit ging Block C im März 1985 erstmalig ans Netz. Mit der im Block C produzierten Leistung konnten rund drei Millionen Privathaushalte oder ein Ballungsraum wie München inklusive Industrie, Gewerbe und Verkehrsmitteln mit Strom versorgt werden. Die gesamte, am Standort Gundremmingen in 37 Betriebsjahren erzeugte Energiemenge beläuft sich auf etwa 709 Terrawattstunden. Damit ließe sich der jährliche Gesamtstromverbrauch in Bayern für fast 10 Jahre abdecken.

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 „Die Anlage ging 1984/85 als leistungsstärkstes Kernkraftwerk in Deutschland ans Netz und war viele Jahre eine tragende Säule der Energieversorgung in Süddeutschland. Die Mannschaft hat über die gesamte Zeit hinweg einen großartigen Job gemacht. Insbesondere in den letzten Jahren ist es ihr gelungen, zuverlässigen Leistungsbetrieb in Block C und sicheren Rückbau in Block B verantwortungsvoll umzusetzen. Mit der Abschaltung des letzten Siedewasserreaktors in Deutschland wurde am Standort Gundremmingen eine Ära beendet“, würdigte Nikolaus Valerius, Kernenergievorstand bei RWE Power und technischer Geschäftsführer der RWE Nuclear, die Leistung der Belegschaft.

 

Für die Mitarbeiter des Kernkraftwerks Gundremmingen gibt es derzeit viel zu tun. So ist Block C aktuell in Revision und in Block B haben die Vorbereitungen zum Abbau der Anlage begonnen. Bei einem Rundgang durfte die B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN-Redaktion sehen, was im Inneren des Kontrollbereichs vor sich geht.

Fotos: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Kernkraftwerk schafft Platz für sicheren Rückbau

Die für den Rückbau von Block C notwendige atomrechtliche Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) liegt seit Mai 2021 vor. Erster Schritt werde die Entladung der Brennelemente aus dem Kern und die Verbringung ins Abklingbecken sein. Anschließend stehe das Thema „Platz schaffen“ für den sicheren Rückbau im Vordergrund der Tätigkeiten. Um Transportwege, Logistikflächen und Stellplätze für Maschinen zu schaffen, werden Strahlenschutzwände und Betonriegel ausgebaut. „Ausgenommen von sämtlichen Rückbauaktivitäten sind selbstverständlich Systeme, die zum einen für die sichere Lagerung und Handhabung der Brennelemente in den Blöcken B und C benötigt werden, und solche, die eine sicherheitstechnische Funktion für den Betrieb des Kontrollbereiches und der Aktivitätsrückhaltung/-überwachung haben“, betont Anlagenleiter Dr. Heiko Ringel. 

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Weniger Mitarbeiter werden benötigt

Für den Rückbau werden perspektivisch weniger Mitarbeiter als im Leistungsbetrieb benötigt. „Wir werden den Transformationsprozess weiterhin begleiten. Auch im Rückbau können unsere hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen bis in die Mitte der 2030er Jahre ihre über viele Jahre hinweg erworbene Anlagenkompetenz an zahlreichen Stellen und in spannenden Tätigkeitsfeldern einbringen“, erklärt Betriebsratsvorsitzende Elke Blumenau.

Noch bis etwa Mitte August ist Block C im Kernkraftwerk Gundremmingen in Revision. Die Anlage wird dafür vom Netz genommen, um nötige Prüfungen und Reparaturen durchzuführen. Für die anstehenden Wechsel der Brennelemente werden auch die Deckel des Reaktors und des Sicherheitsbehälters abgenommen. 

Fotos: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

 
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