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„Wir wollen mehr bieten als andere“
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GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG

„Wir wollen mehr bieten als andere“

 Johann Sailer, Geschäftsführer von GEDA-Dechentreiter. Foto: GEDA-Dechentreiter

Johann Sailer, geschäftsführender Gesellschafter bei Bauaufzugshersteller GEDA-Dechentreiter, im Interview mit B4B SCHWABEN über seine Leidenschaft für Technik und die GEDA-Wachstumsstrategie am Standort Asbach-Bäumenheim.

B4B SCHWABEN: Herr Sailer, als Geschäftsführer von GEDA sind Sie zusätzlich Vorsitzender des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen des VDMA sowie Past-Präsident des Europäischen Baumaschinenverbandes CECE. Wie gelingt es Ihnen, diese Aufgaben unter einen Hut zu bekommen?

Johann Sailer: Die Verbandsarbeit ist natürlich zeitaufwändig und man muss schon bereit sein, den ein oder anderen Abend oder ein Wochenende dafür zu opfern. Die Personen, mit denen man Kontakte knüpft und die vielverzweigten Netzwerke, die dadurch entstehen, kommen dem Unternehmen aber wiederrum zu Gute. Gerade wir als Mittelständler brauchen den Verband, um den Anliegen unserer Branche Gewicht zu verleihen. In Bezug auf den Europäischen Verband CECE ist es unser Ziel, dem deutschen Mittelstand auch in Europa eine Stimme zu geben, um künftige Entscheidungen mit beeinflussen zu können.

B4B SCHWABEN: Bei so viel Engagement im Bereich Baumaschinen liegt die Vermutung nahe, Ihr Herz schlägt für die technischen Dinge. Richtig oder falsch? Woher rührt Ihre Leidenschaft?

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Sailer: Ganz klar richtig. Ich habe eine Ausbildung zum Maschinenschlosser absolviert und danach auf dem zweiten Bildungsweg Maschinenbau studiert. Die Begeisterung für die Technik ist natürlich unbedingt notwendig, wenn wir auch in Zukunft innovative Aufzuglösungen auf den Markt bringen möchten.

B4B SCHWABEN: Im vergangenen Jahr feierte GEDA 85. Firmenjubiläum. Auf welchen Erfolg Ihres Unternehmens sind Sie besonders stolz?

Sailer: Besonders stolz bin ich darauf, dass wir die Mitarbeiterzahl inzwischen auf 440 erhöht haben. Das liegt unter anderem daran, dass wir seit einigen Jahren – zusätzlich zum bestehenden Bauaufzugsortiment – verstärkt in den Bereich Industrieaufzüge investieren. Diese anspruchsvollen Lösungen, die wir weltweit z. B. an die Öl- und Gasindustrie liefern, erfordern eine hohe Ingenieurleistung und ein Mehr an Engineering.

B4B SCHWABEN: Was macht GEDA aus? Welche Werte werden im Unternehmen großgeschrieben?

Sailer: Wir arbeiten bewusst an unserer Unternehmenskultur und wollen mehr bieten als andere. Gesundheitsprogramme sind in Betrieben unserer Größe inzwischen üblich, deswegen möchten wir uns hier ganz klar unterscheiden. Im Rahmen unseres einzigartigen „Der Mensch im Mittelpunkt“-Konzeptes haben unsere Mitarbeiter/innen und deren Ehe-/Lebenspartner die Möglichkeit, an einem umfassenden Seminar- und Schulungsprogramm teilzunehmen und sich mental und psychisch schulen zu lassen. Damit möchten wir einen Mehrwert bieten, von dem letztlich auch unsere Kunden profitieren. Qualität, Liefertreue und ein kundenorientierter Service werden generell erwartet und sind für GEDA eine Selbstverständlichkeit. Unsere Unternehmenskultur schafft jedoch den oftmals entscheidenden Unterschied“.

B4B SCHWABEN: Seinen Standort im schwäbischen Asbach-Bäumenheim und seine Reichweite hat GEDA mit nationalen wie internationalen Niederlassungen stetig vergrößert. Wie sieht Ihre Wachstumsstrategie aus?

Sailer: Die Kundennähe wird bei uns generell groß geschrieben – national wie international. Um unsere Kunden weltweit entsprechend den Marktanforderungen gezielt bedienen zu können, investieren wir seit Jahren sowohl in unsere nationalen wie auch unsere internationalen Standorte. Neben unseren Niederlassungen in Deutschland, Russland, den USA und der Türkei profitieren unsere Kunden von einem vielverzweigten Händlernetz. Unsere Partner übernehmen den Vertrieb, aber zum Beispiel auch den Service vor Ort. Inzwischen werden rund 25% der Industrieaufzüge nach Asien exportiert. Um noch weiter zu wachsen gilt es, noch weitere Nischenmärkte zu besetzen, die ein hohes Maß an Engineering erfordern.

B4B SCHWABEN: Sie waren bereits für die Queen in Großbritannien, für die FIFA bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien oder im Göteburger Rathaus im Einsatz. Was war Ihr bisher spektakulärstes Erlebnis?

Sailer: Wir sind in den letzten Jahren verstärkt dabei, neben unserem Seriengeschäft den Bereich Industrieaufzüge – unter anderem für die Öl- und Gasindustrie – weiter auszubauen. Diese Aufzüge werden speziell nach den Bedürfnissen der jeweiligen Kunden und Einsatzorte, beispielsweise Ölbohrinseln, konstruiert und gefertigt. Der Besuch einer Ölbohrinsel, auf der einer unserer Industrieaufzüge installiert wurde, war für mich ein ganz besonderes und nicht alltägliches Erlebnis.

B4B SCHWABEN: Das Donau-Ries ist sicher ein interessanter Wirtschaftsstandort. Unternehmen wie Grenzebach und Fendt sind hier ebenfalls zu Hause. Was zeichnet die Gegend für Sie aus?

Sailer: Die Region steht wirtschaftlich in der Tat stark da. Diese Medaille hat zwei Seiten: Der Wettbewerb um die besten Kräfte ist hier besonders intensiv. Andererseits verfügt unsere Region im technisch-industriellen Bereich über eine große Anziehungskraft nach außen, wovon wir alle profitieren.

B4B SCHWABEN: Können Sie den vieldiskutierten Fachkräftemangel bestätigen? Erfahren Sie durch Ihren eher ländlichen Standort Nachteile?

Sailer: Der Wettbewerb um die besten Kräfte ist in unserer ländlichen Region natürlich besonders intensiv. Wir unternehmen aber vieles, um unsere Betroffenheit in Grenzen zu halten. Neben dem bereits angesprochenen Seminar- und Coachingangebot für unsere Mitarbeiter/innen legen wir viel Wert auf die Ausbildung junger Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen. Auch unsere Fach- und Führungskräfte werden in speziellen Programmen geschult. Gerade für uns Mittelständler hat die ländliche Struktur aber auch Vorteile. Die Menschen hier sind bodenständig, das Arbeitsethos ist hoch.

B4B SCHWABEN: Haben Sie jemals überlegt, aus dem Donau-Ries wegzugehen? Wenn ja, warum und wohin? Wenn nein, warum nicht?

Sailer: Ein ganz klares Nein. Wir haben hier unsere Wurzeln und sind mit unserem Team in Asbach-Bäumenheim auch für die Zukunft gut aufgestellt. Außerdem freuen wir uns über eine enorm lange Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter. Das ist gerade in unserer schnelllebigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

B4B SCHWABEN: Wo sehen Sie GEDA in fünf Jahren?

Sailer: Unser Unternehmen soll so aufgestellt sein, dass wir sowohl dem Wettbewerb aus Asien standhalten, als auch unser einzigartiges Know-How für die Entwicklung weiterer, innovativer Produktlösungen für neue Märkte nutzen. Das GEDA-Team zeigt dabei eine vorbildliche Motivation, diese Herausforderung zu meistern.

B4B SCHWABEN: Welches ist Ihr persönlicher Traum, beruflich wie privat?

Sailer: Ein beruflicher Wunsch ist es, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen und noch zahlreiche weitere GEDA-Innovationen voranschieben zu können. Für meine private Zukunft wünsche ich mir, mehr Zeit für Hobbies und vor allem für meine Familie zu haben.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

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