STRENESSE AG

STRENESSE-Übernahme gescheitert

Symbolbild. Foto: STRENESSE AG.

Die Übernahme des Nördlinger Modehauses STRENESSE durch die MAEG-Holding ist geplatzt. Dies wurde unserer Redaktion von Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich bestätigt.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Als Grund für die gescheiterte Übernahme nennt die niederländische Holding laut „Augsburger Allgemeine“, dass die wirtschaftliche Situation anders sei als ursprünglich dargestellt. So seien deutlich höhere Investitionen nötig, als zunächst gedacht. Deshalb und aufgrund des durch die fälschlichen Angaben zerstörten Vertrauensverhältnisses ziehe die MAEG Holding ihren Entschluss, STRENESSE zu übernehmen, zurück.

Wer ist schuld am Scheitern der Übernahme?

Es gibt jedoch noch eine andere Version der Umstände, welche die Übernahme des Nördlinger Modehauses platzen ließen. Laut Meldung der GÖRG Insolvenzverwalter GbR wäre der Investor verpflichtet gewesen, bis zum 31. August den Kaufpreis für die Vermögensgegenstände der Strenesse AG zu zahlen. Diese Frist sei bis zum 9. September, 12 Uhr, verlängert worden, ohne dass Kaufpreis gezahlt worden wäre. Der Insolvenzverwalter habe deshalb zum Schutze der STRENESSE AG und seiner Gläubiger keine andere Wahl gehabt, als von dem Kaufvertrag zurückzutreten. „Die Geschäfte laufen planmäßig weiter, alle Lieferanten und Kundenbeziehungen werden aufrechterhalten“, so Insolvenzverwalter und GÖRG-Partner Dr. Jörg Nerlich.

Wie geht es für STRENESSE weiter?

Anfang August wurde bekannt, dass die MAEG Holding mit Sitz in Amsterdam hat STRENESSE erwerben will. Auch alle 240 Mitarbeiter sollten in diesem Zuge übernommen werden. Der Investor plante dabei, sich langfristig im Unternehmen zu engagieren. „Mit der MAEG Holding hat STRENESSE einen Eigentümer an seiner Seite, der strategisch denkt und langfristig orientiert ist“, so Reiner Unkel, der als neuer Geschäftsführer von STRENESSE genannt wurde.

STRENESSE nach Insolvenz in Eigenverwaltung fortgeführt

Nach der Insolvenz im Jahr 2014 meldete STRENESSE zuletzt wieder schwarze Zahlen. So war 2015 ein durchaus erfolgreiches Jahr für das Nördlinger Unternehmen. Die tiefgreifende Restrukturierung des Unternehmens war erfolgreich: STRENESSE verfügt heute über schlanke Prozesse im gesamten Unternehmen. Auch die neue Strategie bei Design, Produkt und Vertrieb zeigt erste Erfolge. So hat sich die Profitabilität des Unternehmens signifikant verbessert.

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