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Holländischer Investor kauft STRENESSE
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STRENESSE AG

Holländischer Investor kauft STRENESSE

Symbolbild. Foto: STRENESSE AG

Das Nördlinger Mode-Unternehmen wurde von einem Investor aus Amsterdam übernommen. Auch ein neuer Geschäftsführer wurde bekannt: Reiner Unkel soll STRENESSE in die Zukunft führen.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Die MAEG Holding mit Sitz in Amsterdam hat STRENESSE erworben. Alle 240 Mitarbeiter wurden übernommen. 

Langfristige Perspektive für STRENESSE

Der Investor engagiert sich langfristig bei Fashion-Unternehmen im Luxus- und Premium-Segment. Derzeit plant die MAEG Holding parallel zwei weitere Akquisitionen. „Mit der MAEG Holding hat STRENESSE einen Eigentümer an seiner Seite, der strategisch denkt und langfristig orientiert ist“, so Reiner Unkel, neuer Geschäftsführer von STRENESSE.

Das ist der neue Mann an der Spitze von STRENESSE

Der neue Strenesse-CEO Reiner Unkel verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Premium-Modemarkt sowie im Lifestyle-Geschäft. Zuletzt leitete Unkel als CEO die Basler Fashion Holding. Seit Januar 2007 war er Bereichsvorstand der Parfümeriekette Douglas. 1997 bis Ende 2006 leitete Unkel als Vorstandsvorsitzender zehn Jahre lang das Münchner Kaufhaus Ludwig Beck. Davor arbeitete er über zehn Jahre bei Breuninger in Stuttgart.

STRENESSE will neue Märkte erschließen

Im Zuge der Übernahme soll der Vertrieb des Nördlinger Unternehmens modernisiert werden. Dies betrifft auch die Digitalisierung der Prozesse in Richtung Handel. Zudem will STRENESSE durch die verstärkte Nutzung von Social-Media-Kanälen das Markenprofil schärfen. Für die Kollektionen will das Unternehmen wieder zunehmend eigene Stoffe entwickeln. Mit der Wiedereinführung von „STRENESSE Blue“ soll  ein jüngeres Publikum an die Marke heranführt werden.

Altgläubiger weiter am Unternehmen beteiligt

„STRENESSE hat in dieser Konstellation eine solide finanzielle Basis für die Rückkehr zu internationalem Wachstum und wieder konsequentem Markenauftritt“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Strenesse AG, Gerd Strehle. Der Kaufvertrag mit der MAEG Holding sieht einen Kaufpreis in bar vor. Über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Die Altgläubiger sind mit 20 Prozent am neuen Unternehmen beteiligt. Im Rahmen eines Insolvenzplans soll diese Beteiligung durch die Anleihegläubiger übernommen werden. Für die Beteiligung hat der Investor eine Kaufoption zu einem vertraglich festgesetzten Mindestpreis erhalten. Durch die Verwertung weiterer Assets sollen den Altgläubigern zudem weitere Mittel zufließen.

STRENESSE nach Insolvenz in Eigenverwaltung fortgeführt

Nach der Insolvenz im Jahr 2014 meldete STRENESSE zuletzt wieder schwarze Zahlen. So war 2015 ein durchaus erfolgreiches Jahr für das Nördlinger Unternehmen. Die tiefgreifende Restrukturierung des Unternehmens war erfolgreich: Strenesse verfügt heute über schlanke Prozesse im gesamten Unternehmen. Auch die neue Strategie bei Design, Produkt und Vertrieb zeigt erste Erfolge. So hat sich die Profitabilität des Unternehmens signifikant verbessert.

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