Agentur für Arbeit Donauwörth

Nördlingen: Regionales Unternehmen setzt sich für Inklusion ein

Jürgen Kornmann. Foto: Inge Großkopf, Agentur für Arbeit Donauwörth

Vom 28. November bis zum 2. Dezember 2016 findet bundesweit die Woche der Menschen mit Behinderungen statt. Aus diesem Anlass wirbt die Agentur für Arbeit Donauwörth bei regionalen Unternehmen für mehr Inklusion im Arbeitsleben. Dass das gut funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Nördlingen.

Dass der 54 Jahre alte Jürgen Kornmann schwerbehindert ist, sieht man ihm nicht an. Als Diabetiker trägt er eine Insulinpumpe, die ihm das Leben erleichtert. 24 Jahre war er bei einer Firma im Kundendienst und auch im Büro tätig, bis diese überraschend in Konkurs ging. Das war für ihn ein großer Schock, da niemand damit gerechnet hatte. Seine Chancen, wieder einen ähnlichen Arbeitsplatz im Nördlinger Umkreis, in seinem Alter und als Schwerbehinderter zu finden, standen eher schlecht. Doch er hatte Glück: Bereits nach 4 Wochen Arbeitslosigkeit sandte ihm die Arbeitsagentur Nördlingen einen Vermittlungs-Vorschlag zu. Er bewarb sich umgehend und wurde von einer produzierenden Firma der chemischen Industrie zum Vorstellungs-Gespräch eingeladen.

 

Förderungen für Unternehmen möglich

„Die Entscheidung, einen schwerbehinderten Menschen einzustellen, haben die Förderungen von der Arbeitsagentur und vom Integrationsamt erleichtert“, erläutert die Firma. „Auch, dass der besondere Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen in den ersten 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses nicht gilt, gibt die Möglichkeit, den Mitarbeiter an seinem neuen Arbeitsplatz kennenzulernen und – falls es wider Erwarten nicht klappt – das Arbeitsverhältnis wieder zu beenden“.

Kornmann erhielt nach Probearbeiten einen unbefristeten Arbeitsvertrag

Die neue Tätigkeit von Jürgen Kornmann hatte nicht viel mit seiner bisherigen Berufserfahrung zu tun. Aber für ihn ist wichtig, dass er mit den Kollegen gut auskommt und das Arbeitsklima passt. Die Firma beschäftigt nicht nur Kornmann als schwerbehinderten Menschen, aber er ist der erste auf einem Arbeitsplatz in der Produktion. Bei der Entscheidung zur Einstellung von Kornmann bedachte die Firma viele Faktoren. Hauptsächlich ging es dabei um die Art der Behinderung, also ob die Arbeit trotz der Behinderung ausgeführt werden kann. Kornmann hat dies in den letzten Monaten bewiesen und er ist der festen Überzeugung, dass Behinderte sehr oft unterschätzt werden. „Es kommt immer auf die Tätigkeit an, dann kann man genau so viel leisten, wie ein Mensch ohne Behinderung!“ Auch sein Chef ist überzeugt von seiner Entscheidung ihn einzustellen. „Wir haben mit ihm einen tüchtigen Mitarbeiter gewonnen“.

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Dass der 54 Jahre alte Jürgen Kornmann schwerbehindert ist, sieht man ihm nicht an. Als Diabetiker trägt er eine Insulinpumpe, die ihm das Leben erleichtert. 24 Jahre war er bei einer Firma im Kundendienst und auch im Büro tätig, bis diese überraschend in Konkurs ging. Das war für ihn ein großer Schock, da niemand damit gerechnet hatte. Seine Chancen, wieder einen ähnlichen Arbeitsplatz im Nördlinger Umkreis, in seinem Alter und als Schwerbehinderter zu finden, standen eher schlecht. Doch er hatte Glück: Bereits nach 4 Wochen Arbeitslosigkeit sandte ihm die Arbeitsagentur Nördlingen einen Vermittlungs-Vorschlag zu. Er bewarb sich umgehend und wurde von einer produzierenden Firma der chemischen Industrie zum Vorstellungs-Gespräch eingeladen.

 

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Kornmann erhielt nach Probearbeiten einen unbefristeten Arbeitsvertrag

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