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von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion
Das Schloss Leitheim ist ein geschichtsträchtiger Ort. Schon 1805 hatte nur wenige Kilometer entfernt Napoleon Bonaparte den weitläufigen Blick über das Donautal genutzt. Standen im Mai nun nicht militärpolitische Entscheidungen im Vordergrund, so hatten die schwäbischen Landräte dennoch wichtige Themen zu erörtern.
Verwaltungen verschaffen Handlungsspielräume in Schwaben
Allen voran dominierte die Asylthematik die Gespräche, wie Hubert Hafner und Elmar Stegmann, Landräte der Kreise Günzburg und Lindau erklärten. Als anhaltender Krisenherd nimmt die Flüchtlingsproblematik täglich viel Zeit und Kraft in Anspruch. Doch der Ton war keinesfalls nur negativ geprägt. „In allen schwäbischen Landkreisen gibt es nun freie Kapazitäten in Asylunterkünften. Dies zeigt die gute Arbeit der Verwaltungen und verschafft uns Handlungsspielraum“, berichteten Hafner und Stegmann erfreut.
Rößler bittet Staat zur Kasse
Auch wenn sich die Situation dorthin gehend entspannt hat, stellte Landrat Stefan Rößle klar: „Sowohl bei den unbegleiteten Minderjährigen, als auch bei anerkannten Asylbewerbern kommen auf die Kreise erhebliche Kosten zu.“ Da der Landkreis selbst nicht für alle Unkosten aufkommen kann, formulierte Rößler deutlich: „Wir fordern die Übernahme dieser Kosten durch den Staat.“
Integration der anerkannten Asylbewerber muss zeitig geschehen
Nicht nur Geldsorgen plagen die Landkreise. Bei der Integration mahnte der Donau-Rieser Kreischef weiter: „Nun müssen frühzeitig alle erforderlichen Maßnahmen zur Integration anerkannter Asylbewerber unternommen werden. Diese müssen wir schnellstmöglich unterbringen und wollen dazu auch die im Moment freien Kapazitäten in Asylunterkünften nutzen.“
Reformen im Integrationsgesetz
In ganz Schwaben sind Organisationen, Kammern und Betriebe damit beschäftigt, Lösungen für eine gelungene Integration zu finden. Auch auf politischer Seite wird viel getan. So beschloss die Regierung kürzlich Reformen im Integrationsgesetz. Dieses wurde zwar nicht nur lobend aufgenommen, vom vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. aber weitestgehend begrüßt.