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Kathrein-Schließung: Zweite Kündigungswelle folgt Ende April
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Landratsamt Donau-Ries | Kathrein-Werke KG

Kathrein-Schließung: Zweite Kündigungswelle folgt Ende April

Regionalmanager Heininger, Landrat Rößle und Staatssekretär Hintersberger. Foto: Simon Kapfer (LRA Donau-Ries)

Die 30 Auszubildenden bei Kathrein konnten bereits erfolgreich untergebracht werden. Auch einige ehemalige Kathrein-Mitarbeiter haben bereits eine neue Anstellung gefunden. Doch zum 30. April folgt die zweite Entlassungswelle und damit beginnt für viele Kathrein-Mitarbeiter die Arbeitssuche.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Kürzlich fand eine Gesprächsrunde zum Thema Werksschließlung Kathrein aus Nördlingen statt. Landrat Stefan Rößle hatte dazu eingeladen, um den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zu besprechen. Unter anderem wurde thematisiert, dass zum 30. April die zweite Kündigungswelle ansteht.

Alle 30 Kathrein-Azubis sind neu untergebracht

Am 20. Dezember 2015 ist die erste Kündigungswelle in Kraft getreten. Von den entlassenen Kathrein-Mitarbeitern haben schon einige eine neue Arbeitsstelle gefunden. Erich Schmidt, Geschäftsführer von Kathrein in Nördlingen, betonte, dass bereits in den ersten vier Wochen nach Bekanntgabe der Werksschließung alle 30 Auszubildenden untergebracht werden konnten. Trotz allem suchen noch einige der ehemaligen Kathrein-Mitarbeiter eine neue Stelle. Nun steht am 30. April die zweite Phase der Entlassungen bevor.

„Der Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries ist sehr stark“

Andreas Vaerst, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, und der operative Geschäftsführer Werner Möritz ergänzten die Ausführungen. Die Arbeitsagentur bemüht sich, um den Betroffenen zu einer Anschlussbeschäftigung zu verhelfen. Zwischenzeitlich seien mit allen Mitarbeitern vor Ort im Werk Gespräche geführt worden. Hierbei konnten auch schon einige Erfolge erzielt werden. Zum Beispiel wurden alle Auszubildenden mit einer neuen Stelle versorgt. Außerdem konnten etliche Mitarbeiter durch die erste Jobbörse Anfang Dezember 2015 in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. „Der Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries ist sehr stark und bietet daher beste Voraussetzungen, die Werksschließung mittelfristig auffangen zu können“, ist Vaerst überzeugt.

Wer war am Gespräch beteiligt?

Zum Gespräch waren neben der Agentur für Arbeit auch Landrat Stefan Rößle, der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange und er Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler vor Ort. Außerdem waren Oberbürgermeister Hermann Faul, Bezirksrat Peter Schiele sowie Vertreter von IHK, HWK und Kreishandwerkerschaft Nordschwaben am Gespräch beteiligt. Zusätzlich kam der Bayerische Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger zum Gespräch, um sich über die aktuelle Lage zu informieren.

Hintersberger sagt Unterstützung zu

Staatssekretär Hintersberger lobte das große Engagement vor Ort sowie die schnelle und effiziente Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Landkreis. „Mein Ministerium steht in engem Kontakt mit der Agentur für Arbeit, um alle Möglichkeiten der Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen des Arbeitsmarktfonds oder des Europäischen Sozialfonds auszuloten“, so Hintersberger.

Nächste Jobbörse am 17. März

Landrat Stefan Rößle meinte, dass weiterhin alles dafür getan werden müsse, um auch unqualifizierten Arbeitskräften neue Perspektiven in der Region aufzuzeigen. Daher begrüßt er auch ausdrücklich die von Regionalmanager Klemens Heininger organisierten Jobbörsen. Eine Neuauflage ist geplant und findet am Donnerstag, 17. März, von 12 bis 16 Uhr im Technologie Centrum Westbayern in Nördlingen statt. Unternehmen können sich dort präsentieren und Kontakt zu neuen Fachkräften suchen.

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