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Donau Ries sucht „weißen Flecken“ der Mobilfunkversorgung
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Digitalisierung

Donau Ries sucht „weißen Flecken“ der Mobilfunkversorgung

Der Landrat des Donau-Ries, Stefan Rößle. Foto: Landratsamt Donau-Ries

Im Landkreis Donau-Ries wurde im August 2021 eine landkreisweite Mobilfunkmessung durchgeführt, um unterversorgte Gebiete, sogenannte „weiße“ Flecken in der Mobilfunkabdeckung zu überprüfen und staatliche Fördermöglichkeiten für die Lückenschließung zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Messungen und welche politischen Hindernisse der flächendeckende Ausbau des Mobilfunknetztes mit sich bringt.

Die Ergebnisse liegen nun vor und wurden in einer Veranstaltung im Landratsamt den Städten und Gemeinden vorgestellt. Mit der Erfassung der Mobilfunkmessung nimmt der Landkreis eine Vorreiterrolle im Regierungsbezirk Schwaben ein.

 

Die tatsächliche Versorgung ist geringer als von den Anbietern prognostiziert

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Zum ersten Mal wurde die tatsächliche Mobilfunkversorgung der einzelnen Mobilfunkanbieter eines Landkreises erfasst und damit eine objektive Datengrundlage zur tatsächlichen Abdeckung geschaffen. Bisher arbeitete man in diesem Prozess mit Abdeckungsdaten der Bundesnetzagentur. Diese basieren aber auf einer rein rechnerischen Versorgungssimulation der Mobilfunkanbieter. Eine Messbefahrung dagegen berücksichtigt zum Beispiel auch topographischen Gegebenheiten, was dann auch erklärt, warum die tatsächliche Versorgung sehr oft hinter der prognostizierten Versorgung der Anbieter zurückbleibt und damit dann in der Schlussfolgerung auch weitaus mehr Gebiete als förderfähig gelten müssten. Eine Förderung ist nur für die „weißen“ Flecken vorgesehen. Für den Landkreis sind die Messergebnisse damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zukunftsfesten Telekommunikationsinfrastruktur.

 

Was wurde genau gemessen?

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Die Befahrung mit hochpräzisen Mess-Systemen durch die Firma Viridas erfolgte auf über 90 Prozent der öffentlich befahrbaren Straßen im Landkreis. Gemessen wurde die Empfangsleistung in den gängigen Technologien und je Anbieter. Ausgewertet wurden die Messdaten durch die Firma Geodata GmbH, die auch die unterversorgten Gebiete so priorisierte, dass einer fehlenden Bevölkerungsabdeckung in Wohngebieten die höchste Priorität zugewiesen wurde gegenüber einer Versorgung von Bundes- und Landstraßen. Im Ergebnis wurde in Abdeckungskarten der unterschiedliche Grad der Versorgung priorisiert dargestellt.

 

 Ein Blick in die Ergebnisse

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 Die Versorgungsquote 4 G aller Anbieternetze unabhängig vom Betreiber liegt im Landkreis nach den Grenzwerten der Bundesnetzagentur (BNetzA) bei 96 Prozent. Dies ist aus Bürgersicht nicht unbedingt zufriedenstellend, da eine flächendeckende Versorgung durch nur einen Anbieter im Landkreis eben nicht gewährleistet ist. Die Versorgungslücken im Bereich 4 G sind bei den Anbietern unterschiedlich: Telekom deckt 93 Prozent ab, Telefónica 88 Prozent und Vodafon 86 Prozent. Im Bereich 5 G konnte eine Gesamt- Versorgungsquote im Landkreis von 61 Prozent nachgewiesen werden, aber auch hier mit sehr differenzierten Abdeckungsquoten durch die einzelnen Anbieter: Telekom 48 Prozent, Vodafon 30 Prozent und Telefónica null Prozent.

 

Doppelt so viele „weiße Flecken“ wie erwartet

 Wesentliches Ziel der Messung war der Nachweis von unterversorgten „weißen“ Flecken. Hier konnten durch die Messung fast doppelt so viele „weiße“ Flecken in der Kategorie bebaute Fläche ermittelt werden, als bisher in den Abdeckungskarten der BNetzA gelistet waren. Bisher bekannt waren 121 und durch die Messung identifiziert wurden 214. Ein ähnliches Bild ergab sich in der Kategorie Land-Kreis- und Gemeindestraßen: 381 bisher erfasste und 553 in der Messung nachgewiesene „weiße“ Flecken. Den Kommunen wurde ausführliches Kartenmaterial mit den Messergebnissen zur tatsächlichen Versorgungssituation übergeben.

 

Unterversorgte Gebiete werden nicht anerkannt

Um möglichst schnell die ermittelten Messergebnisse in Wert zu setzen, war im zweiten Teil der Veranstaltung die neu gegründete Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (Mig) eingeladen, Wege zur Nutzung der Förderung aufzuzeigen. Die Mig wurde 2020 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gegründet und großzügig mit Fördermitteln ausgestattet, um Kommunen bei der Schließung von Funklöchern zu entlasten. Die dargebotenen Informationen zur Nutzung des Förderprogramms waren aber für die Teilnehmer ernüchternd: die Mig wird auch zukünftig nur „weiße“ Flecken bearbeiten, die rechnerisch durch die Netzbetreiber ausgewiesen wurden. Dies bedeutet de facto eine Nichtanerkennung der neu ermittelten unterversorgten Gebiete im Landkreis.

 

Der Landrat zeigt sich enttäuscht

Auch wird die Reihenfolge in der Abarbeitung der „weißen“ Flecken nach Mig-eigener und nicht öffentlicher Priorisierung vorgenommen. Es gab auch keine Auskunft dazu, wann „weiße“ Flecken im Landkreis Donau-Ries von der MIG bearbeitet werden. Landrat Stefan Rößle zeigte sich enttäuscht ob dieses Vorgehens: „Das ist nicht das Ergebnis, das wir uns erwartet haben! So klappt es nicht mit einem schnellen 5 G Ausbau im Landkreis“.

 

Dies sind die nächsten Schritte

 „Mit der Mobilfunkmessung konnten wir klare Daten für die Region gewinnen. Damit haben wir die Möglichkeit, jetzt mit den Mobilfunkanbietern über den weiteren Netzausbau zu verhandeln“ beschreibt die Koordinatorin für Digitalisierung Dr. Gabriele Theiler aus dem Landratsamt Donau-Ries, Stabsstelle Kreisentwicklung das geplante weitere Vorgehen. Sie schlägt vor, nicht nur aktiv auf Netzbetreiber, sondern auch auf Tower Companys und das Bayerische Mobilfunkzentrum zuzugehen. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Mig soll weiterverfolgt werden, auch wenn es schwer sein wird, eine Änderung in deren Priorisierung zu erzielen. Die Kommunen können die Daten auch als Grundlage für den Einstieg ins Bayerische Mobilfunkförderprogramm nutzen, das viel Geld für das Stopfen von Funklöchern in Aussicht gestellt hat.

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