Interview

Deshalb hat die Raumschmiede GmbH von Corona profitiert

Die Corona-Krise bringt die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben zum Straucheln. Doch die Raumschmiede GmbH aus Genderkingen im Donau-Ries verzeichnete ein großes Umsatz Plus. Trotz, oder gerade wegen Corona. Im Interview erklärt Jürgen Schuster, Geschäftsführer der Raumschmiede GmbH, jetzt die Gründe dafür.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie stark sind Ihre Umsätze trotz Corona gestiegen? 

Jürgen Schuster: Alle drei Online-Shops der Raumschmiede GmbH haben sehr stark von den durch die Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen profitiert.  Garten-und-Freizeit.de konnte seinen Umsatz in den ohnehin verkaufsstarken Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln. Betten.de steigerte in diesen Monaten seine Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr im hohen zweistelligen Bereich und unser neuester Shop Piolo.de hat seine Umsätze gegenüber demselben Zeitraum 2019 vervierfacht. 

Ist dieser Trend noch immer anhaltend?

Mittlerweile hat sich das Bestellaufkommen wieder auf den prognostizierten Rahmen für den Sommer normalisiert. Insgesamt stieg der Gesamtumsatz der Raumschmiede GmbH seit Jahresbeginn aber um rund 50 Prozent. 

Hat Ihre gesamte Branche den gleichen Effekt erlebt?

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Ja, der gesamte Onlinehandel mit Einrichtungsgegenständen und Gartenartikeln hat vor allem im zweiten Quartal 2020 durch Corona einen massiven Schub erhalten. 

Wie hat sich Raumschmiede fit für Corona gemacht?

Als Online-Spezialist mit mehreren Standorten in verschiedenen Ländern war und ist die digitale Vernetzung aller Abläufe schon immer ein integraler und selbstverständlicher Teil unseres Geschäftsalltags. Entsprechend war die Umstellung auf Home Office für unsere Büromitarbeiter kein Thema. Wir konnten alle entsprechenden Vorgänge problemlos binnen kürzester Zeit und ohne großen Aufwand auf Heimarbeit umstellen. 

Wie funktionierte es in Bereichen, die nicht ins Home-Office wechseln konnten?

In Bereichen, in denen physische Anwesenheit nötig ist, etwa Logistik oder stationärer Verkauf, waren die Anpassungsmaßnahmen deutlich aufwändiger. Wir haben für unsere Niederlassungen jeweils individuelle Hygienekonzepte entwickelt. Hierbei mussten neben Abstandsregelungen und Maskenpflicht auch bauliche Veränderungen und umfassende Desinfektionsmaßnahmen schnellstmöglich geplant und umgesetzt werden. 

Wie ist Raumschmiede mit Corona-Einschränkungen umgegangen?

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Das Thema hatte und hat bei uns oberste Priorität. Wir müssen als Unternehmen natürlich primär unseren Betrieb aufrechterhalten. Aber es war vom ersten Moment an selbstverständlich, dass es dabei keine Kompromisse bezüglich der Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden geben darf. Alle Corona-Maßnahmen waren daher von Anfang darauf ausgelegt, sowohl unser Geschäft als auch alle daran beteiligten Menschen bestmöglich zu schützen. Hierzu sind unsere Hygienekonzepte in Teilen anspruchsvoller und aufwändiger als formell nötig wäre.

Blick in die Glaskugel: Wie wird es bis Jahresende laufen?

Wir gingen auch vor Corona für das zweite Halbjahr 2020 von Umsatzzuwächsen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum aus. An dieser Prognose hat sich nichts geändert. Aber der Pandemie-Boom an sich ist vorbei. Generell lässt sich sagen, dass durch Corona eine sprunghafte Entwicklung des Online-Handels ausgelöst wurde. Den jetzt etablierten Stand hätten wir normalerweise erst in zwei bis drei Jahren erreicht.

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