Interview

Das hat der neue Hama-Geschäftsführer vor

„Anpassung ist der Baustein für den Erfolg für morgen“ – das ist das erste Fazit des neuen Geschäftsführers von Hama, Christian Sokcevic. Im Interview erklärt er jetzt, wohin er Hama künftig lenken möchte und wie Corona das Unternehmen beeinflusst hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Sokcevic, Sie sind der neue Geschäftsführer von Hama, vorher arbeiteten Sie bei Panasonic. Wie kam es zu Ihrem Wechsel nach Monheim?

Christian Sokcevic: Ich war 19 Jahre bei Panasonic. Zuletzt als Geschäftsführer für den Consumer Electronics Bereich für die Regionen Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande. Der Wunsch nach Veränderung brachte mich zu Hama. Denn hier habe ich die Möglichkeit direkt an der Spitze zu sitzen und das Unternehmen aktiv mitzusteuern.   

Wie war Ihr Einstieg in die Hama-Geschäftsführung?  

Bislang wurde Hama von Christoph Thomas und Rudolf Hanke geführt. Herr Hanke hat dann zum 80. Geburtstag die Geschäftsführerposition abgegeben. Mein Einstieg war also auch eine Nachbesetzung.  Der Wunsch von Christoph Thomas, war es, einen weiteren Geschäftsführer zu bestellen, der über einen längeren Zeitraum noch aktiv ist. Als ich zu Hama gekommen bin, war ich 43 Jahre alt, das ist zwei Jahre her. Ich denke, es ist der Wunsch eines jeden eigentümergeführten Unternehmens, sicherzustellen, dass eine entsprechende Konstante beibehalten wird und, dass eine Berufung nicht nur ein Assignement für vier oder fünf Jahre ist. Ich bin jetzt 45 Jahre alt und habe ich noch viele Berufsjahre vor mir, die ich gerne mit und für Hama einbringen möchte.

Die Verantwortungsbereiche wurden mit Ihrer Berufung neu verteilt. Für was sind Sie künftig zuständig?

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Die Aufteilung in der Geschäftsführung zwischen Christoph Thomas und mir ist strukturell getrennt. Christoph Thomas verantwortet die verwaltungsnahen Unternehmensbereiche, zum Beispiel Finanzen, Personal, IT und Logistik. Ich selbst bin verantwortlich für die Unternehmensbereiche in der Vermarktung. Das sind Unternehmenszweige wie Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und unser Distributionsgeschäft. Operativ sind wir aber grundsätzlich in allen Schlüsselthemen über alle Bereiche hinweg gemeinsam involviert. 

Wohin soll Hama sich in nächster Zeit entwickeln?   

Die bisherige Geschäftspolitik von Hama ist stark auf nachhaltigem Wachstum und dem Erhalt des Unternehmens ausgerichtet. Deswegen verfolgen wir grundsätzlich zwei wesentliche Geschäftsmodelle. Einerseits sind wir Hersteller und bieten dem Kunden ein Warenangebot von 18.000 Artikeln an. Außerdem agieren wir als Dienstleister und vertreiben Produkte anderer Hersteller. Die Kombination des eigenen Warenangebots und der Distributionsmarken eröffnet dem Handel ein spezielles Markenportfolio. Dieses soll dann wiederum auf der Fläche die Attraktivität für den Kunden steigern und die Frequenz auf dem Markt erhöhen. Dafür sehe ich viel Potential. Unser Ziel ist es nach wie vor nachhaltig wachsen zu wollen. Meiner Meinung nach werden für die Zukunft aber Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit Bausteine für den Erfolg von Morgen sein.

Derzeit ist die wirtschaftliche Situation wegen Corona alles andere als einfach. Wie geht Hama damit um?

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Die Herausforderungen sind grundsätzlich gleichgeblieben. Als Unternehmen sind wir täglich damit konfrontiert unsere Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten und das Geschäft weiter auszubauen. Was sich während Corona aber ganz klar geändert hat, ist der Aufwand in der Kommunikation. Intern, als auch extern. Angesichts der Pandemie mussten wir schnell in neuen Arbeitszeitmodellen denken, um die Betriebssicherheit sicherzustellen. Wir haben hier in Monheim am Standort knapp 1.500 Beschäftigte und man kann sich vorstellen, dass das für uns verheerende Folgen hätte, wenn der Großteil davon in Quarantäne geschickt werden müsste. Der Schutz unserer Mitarbeiter hatte für uns oberste Priorität. Wirtschaftlich gesehen hat der verordnete Lockdown uns gezwungen, Kurzarbeit anzumelden. Es war auch ein sehr großer Teil unserer Absatzmärkte geschlossen. Rückblickend war das eine Belastung für uns alle, für Mitarbeiter und auch für die Geschäftsleitung. Aber insgesamt ist das mit großem Verständnis mitgetragen worden. Dafür sind wir als Geschäftsleitung sehr dankbar und freuen uns gemeinsam mit unserer Belegschaft, dass die Auftragslage derzeit sehr gut ist, wir daher seit Juli die Kurzarbeit ausgesetzt haben und die Arbeitszeiten überwiegend auf Normalniveau sind. Das gilt aus heutiger Sicht bis einschließlich September, danach müssen wir auf die dann vorherrschende Situation reagieren. 

Was bedeutet die Berufung für Ihren ganz persönlichen Werdegang?    

In der beruflichen Laufbahn habe ich immer danach gestrebt, Geschäftsfelder nachhaltig zu entwickeln und zu gestalten. Ich habe mich in einer aktiven Rolle gesehen, um offene Potentiale zu nutzen. Kurzfristige Erfolge sind natürlich für das operative Geschäft wichtig. Letztlich wollen auch die Rechnungen bezahlt werden. In der Regel sind das aber auch die Ergebnisse der getroffenen Entscheidungen. Also die Entscheidungen, die Es ermöglichen, notwendige Ressourcen zu schaffen und Mitarbeiter zu entwickeln. Für mich ist es eine sehr gute Ausgangslage, mit den Kollegen von der Geschäftsleitung an den Potentialen und Herausforderungen zu arbeiten. Und das finde ich eine sehr spannende Aufgabe, auf die ich mehr sehr freue.

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Christian Sokcevic: Ich war 19 Jahre bei Panasonic. Zuletzt als Geschäftsführer für den Consumer Electronics Bereich für die Regionen Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande. Der Wunsch nach Veränderung brachte mich zu Hama. Denn hier habe ich die Möglichkeit direkt an der Spitze zu sitzen und das Unternehmen aktiv mitzusteuern.   

Wie war Ihr Einstieg in die Hama-Geschäftsführung?  

Bislang wurde Hama von Christoph Thomas und Rudolf Hanke geführt. Herr Hanke hat dann zum 80. Geburtstag die Geschäftsführerposition abgegeben. Mein Einstieg war also auch eine Nachbesetzung.  Der Wunsch von Christoph Thomas, war es, einen weiteren Geschäftsführer zu bestellen, der über einen längeren Zeitraum noch aktiv ist. Als ich zu Hama gekommen bin, war ich 43 Jahre alt, das ist zwei Jahre her. Ich denke, es ist der Wunsch eines jeden eigentümergeführten Unternehmens, sicherzustellen, dass eine entsprechende Konstante beibehalten wird und, dass eine Berufung nicht nur ein Assignement für vier oder fünf Jahre ist. Ich bin jetzt 45 Jahre alt und habe ich noch viele Berufsjahre vor mir, die ich gerne mit und für Hama einbringen möchte.

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Wohin soll Hama sich in nächster Zeit entwickeln?   

Die bisherige Geschäftspolitik von Hama ist stark auf nachhaltigem Wachstum und dem Erhalt des Unternehmens ausgerichtet. Deswegen verfolgen wir grundsätzlich zwei wesentliche Geschäftsmodelle. Einerseits sind wir Hersteller und bieten dem Kunden ein Warenangebot von 18.000 Artikeln an. Außerdem agieren wir als Dienstleister und vertreiben Produkte anderer Hersteller. Die Kombination des eigenen Warenangebots und der Distributionsmarken eröffnet dem Handel ein spezielles Markenportfolio. Dieses soll dann wiederum auf der Fläche die Attraktivität für den Kunden steigern und die Frequenz auf dem Markt erhöhen. Dafür sehe ich viel Potential. Unser Ziel ist es nach wie vor nachhaltig wachsen zu wollen. Meiner Meinung nach werden für die Zukunft aber Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit Bausteine für den Erfolg von Morgen sein.

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Was bedeutet die Berufung für Ihren ganz persönlichen Werdegang?    

In der beruflichen Laufbahn habe ich immer danach gestrebt, Geschäftsfelder nachhaltig zu entwickeln und zu gestalten. Ich habe mich in einer aktiven Rolle gesehen, um offene Potentiale zu nutzen. Kurzfristige Erfolge sind natürlich für das operative Geschäft wichtig. Letztlich wollen auch die Rechnungen bezahlt werden. In der Regel sind das aber auch die Ergebnisse der getroffenen Entscheidungen. Also die Entscheidungen, die Es ermöglichen, notwendige Ressourcen zu schaffen und Mitarbeiter zu entwickeln. Für mich ist es eine sehr gute Ausgangslage, mit den Kollegen von der Geschäftsleitung an den Potentialen und Herausforderungen zu arbeiten. Und das finde ich eine sehr spannende Aufgabe, auf die ich mehr sehr freue.

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