Datenschutz

BVMW informiert bei Grenzebach über Datenschutz

Im Fokus der aktuellen Veranstaltung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft bei Grenzebach im Donau-Ries stand die DSGVO. Besonders das Thema Abmahnungen sorgt bei den Unternehmern für Unsicherheit.

Der Mittelstand wirkt nicht nur in den Großstädten, sondern auch auf dem Land. Deswegen war der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit einer Veranstaltung nun in Hamlar, im Donau-Ries, bei dem Technologieführer Grenzebach Maschinenbau GmbH zu Gast.

BVMW möchte über DSGVO aufklären

Am 25. Mai 2018 trat die EU-Datenschutzgrundverordnung – kurz DSGVO – in Kraft. Doch nach wie vor gibt es ungeklärte Fragen bei Unternehmen und Website-Betreiber. Daher gab es auf der Veranstaltung mit Workshop-Charakter des BVMW Tipps, die viel Ärger ersparen sollen.

Denn nicht nur der Austausch von Visitenkarten unterliegt Regeln, auch viele andere Unternehmens-Belange und -Websites oder Onlineshops müssen den Anforderungen der DSGVO genügen. Und ohne die Verarbeitung personenbezogener Daten, also Informationen jeglicher Art, die sich auf eine zumindest theoretisch identifizierbare natürliche Person beziehen, lässt sich kein Unternehmen datenschutzgerecht betreiben.

Zwei Jahre Zeit zu aktualisieren

„Es bedarf immer eines Blickes ins Verborgene, um Veränderung wirksam für Menschen, Teams oder Organisationen zu gestalten“, so Michael Heilig vom BVMW. Unternehmen haben seit Anbeginn der Verordnung maximal zwei Jahre Zeit, um ihre Organisationen und Prozesse der neuen Rechtslage anzupassen. Allerdings sieht die DSGVO auch eine Meldepflicht vor: Ein Verlust personenbezogener Daten muss innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden.

Offene Fragen sollten beantwortet werden

Und nun, fast ein Jahr nach dem Inkrafttreten, besteht noch immer eine große Unsicherheit bei den Unternehmensentscheidern: Während der Veranstaltung standen noch unbeantwortete Fragen im Raum, wie beispielsweise „Wurden bereits viele Unternehmen abgemahnt?“ oder „Hat unser Betrieb alles richtig gemacht, um beim Thema DSGVO rechtsicher zu sein?“. Wer zum Beispiel seine Website im Zuge der Neuregelung des Datenschutzrechts noch nicht aktualisiert hat, muss damit rechnen, von Mitbewerbern abgemahnt zu werden.

Laut einer Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) steht fest: 5 Prozent aller Digitalunternehmen haben bereits eine Abmahnung erhalten, 28 Prozent rechnen noch immer damit. 43 Prozent der Digitalfirmen haben der Umfrage zufolge ihre digitalen Aktivitäten wegen der DSGVO sogar eingeschränkt.

Datenschutz ist Chefsache

Die Informationsveranstaltung bei Grenzebach sollte außerdem zeigen, dass das Thema „Datenschutz“ nun Chefsache im deutschen Mittelstand geworden ist. Der Grund dafür ist simpel: Verstöße gegen die DSGVO können mit maximal zwei bis vier Prozent des weltweiten Unternehmensumsatzes beziehungsweise 10 bis 20 Millionen Euro bestraft werden. 

Praxisnahe Vorträge

Nicht ganz 100 angemeldete Unternehmer diskutierten so an diesem Abend bei Grenzebach. Fast ein Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung ist die befürchtete Abmahnwelle allerdings noch eingetreten. Zusammen mit dem Kooperationspartner Telekom, deren Daten in Rechenzentren gehostet werden, wurden praxisnahe Beispiele aus verschiedenen Unternehmen präsentiert und auch der Fachvortrag aus dem Hause Data Guard stellte Situationen aus dem Unternehmensalltag vor.

Klar herausgestellt wurde auch, dass der Durchgriff der Behörden gerade für Vereine und ehrenamtliche Organisationen mit viel Fingerspitzengefühl erfolgt und hier mehr Hilfestellung gegeben wird, als dass eine Abmahnung droht.

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