Interview

Auf diese Mobilitätskonzepte setzt die Nördlinger Kiel Group

Der kaufmännische Geschäftsführer der Kiel Group in Nördlingen, Stephan Stieglauer. Foto: Kiel Group
Es ist ein besonderes Jahr für das nordschwäbische Unternehmen. Zum einen steht eine Umfirmierung an. Zum anderen stellt der Markt neue Herausforderungen an das Unternehmen. Im Interview erklärt der kaufmännische Geschäftsführer Stephan Stieglauer, wie die Kiel Group in diesen anspruchsvollen Zeiten agieren will.

B4BSCHWABEN.de: Herr Stieglauer, kürzlich wurde bekannt, dass Kiel plant, eine Holding zu gründen. Was versprechen Sie sich von der Umfirmierung?

Stephan Stieglauer: Mit der Änderung unserer Firmenstruktur stärken wir unsere Marktposition im internationalen Kontext. Mit 13 Standorten rund um den Globus können wir unseren Kunden als weltweit dieselbe Qualität von Produkten und Service bieten. Die Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen, indem wir frühzeitig die weltweite Expansion und den Aufbau eines internationalen Netzwerks vorangetrieben haben.


Wird es auch interne Änderungen geben?

Allerdings. Intern verschafft uns die neue Struktur die Möglichkeit, Prozesse unternehmensweit zu vereinheitlichen und zu vereinfachen und Synergien marktübergreifend besser zu nutzen. Kiel wird künftig vernetzter und noch agiler arbeiten.

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Vor welchen Herausforderungen stehen Sie aktuell produktseitig?

Unsere Gesellschaft wird immer mobiler und stellt immer höhere Anforderungen an ihre Verkehrsmittel. Wir verstehen uns als wichtigen Player, der diesen extrem dynamischen Markt maßgeblich mitgestaltet und schon heute die Antworten auf die Mobilitätsfragen von morgen liefert. Gefragt sind hier vor allem intelligente Lösungen, die dem Fahrgast Privatsphäre, Digitalisierung und Komfort bieten.


Eine generelle Herausforderung unserer Zeit ist auch das Thema „Klimaschutz“. Welchen Beitrag leistet hier die Kiel Group?

Wir begrüßen es sehr, dass die Sensibilität für diese Themen immer weiter steigt, und wollen unserer Verantwortung gerecht werden. Wir nutzen Materialien, die in Herstellung und Recycling umweltfreundlich, vollständig recycelbar sind und zudem immer leichter werden, um Kraftstoff zu sparen und damit den CO2-Ausstoß zu minimieren – etwa Carbon-Komposite oder Geflechte in Aluminiumrahmen. Eine entsprechende Rückenlehnenkonzeption ist für Frühjahr 2023 geplant. Zudem setzen wir Materialien ein, die bis zu 100 Prozent recycelbar sind. Bereits bei der Konstruktion eines Sitzes trennen wir die Komponenten so, dass sie optimal recycelt werden können. Das sind Argumente, die auch für unsere Kunden immer wichtiger werden. Unseren eigenen CO2-Ausstoß verringern wir schon heute durch Maßnahmen wie zum Beispiel die Wärmerückgewinnung in unseren Produktionsanlagen und den Einsatz von 100 Prozent erneuerbaren Energien.

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Wie planen Sie, diese beiden Herausforderungen – und das was noch kommen mag – künftig zu meistern?

Wir blicken optimistisch nach vorne. In den letzten Monaten konnten wir einige große internationale Aufträge verzeichnen, so dass wir für die kommenden Jahre mit einer merklichen Umsatzerholung rechnen. Dazu kommt: Die Themen Gewicht und optimales Nutzen von vorhandenem Platz, an denen wir derzeit intensiv arbeiten, treiben alle Verkehrsmittel um: Bus, Zug, aber auch Flugverkehr und autonom fahrende Verkehrsmittel, wie auch immer diese beschaffen sind. Wir sind überzeugt, dass wir durch unser Know-how aus dem Bereich Bus und Bahn Synergieeffekte nutzen können und damit auch in Bereichen, in denen Kiel bisher noch nicht vertreten war, einen Wettbewerbsvorsprung haben. Zudem arbeiten wir mit jungen Forschungsgruppen an Projekten zusammen, um die kommenden Generationen besser zu verstehen, aber auch mitwirken zu lassen. Wir drücken das auch mit unserer neuen Unternehmen-Kampagne und dem Claim „Inspired by the Next Generation“ aus.


Stephan Stieglauer ist der kaufmännische Geschäftsführer der Kiel Group aus Nördlingen. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Sitzen für die Fahrgäste von Bussen und Zügen spezialisiert. Bekannte Kunden sind unter anderem MAN, Siemens oder Bombardier. Die Kiel Group wurde 1945 gegründet und ist zwischenzeitlich an 13 Standorten auf der ganzen Welt, etwa in China, der Türkei und in den Niederlanden, aktiv.

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Stephan Stieglauer: Mit der Änderung unserer Firmenstruktur stärken wir unsere Marktposition im internationalen Kontext. Mit 13 Standorten rund um den Globus können wir unseren Kunden als weltweit dieselbe Qualität von Produkten und Service bieten. Die Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen, indem wir frühzeitig die weltweite Expansion und den Aufbau eines internationalen Netzwerks vorangetrieben haben.


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Wir begrüßen es sehr, dass die Sensibilität für diese Themen immer weiter steigt, und wollen unserer Verantwortung gerecht werden. Wir nutzen Materialien, die in Herstellung und Recycling umweltfreundlich, vollständig recycelbar sind und zudem immer leichter werden, um Kraftstoff zu sparen und damit den CO2-Ausstoß zu minimieren – etwa Carbon-Komposite oder Geflechte in Aluminiumrahmen. Eine entsprechende Rückenlehnenkonzeption ist für Frühjahr 2023 geplant. Zudem setzen wir Materialien ein, die bis zu 100 Prozent recycelbar sind. Bereits bei der Konstruktion eines Sitzes trennen wir die Komponenten so, dass sie optimal recycelt werden können. Das sind Argumente, die auch für unsere Kunden immer wichtiger werden. Unseren eigenen CO2-Ausstoß verringern wir schon heute durch Maßnahmen wie zum Beispiel die Wärmerückgewinnung in unseren Produktionsanlagen und den Einsatz von 100 Prozent erneuerbaren Energien.

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Wir blicken optimistisch nach vorne. In den letzten Monaten konnten wir einige große internationale Aufträge verzeichnen, so dass wir für die kommenden Jahre mit einer merklichen Umsatzerholung rechnen. Dazu kommt: Die Themen Gewicht und optimales Nutzen von vorhandenem Platz, an denen wir derzeit intensiv arbeiten, treiben alle Verkehrsmittel um: Bus, Zug, aber auch Flugverkehr und autonom fahrende Verkehrsmittel, wie auch immer diese beschaffen sind. Wir sind überzeugt, dass wir durch unser Know-how aus dem Bereich Bus und Bahn Synergieeffekte nutzen können und damit auch in Bereichen, in denen Kiel bisher noch nicht vertreten war, einen Wettbewerbsvorsprung haben. Zudem arbeiten wir mit jungen Forschungsgruppen an Projekten zusammen, um die kommenden Generationen besser zu verstehen, aber auch mitwirken zu lassen. Wir drücken das auch mit unserer neuen Unternehmen-Kampagne und dem Claim „Inspired by the Next Generation“ aus.


Stephan Stieglauer ist der kaufmännische Geschäftsführer der Kiel Group aus Nördlingen. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Sitzen für die Fahrgäste von Bussen und Zügen spezialisiert. Bekannte Kunden sind unter anderem MAN, Siemens oder Bombardier. Die Kiel Group wurde 1945 gegründet und ist zwischenzeitlich an 13 Standorten auf der ganzen Welt, etwa in China, der Türkei und in den Niederlanden, aktiv.

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