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Papilio e.V.: Augsburger Sucht- und Gewaltpräventions-Programm wird international
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Papilio e.V.

Papilio e.V.: Augsburger Sucht- und Gewaltpräventions-Programm wird international

 Papilio-Zertifizierung in Augsburg. Foto: Papilio e.V.

Das Augsburger Sucht- und Gewaltpräventions-Programm Papilio ist auch über die Ländergrenzen hinaus erfolgreich im Einsatz. „Ich habe lange gesucht und mit Papilio das richtige Präventionsprogramm für Finnland gefunden“, sagt Iiris Björnberg. Sie ist die Initiatorin, die das Augsburger Programm nach Finnland holte.

Papilio ist ein Augsburger Verein, der sich für Sucht- und Gewaltprävention in Kindergärten einsetzt. Der Erfolg von Papilio spricht für sich, denn seit Kurzem hat die Initiative aus der Fuggerstadt starke Befürworter in Finnland gefunden. Iiris Björnberg holte das  Sucht- und Gewaltpräventions-Programm nach Finnland. Die Sozialpsychologien weiß: „Die Finnen sprechen wenig über Gefühle.“ Und das soll sich ändern. Die Pilotphase von Papilio in finnischen Kindergärten hat bereits begonnen. Begleitet wird die Einführung zusätzlich von zwei Universitäten.

Schon im Kindergartenalter ist Sucht- und Gewaltprävention ein wichtiges Thema

Das Sucht- und Gewaltpräventions-Programm steigert nachweislich die sozial-emotionalen Kompetenzen bei Kindern. Es reduziert erste Verhaltensauffälligkeiten und beugt dadurch Sucht- und Gewaltentwicklungen vor. Das Programm von Papilio wird gezielt in Kindergärten eingesetzt. Kinder in diesem Alter erwerben ihre sozial-emotionalen Kompetenzen, die wichtig sind für einen späteren Schutz vor Sucht und Gewalt. Papilio setzt dabei auf das spielerische Lernen relevanter Basiskompetenzen. „Obwohl Finnland in Pisa-Studien Spitzenresultate erzielt, mangelt es finnischen Kindern und Jugendlichen oft an sozial-emotionalen Kompetenzen. Deshalb brauchen wir hier in Finnland dringend Papilio“, so Iiris Björnberg. 2009 erfuhr sie von dem Programm aus Augsburg, als sie zu Forschungszwecken an der FU Berlin war.

Finnische Kindergartenkinder lernen das Augsburger Papilio-Programm kennen

Iiris Björnberg ließ sich zur Papilio-Trainerin ausbilden. Sie erhielt dafür die Unterstützung des finnischen Bildungs- und Kulturministeriums sowie von verschiedenen Stiftungen und anderen Sponsoren. Sie alle sind davon überzeugt, dass Kinder frühzeitig in ihren sozial-emotionalen Kompetenzen gefördert werden sollten. Um Papilio in einer Einrichtung umzusetzen, durchlaufen die Kita-Fachkräfte eine Fortbildung. Daraufhin wird das Programm in den jeweiligen Kindergarten-Gruppen eingeführt. Ab dann zählt es zum alltäglichen Bestandteil des Kindergartenalltags. Zusammen mit Heidrun Mayer, geschäftsführende erste Vorsitzende von Papilio e.V., hat Iiris Björnberg im Juni mit der Fortbildung der ersten 16 Erzieherinnen aus zwei Kitas in Jyväskylä begonnen. Sie waren durchweg begeistert. „Wir bekommen mit Papilio ein Programm an die Hand, das wissenschaftlich nachgewiesen und in der Praxis einfach umzusetzen ist“, sagt Saija Riihinen, die Leiterin des Huhtasuo Kindergartens. Die Fortbildung weiterer Gruppen beginnt im August. Im Herbst werden dann auch Fachkräfte in Rauma und Uusikaupunki ausgebildet. Ziel ist es, 2015 in fünf Kindergärten alle Erzieherinnen in Papilio fortzubilden. Während der Pilotphase werden auch kulturelle Unterschiede beobachtet, sodass das Programm für Finnland gegebenenfalls angepasst werden kann. „Die Fortbildungstage in Finnland waren auch für mich sehr lehrreich, da ich viel von der finnischen Kultur gelernt habe und wie Fachkräfte dort in Kitas arbeiten“, so Heidrun Mayer. Sie wird während der Pilotphase auch zusammen mit Iiris Björnberg in den Kitas hospitieren. „Die Qualitätssicherung spielt bei Papilio eine ganz wichtige Rolle“, so Heidrun Mayer.

Papilio baut seinen Erfolg in Bayerisch-Schwaben aus

Auch in Bayerisch-Schwaben erzielt das Papilio-Programm immer mehr Erfolge. Fünf Kitas in Adelsried, Biberbach, Dillingen und Gersthofen sind bereits in dem Präventionsprogramm zertifiziert worden. Zusätzlich haben sie noch hinzugekommenes Personal schulen lassen. Im Mai 2014 haben die Fachkräfte mit der Fortbildung begonnen. Nach dem Basisseminar begannen sie mit der Umsetzung des Programms in ihren Gruppen. Ende Juni 2015 haben sie mit dem Abschluss des Vertiefungsseminars in Augsburg ihre Papilio-Zertifikate erhalten. Drei der Erzieherinnen haben parallel die Fortbildung zur Papilio-Elternclub-Begleiterin gemacht. Grund dafür ist Angebot der Kitas in Biberbach und Gersthofen eines Elternclubs. In Bayern wurden seit 2003 mehr als 800 pädagogische Fachkräfte aus 159 Kitas in Papilio fortgebildet. Seit 2009 unterstützt die BARMER GEK das Programm aus Augsburg als Kooperationspartner in Bayern.

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