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Das Schutzschirmverfahren der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH findet einen formalen Abschluss. Nach Aussagen des Amtsgerichts Nördlingen, wurde das Verfahren nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans zum 31. Januar 2026 aufgehoben. Bereits im Dezember 2025 hatten die Gläubiger dem Sanierungskonzept einstimmig zugestimmt. Aus rechtlicher Sicht ist damit der Weg für einen Neustart des gemeinnützigen Klinikträgers frei.
Der Insolvenzplan wurde im Rahmen der Eigenverwaltung durch das Restrukturierungsteam der PLUTA Rechtsanwalts GmbH erarbeitet. Unter Leitung von Sanierungsgeschäftsführer Dr. Maximilian Pluta seien im Jahr 2025 wesentliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Kreiskliniken umgesetzt worden. Neben ihm waren weitere Experten aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Recht und Restrukturierung eingebunden. Pluta schied planmäßig zum Ende des Monats aus der Geschäftsführung aus. Er ordnet den Abschluss des Verfahrens als gelungenen Sanierungsprozess ein. Das Verfahren zeige, wie ein Schirmschutz den Neustart ermöglichen könne. „Die Eigenverwaltung ist planmäßig verlaufen und die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen können gestärkt das Verfahren verlassen. Ich danke allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit und wünsche den Kreiskliniken eine erfolgreiche Zukunft“, führt Pluta weiter aus.
Als Sachwalter begleitete Prof. Dr. Martin Hörmann von Anchor Rechtsanwälte das Verfahren und nahm die Interessen der Gläubiger wahr. Aus Gläubigersicht sei eine Quotenausschüttung von mehr als zehn Prozent zu erwarten. Hörmann habe erklärt, es sei eine möglichst gute Lösung für die Gläubiger erzielt worden, wodurch das Unternehmen nun die Chance auf einen wirtschaftlichen Neuanfang erhalte. Mit der Aufhebung des Schutzschirmverfahrens können die Kreiskliniken wieder eigenverantwortlich handeln. Der Geschäftsbetrieb werde unter dem bestehenden Rechtsträger fortgeführt.
Seit Dezember 2025 wird der Klinikverbund unter der Leitung von Dr. Elke Frank geführt. Gemeinsam mit den politischen Gremien werde daran gearbeitet, die Kreiskliniken strukturell weiterzuentwickeln und die medizinische Versorgung im Landkreis langfristig zu sichern.
Frank betont die Bedeutung der Entscheidung für die Bevölkerung in der Region. „Für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ist es erfreulich, dass die Kreiskliniken weiterhin die Gesundheitsversorgung in der Region gewährleisten und eine klare Perspektive für die Zukunft haben“, so Frank. In den kommenden Monaten werde versucht, die Kreiskliniken gezielt weiterzuentwickeln. Ziel sei es, die wohnortnahe Versorgung langfristig zu sichern.
Träger der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen ist der Landkreis Dillingen an der Donau. Landrat Markus Müller erklärte, der Abschluss des Schutzschirmverfahrens sei eine gute Nachricht, da dadurch eine Zerschlagung der Kliniken aufgrund von Überschuldung verhindert worden sei. Zugleich bedauerte er, dass das Verfahren für viele Betroffene mit Belastungen verbunden gewesen sei. „An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten und Betroffenen, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, im Namen von Aufsichtsrat und Kreispolitik meinen herzlichen Dank aussprechen“, so Müller abschließend.