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Dillingen: Kritische Stimmen gegen Windenergie-Pläne bei Medlingen
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Infrastruktur-Projekte

Dillingen: Kritische Stimmen gegen Windenergie-Pläne bei Medlingen

 Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Am 20. Juni tagte der Ausschuss für Kreisentwicklung in Dillingen. Neben der Zukunft der Windenergie im Landkreis wurden auch weitere wichtige Infrastruktur-Themen diskutiert.

Kritisch beurteilt hat der Ausschuss für Kreisentwicklung des Landkreises die nordwestlich von Medlingen geplante Vorbehaltsfläche für Windkraft. Der Hintergrund: Künftig soll der gesamte Landkreis als sogenannte „weiße Fläche“ dargestellt werden. Dies würde bedeuten, dass künftig auch für Flächen, die derzeit noch Ausschlussflächen sind, zumindest Anträge auf Genehmigung von Windkraftanlagen gestellt werden könnten. Zu prüfen wäre dann, ob beispielsweise fachliche Belange wie die des Natur- und Artenschutzes gegen die Errichtung sprechen. Derzeit gilt eine Errichtung von Windrädern nordwestlich von Medlingen allerdings als unwahrscheinlich.

Neubau der Eisenbahnüberführung in Blindheim geplant

Daneben hat sich der Ausschuss einstimmig für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs im Zuge der Kreisstraße in Blindheim ausgesprochen. Hier soll die Eisenbahnüberführung neu gebaut werden. „Die Maßnahme dient in hohem Maße der Erhöhung der Verkehrssicherheit der Verkehrsteilnehmer im Bereich des jetzigen Bahnübergangs“, begründete Landrat Leo Schrell die Maßnahme. So komme es trotz geschlossener Bahnschranken immer wieder zu gefährlichen Querungen von Fußgängern und Radlern, die noch den Zug erreichen wollen. Außerdem sind die Wartezeiten am Bahnübergang vergleichsweise lange. Denn die Schranken müssen auch während der Standzeit des Zuges an der Haltestelle Blindheim geschlossen bleiben. Reelles Ziel sei, die Maßnahme in den Jahren 2022/2023 umzusetzen. Von den geschätzten Kosten von vier Millionen Euro müsste der Landkreis einen Eigenanteil von 340.000 Euro aufbringen.

Rufbusse werden auch von Berufsschülern genutzt

Fortgeführt werden sollen die bereits etablierten Rufbuslinien auf den Strecken Dillingen – Mörslingen – Finningen, Wertingen – Höchstädt, Wertingen – Dillingen, Höchstädt – Buttenwiesen – Lauterbach und Bissingen – Lutzingen – Höchstädt. Seit Einführung der Linien zum Beginn des Schuljahres 2014/15 wurden die Rufbusse auf den genannten Linien bis Ende Februar 2017 von insgesamt 3.044 Fahrgästen bei 1.655 Fahrten genutzt. Spitzenreiter ist dabei die Linie Buttenwiesen – Höchstädt mit 1.638 Fahrgästen. „Die Linie wird vor allem auch von Berufsschülern genutzt“, betonte Landrat Leo Schrell.

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Schließung von Fahrbahnlücken

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass sich die Rufbusse als bedarfsgerechtes Angebot zur Schließung von Fahrbahnlücken bewährt haben. Deshalb sollen sie für zunächst weitere drei Jahre fortgeführt werden. Dafür ist der Landkreis bereit, jährlich insgesamt bis zu 30.000 Euro zu investieren. Ergänzend dazu wird der Landkreis zum nächstmöglichen Zeitpunkt auch auf der Linie Lauingen – Aislingen – Dillingen/Wertingen einen Rufbus einrichten. Geplant sind jeweils am Nachmittag zwei Fahrten von Wertingen nach Holzheim. Damit soll für Schüler aus dem Aschberggebiet eine bessere Anbindung gewährleistet werden. Hier sind die Heimfahrten aus Wertingen nach dem Nachmittags-Unterricht derzeit nicht oder nur teilweise gewährleistet beziehungsweise mit längeren Wartezeiten verbunden.

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