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Zweite Windkraftanlage im Landkreis Augsburg kommt Landratsamt Augsburg
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Landratsamt Augsburg

Zweite Windkraftanlage im Landkreis Augsburg kommt Landratsamt Augsburg

 Windkraftanlagen © mojolo - Fotolia.com

Das Landratsamt Augsburg einer zweiten Windkraftanlage im Landkreis zugestimmt. Bei Kühlenthal darf die neue Windkraftanlage gebaut werden, zahlreiche Auflagen müssen jedoch erfüllt werden.

Eine weitere Windkraftanlage darf im Landkreis Augsburg, unter zahlreichen Auflagen, errichtet und betrieben werden. Dies beschloss nun dan Landratsamt Augsburg. In der Gemeinde Kühlenthal wird also bald eine Windkraftanlage vom Typ Nordex N 117 mit einer Nennleistung von 2.400 kW und einer Nabenhöhe von rund 140 Metern entstehen. Bevor sich das Landratsamt Augsburg jedoch für die Windkraftanlage ausgesprochen hat, wurden die Antragsunterlagen einer ausführlichen und sorgfältigen Prüfung unter anderem durch die Fachbereiche Immissionsschutz, Bauen, Naturschutz, Gewerbeaufsicht und Luftsicherheit unterzogen. Um bei seiner Entscheidung auf Nummer sicher zu gehen hat das Landratsamt etwa zwanzig Fachstellen eingeschaltet: „Das Landratsamt hat in dem sehr aufwändigen Verfahren in enger Zusammenarbeit mit externen Experten sehr genau geprüft, ob alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und erhebliche Nachteile für Nachbarn und Bevölkerung ausgeschlossen sind.“ erklärt Abteilungsleiter Stefan Eiblmaier. In diesen Verfahren konnte festgestellt werden, dass Windkraftanlage nicht gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften verstößt und damit vom Landratsamt Augsburg genehmigt werden muss. Die Verwaltung habe dabei keinen Spielraum.

Landratsamt bezieht die Öffentlichkeit mit ein

Der Gesetzgeber sieht für das Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen keine Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Das Landratsamt Augsburg habe dennoch im Laufe dieses Genehmigungsverfahrens von den Anliegerkommunen beziehungsweise im Vorbescheidsverfahren von interessierten Bürgern vorgebrachten Anregungen bei seiner umfangreichen Prüfung mit in den Blick genommen. Die neue Windkraftanlage hält die Grenzwerte für Lärm an allen relevanten Immissionsorten ein, auch wenn weitere in dem Bereich genehmigten beziehungsweise geplante Windkraftanlagen mit Berücksichtig werden. Zur Vermeidung von Lichtreflexionen der Rotorblätter – der sogenannte Diskoeffekt – ist die Anlage mit einer nicht reflektierenden Lackierung zu versehen. Auch der Eiswurf ist berücksichtigt: "Die Anlage muss mit einem System zur Eiserkennung ausgestattet werden, das das Windrad bei Vereisung automatisch abschaltet", so Eiblmaier.

Betreiber muss Auflagen erfüllen

Bevor das Landratsamt sein OK zum Bau der Windkraftanlage gab wurden zudem die Auswirkungen des Windrads auf streng geschützte Fledermaus- und Vogelarten fachgutachterlich geprüft, mögliche Konflikte bewertet und verschiedene Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen als Auflagen festgesetzt. Der Betreiber der Windkraftanlage bei Kühlenthal muss beispielsweise zur Ermittlung der tatsächlichen Fledermausaktivitäten zwei komplette Untersuchungszeiträume lang im Rotorbereich ein sogenanntes Gondelmonitoring durchführen, um gegebenenfalls noch nachträgliche Schutzmaßnahmen treffen zu können. Die Mastfußumgebung sowie die Kranstellfläche sind so zu gestalten, dass besonders störungsempfindliche Vogelarten nicht angezogen werden.

Kühlenthal begrüßt Windkraftanlage

Weiter erläutert Eiblmaier, dass das Vorhaben auch bauplanungsrechtlich zulässig ist: „Über diese Frage wurde bereits abschließend durch den Vorbescheid Ende Juni dieses Jahres entschieden. Der Regionalplan weist am geplanten Standort zwar eine sogenannte „weiße Fläche“ auf, setzt aber kein Ausschlussgebiet fest. Windkraftanlagen kann aber eine „weiße Fläche“ nicht entgegengehalten werden, da es sich bei ihnen um im Außenbereich privilegierte Vorhaben handelt. Hinzu kommt, dass die Gemeinde Kühlenthal im Flächennutzungsplan die Ausweisung einer Konzentrationsfläche für die Windkraftnutzung beabsichtigt und das gemeindliche Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilt hat.“

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