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Wirtschaftsspionage: Tipps zum Schutz im ZWW
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Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg

Wirtschaftsspionage: Tipps zum Schutz im ZWW

Martin Kreuzer gab Tipps zum Schutz vor Wirtschaftsspionage. Foto: B4B SCHWABEN
Martin Kreuzer gab Tipps zum Schutz vor Wirtschaftsspionage. Foto: B4B SCHWABEN

Wirtschaftsspionage ist eine ernstzunehmende Bedrohung. Und zwar auch für den Mittelstand. Bei der gestrigen Alumni-Veranstaltung im Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) informierte Martin Kreuzer vom Bayerischen Verfassungsschutz über die Gefahren von Industriespionage sowie mögliche Schutzmaßnahmen.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Wirtschaftsspionage ist lautlos und zielgerichtet. Viele Unternehmer in Bayerisch-Schwaben sind sich der Gefahr nicht bewusst. Doch innovative Betriebe können schnell zur Zielscheibe ausländischer Spionageangriffe werden. Chinesen, Franzosen und Amerikaner setzen gezielt Spitzel ein, um die deutsche Wirtschaft auszuspionieren. Das verdeutlichte Martin Kreuzer vom Bayerischen Verfassungsschutz bei der gestrigen Alumni-Veranstaltung im Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung (ZWW). Neben Kreuzer erklärte Dr. Steffen Nolte, Rechtsanwalt und Leiter Compliance Network von Daimler Buses, in einem zweiten Vortrag die Rolle von Integrität und Compliance für das Marketing im internationalen Umfeld.

Verfassungsschützer referiert im ZWW über Wirtschaftsspionage

Mit Martin Kreuzer referierte im ZWW ein Fachmann auf dem Gebiet der Wirtschaftsspionage. Kreuzer arbeitet beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz. Er berät und sensibilisiert Wirtschaftsunternehmen in den Bereichen Know-how-Schutz und Informationssicherheit. Kreuzer warnte gestern ausdrücklich davor, Spionageangriffe auf die leichte Schulter zu nehmen. Staaten wie China, Amerika, Russland oder Frankreich würden keinen Hehl aus ihren Spionageangriffen auf Deutschland machen. So schnüffelt nicht nur der französische Geheimdienst im Namen der Nation für seine Unternehmen und bildet sogar in einer eigens gegründeten Schule Spione aus. Auch in der amerikanischen Verfassung sei Wirtschaftsspionage legitimiert und somit staatlich gelenkt, wie Kreuzer erklärte. Nur drei Länder würden keinen verfassungsrechtlichen Rahmen für Wirtschaftsspionage besitzen: Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Verfassungschützer warnt im ZWW vor externen Dienstleistern oder Headhuntern

Ohne Zweifel machen Cyberangriffe einen großen Teil der Industriespionage aus. Doch auch das systematische Sammeln und Analysieren von unternehmensrelevanten Informationen über die Mitarbeiter sei nicht außer Acht zu lassen. Laut Kreuzer seien Bewerber oder Headhunter, die lediglich an Namen von wichtigen Ansprechpartnern gelangen wollen, keine Seltenheit mehr. Aber auch spionierende Zulieferer, externe Dienstleister wie Putzfirmen oder Messebesucher könnten dem Unternehmen bedrohlich werden.

Kern-Know-how selektieren und gezielt schützen

Um sich zu schützen, müssen sich Unternehmen zunächst einmal bewusst werden, wo das Kern-Know-how des eigenen Betriebes liegt, so Kreuzer. Sind diese Kronjuwelen gefunden, können sie gezielt vor Spionageattacken geschützt werden. Doch tatsächlich wissen viele der Unternehmer, die Kreuzer berät, keine schnelle Antwort auf diese Frage. Dabei ist der erste Schritt zum Schutz vor Spionage mit Selektion des Kern-Knowhows bereits getan.

Digitaler Schutz vor Wirtschaftsspionage

Wurde dieses Kern-Fachwissen erarbeitet, müssen Unternehmensleiter den technischen Schutz gewährleisten. Virenscanner und Firewall bilden hierbei nur die Schutzbasis. So seien laut Kreuzer auch eine schützende Passwort-Policy, gesicherte WLAN-Netzwerke, verschlüsselte Festplatten, Internet-Gastzugänge, separate Arbeitsplätze für bestimmte Projekte und vieles mehr sinnvolle Werkzeuge im Kampf gegen Wirtschaftsspionage. Auch welchen Mitarbeitern welches Firmenwissen anvertraut wird, sollte wohlüberlegt sein. Unternehmer sollten gezielte Zugriffsrechte auf Firmen-Know-how verteilen.

Führungskräfte müssen Mitarbeiter für Wirtschaftsspionage sensibilisieren

Weiter legte Kreuzer bei seinem Vortrag im ZWW ein Augenmerk auf die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Führungskräfte sollten klare Regeln aufstellen, wann und wo die Angestellten über was sprechen dürfen. „Stellen Sie sich am Flughafen einmal ein paar Minuten neben einen telefonierenden Geschäftsmann. Sie werden überrascht sein, was sie alles mithören können“, so Kreuzer. Auch auf „informationelle Hygiene“ sollten Mitarbeiter mit Zugang zu unternehmensrelevantem Know-how geschult werden. Nach dem „Clean-Desk-Prinzip“ sollten auch Arbeitstische frei von sensiblen Daten zurückgelassen werden.

Wirtschaftsspionage mit Amt für Verfassungsschutz bekämpfen

Im Falle eines Verdachts auf Wirtschaftsspionage können sich Unternehmer kostenfrei an den bayerischen Verfassungsschutz wenden. Die Experten stehen interessierten Führungskräften vertraulich und neutral zur Seite. Eines sollte der Mittelstand sich jedoch bewusst machen: Einen hundertprozentigen Schutz vor Wirtschaftsspionage kann auch der Verfassungsschutz nicht gewährleisten. „Doch je höher die Hürden, desto schwerer machen Unternehmer es potenziellen Angreifern“, so Kreuzer.

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