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Wir sind Handwerker - Wir können das!, Handwerkskammer Schwaben
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Handwerkskammer Schwaben

Wir sind Handwerker - Wir können das!, Handwerkskammer Schwaben

 Kein Grund schwarz zu sehen im bayerischen Handwerk. Fotos: B4BSCHWABEN

Unter diesem Slogan der Image-Kampagne des Bayerischen Handwerkstages wurden 112 Junggesellinnen und Junggesellen als Beste des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks auf Landesebene im Kongress-Zentrum in Augsburg geehrt. Anlässlich dieses Erfolges im Bayerischen Handwerk berichteten die HWK Schwaben und der Bayerische Handwerkstag über die aktuelle Konjunktur-Lage, die politischen Entscheidungen und die daraus resultierenden Vor- und Nachteile für das Handwerk.

Heinrich Traublinger, MdL a. D. und Präsident des Bayerischen Handwerkstages, betonte den guten Start des bayerischen Handwerks in das Jahr 2012. Die Umsätze seien ab dem Frühling zwar leicht gefallen, übertrafen aber weiterhin die Vergleichswerte aus dem Vorjahr. „Die Zahl der Beschäftigten ist sogar gestiegen“, betonte Traublinger.

Gefahren für das bayerische Handwerk

Allerdings betreffe der Fachkräftemangel auch das Handwerk. „Viele Betriebe haben eine gute Auftragslage aber keine Leute, die die Aufträge abarbeiten können“, sagte Traublinger. Besonders im Bauhauptgewerbe sei die Auftragslage aufgrund des „Betongoldes“ weiterhin ausgezeichnet. „Viele Menschen, die investieren wollen, vertrauen nicht auf die Währung. Dazu kommen die niedrigen Zinsen und die billigen Kredite, die Sie derzeit bei Banken erhalten“, erklärte Traublinger. Drohende Gefahren für das Baugewerbe und den Mittelstand sieht Traublinger in der Finanzierung und der Energiewende. Es dürfe keine höheren Eigenkapitalquoten für den Mittelstand geben, betonte Traublinger. Und auch die erhöhten Stromkosten dürfe man nicht auf den Mittelstand und das Baugewerbe abwälzen. All dies gefährde die Wettbewerbsfähigkeit des bayerischen Handwerks.

Ungleichbehandlung darf nicht sein

Auch die geplante Abschaffung der Studiengebühren kritisierte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages. „Das ist schlichtweg ungerecht. Unsere Auszubildenden müssen schließlich auch für ihre Meisterprüfungen zahlen. Dem Handwerk wird dadurch eindeutig ein Nachteil verschafft“. Auch Dr. Lothar Semper, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages äußerte sich zum Fachkräftemangel im bayerischen Handwerk.

Talente suchen und halten

Knapp 27.000 Lehrstellen konnten bis Ende September im bayerischen Handwerk neu besetzt werden. Die Auszubildenden kommen zum größten Teil aus der Mittelschule. Aber auch aus Realschulen und Gymnasien finden immer mehr Jugendliche den Weg zum Handwerk. Die Imagekampagne „Macher gesucht!“ des Bayerischen Handwerkstages soll dabei helfen noch mehr Absolventen aus Realschulen für das Handwerk zu begeistern. „Ein großes Problem ist, dass viele Jungendlich nach ihrer Ausbildung aus unserem Wirtschaftsbereich abwandern“, beklagte Semper. Es sei wichtig den Auszubildenden rechtzeitig die Chancen aufzuzeigen, die ihnen das Handwerk bieten kann.

Die großen Chancen der Zukunft

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwaben warnte davor, eine Krise herbeizureden. Besonders im Bereich der erneuerbaren Energien und der Elektro-Mobilität kämen viele Aufträge auf das bayerische Handwerk zu. Die Handwerkskammer Schwaben setze besonders auf die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Oft steckt in diesen Menschen mehr Potential als man denkt. Das duale Ausbildungs-System ist meist nur in den Familien nicht bekannt. Deshalb landen viele Jugendliche entweder bei einem Aushilfsjob oder beim Studieren“, erklärte Wagner. Die Handwerkskammer Schwaben engagiert sich deshalb für interkulturelle Schulungen ihrer Ausbilder sowie Netzwerke, in denen für das Handwerk geworben wird.

Die besten Maßnahmen gegen die größten Probleme

Der Präsident der Handwerkskammer, Jürgen Schmid stimmte seinem Kollegen zu. Er wies zudem auf die guten Aussichten in den kommenden Monaten und den ungebrochenen Optimismus der Betriebe hin. Durch eigene Aus- und Weiterbildung und die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund können die Handwerks-Betriebe der mangelnden Qualifikation und der Konkurrenz anderer Branchen entgegenwirken.  

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