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Wie kann sich der Standort Augsburg für die Industrie der Zukunft aufstellen?
15. Augsburger Technologietransferkongress

Wie kann sich der Standort Augsburg für die Industrie der Zukunft aufstellen?

Der 15. Augsburger Technologietransferkongress stellt Fragen zur Industrie der Zukunft, KI und Innovationen in den Fokus.
Der 15. Augsburger Technologietransferkongress stellt Fragen zur Industrie der Zukunft, KI und Innovationen in den Fokus. Foto: Regio Augsburg Wirtchaft GmbH

Rund 200 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft haben beim 15. Augsburger Technologietransferkongress über die Zukunft des Industriestandorts diskutiert. Im Mittelpunkt standen Innovationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik, Energiewende und Raumfahrt.

Der 15. Augsburger Technologietransferkongress hat am 21. Juli 2026 Vertreter aus Unternehmen, Wissenschaft und Innovationsnetzwerken zusammengebracht. Die Veranstaltung wurde vom Netzwerk der Transfer Einrichtungen Augsburg (TEA) und der Regio Augsburg Wirtschaft organisiert. Rund 200 Teilnehmende diskutierten in der Founders Factory im Digitalen Zentrum Schwaben (DZ.S) über Zukunftstechnologien und neue Geschäftsmodelle für den Wirtschaftsstandort Augsburg.

Veranstalter sehen großes Potenzial für den Standort

Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Frage, wie sich der Industriestandort Augsburg angesichts des wirtschaftlichen Wandels weiterentwickeln kann. Die Veranstalter zeigten sich überzeugt, dass die Region gute Voraussetzungen für künftige Wachstumsmärkte bietet. „Augsburg hat mit seiner Technologievielfalt und seinen starken Forschungseinrichtungen alle Möglichkeiten, die Zukunftsmärkte der Welt zu erschließen“, erklärte Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.

Gastgeber der Veranstaltung war erstmals Stefan Schimpfle, Geschäftsführer des DZ.S. Er hatte das IT-Gründerzentrum im Sigma Technopark vergangenes Jahr erst erweitert. Mehr als 20 Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentierten dort nun aktuelle Entwicklungen und Projekte aus der Region.

Robotik und Künstliche Intelligenz im Fokus

Prof. Dominik Bösl von der Technischen Universität München eröffnete den Kongress mit einer Keynote zu Robotik und Künstlicher Intelligenz. Er erläuterte den aktuellen Entwicklungsstand der Technologien und ging auf technische, regulatorische und gesellschaftliche Fragen ein. Nach seiner Einschätzung wird sich der Erfolg neuer Technologien künftig vor allem im industriellen Alltag zeigen.

Vier weitere Professoren der Technischen Hochschule Augsburg stellten Ansätze für neue Geschäftsmodelle vor. Themen waren zirkuläre Wertschöpfungssysteme, vertrauenswürdige Datenökosysteme sowie digitale Souveränität und Resilienz. Dabei zeigten sie auf, wie Unternehmen wirtschaftliche Stabilität und digitale Handlungsfähigkeit miteinander verbinden können.

Raumfahrtindustrie steht vor neuen Herausforderungen

Auch die Entwicklung der Raumfahrtbranche war Thema des Kongresses. Linda Mayr von MT Aerospace erläuterte, wie sich das Wachstum der Branche auf Unternehmen auswirkt. Nach ihren Angaben steigen die Anforderungen an Industrialisierung, Kapazitäten und digitale Steuerung. Im Mittelpunkt standen außerdem die Frage, wie Unternehmen ihre Prozesse und Strukturen an ein starkes Wachstum anpassen können.

Unternehmen und Forschung präsentieren Innovationen

Im Nachmittagsprogramm wurden 14 Praxisbeispiele aus Unternehmen und Forschung vorgestellt. Themen waren unter anderem humanoide Roboter, soziale Robotik in der Produktion, KI-gestützte Prognosetechnik für erneuerbare Energien sowie Datensicherheit in der Luft- und Raumfahrt. Außerdem präsentierten mittelständische Unternehmen Innovationen für die Baubranche sowie Konzepte für das Technologiescouting.

Innovationspark bündelt Forschung in der Region

Zum Abschluss blickte Wolfgang Hehl, Geschäftsführer des Innovationspark Augsburg, auf die Entwicklung des Innovationsstandorts Augsburg. „Wir haben es in der Region geschafft, über 14 Wissensquellen und hochrangigste Forschungseinrichtungen und Forschergruppen auf engstem Raum praktisch auf der grünen Wiese anzusiedeln. Den immensen Innovationsoutput dieses Ansiedlungserfolgs konnten wir heute wieder eindrucksvoll bewundern“, so Hehl. Während der Veranstaltung würdigten die Partner des Technologietransferkongresses außerdem Hehls langjähriges Engagement für die Innovationsförderung in der Region.

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