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Werkzeughersteller Grabmeier stellt Geschäftsbetrieb ein
Insolvenzverfahren

Werkzeughersteller Grabmeier stellt Geschäftsbetrieb ein

Die Grabmeier GmbH aus Augsburg ist insolvent. Der Geschäftsbetrieb wird eingestellt. Foto: stock.adobe.com/ Wolfilser
Die Grabmeier GmbH aus Augsburg ist insolvent. Der Geschäftsbetrieb wird eingestellt. Foto: stock.adobe.com/ Wolfilser

Im Juli hatte der Werkzeughersteller Grabmeier einen Insolvenzantrag gestellt. Nun ist klar, dass es nicht weiter geht. Der Geschäftsbetrieb wird eingestellt.

„Ich bedaure diese Entwicklung außerordentlich“, sagt der Insolvenzverwalter Constantin Graf Salm-Hoogstraeten von der Restrukturierungskanzlei BBL. Bis 30. September muss die Grabmeier GmbH mit Sitz in Augsburg ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Für Grabmeier konnte kein Investor gefunden werden. Mitte Juli hatte das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.

Am 1. September hatte das Amtsgericht Augsburg das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. In der Hoffnung auf eine Investorenzusage hatte Graf Salm-Hoogstraeten den Geschäftsbetrieb seitdem weitergeführt. Doch die wirtschaftliche Situation bei Grabmeier lasse eine Weiterführung nicht mehr zu. 

Aufwändige Investorensuche

Laut dem Insolvenzverwalter wurden bei der Suche nach einem Investor in den vergangenen Wochen über 300 potenzielle Interessenten kontaktiert. „Fünf Interessenten haben wir genauere Informationen zur Verfügung gestellt und zumindest in einem Fall auch auf ein konkretes Kaufangebot gehofft, das am Ende jedoch ausblieb.“ Zudem seien zwei Mitarbeitende daran interessiert gewesen, das Unternehmen zu übernehmen. Dies ist laut Graf Salm-Hoogstraeten daran gescheitert, dass sie in der gesetzlichen Frist keine Finanzierung aufbringen konnten.

Grabmeier ist auf die Herstellung sowie die Instandsetzung von Schneid- und Verzahnungswerkzeugen spezialisiert. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben ist die Insolvenz auf mehrere wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen: deutlich gestiegene Energiekosten, die anhaltend schwierige Versorgung mit Rohstoffen im Bereich der Vollhartmetall-Werkstoffe (VHM) sowie gestiegene Lohnkosten. Zudem sei es trotz intensiver Bemühungen zunehmend schwieriger geworden, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Wie geht es für die Mitarbeitenden von Grabmeier weiter?

Bis 30. September läuft nun die Ausproduktion bei Grabmeier. Hier wird noch das gesamte Team aus 19 Mitarbeitenden eingesetzt. Bis 10. Oktober liefern sechs Mitarbeitende die restlichen Waren aus. Ab dem 11. Oktober sind alle Mitarbeitenden freigestellt.

Danach werde das Unternehmensvermögen verkauft, um die Forderungen der Gläubiger teilweise aus dem Erlös zu bezahlen. Die Gläubiger können ihre Forderungen bis 1. November beim Insolvenzverwalter anmelden.

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