Stadt Augsburg

Weniger illegale Graffitis– mehr legale Flächen

Das Projekt "Schwabenwand" in Augsburg soll weiterhin legales Graffiti fördern und solche "Schmierereien" verhindern, Foto: B4B

Die Stadt Augsburg will vermeiden, dass immer mehr illegale Sprayer ihr Unwesen treiben. Mit dem Projekt „Schwabenwand“ schaffte die Stadt Augsburg Flächen, an denen Sprayer ganz legal ihre Kunstwerke präsentieren können. Jetzt soll das Erfolgsprojekt weitergeführt werden und weitere legale Graffiti-Flächen geschaffen werden.

Legale Graffiti-Wände sind derzeit im Trend. Die Stadt Augsburg bietet im Rahmen des Projektes „Schwabenwand“ mehrere Flächen, an denen Graffiti-Künstler ihre Kunstwerke legal präsentieren können. Auch die Stadtwerke Augsburg bietet verschiedenen Gruppen die Möglichkeit, legal zu sprayen. Die legalen Flächen sollen dazu dienen, illegales Sprayen von Graffiti, wie beispielsweise durch den Augsburger Blumenmaler, zu verhindern. Das Projekt „Schwabenwand“ zeigte, wie legales Sprayen funktionieren kann. Jetzt hat der Kulturausschuss beschlossen, das Vorzeigeprojekt zur Förderung der legalen Graffiti-Kultur im urbanen Raum weiterzuführen.

Mehr Flächen für legales Graffiti

Um das Projekt weiterführen zu können, ist die Verwaltung auf der Suche nach weiteren geeigneten Flächen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf Sozialregionen, in denen bisher keine legalen Graffiti-Wände zur Verfügung stehen. Ordnungsreferent Dr. Volker Ullrich begrüßt die Weiterführung des Projektes: „Die Schwabenwände heben die urbane Kultur in Augsburg hervor und tragen dabei zur Verhinderung von Straftaten junger Menschen bei, die sich im Bereich Graffiti betätigen wollen. Diese Kombination ist großartig und sollte auf alle Sozialregionen ausgeweitet werden.“ Die Geschäftsführerin des Kriminalpräventiven Rates, Diana Schubert, hebt insbesondere die außerordentlich gute Zusammenarbeit aller Akteure hervor: „Der gesamtgesellschaftliche Ansatz bleibt bei diesem Projekt nicht nur Theorie. Hier wird dieser Ansatz gelebt. Wir sprechen miteinander und nicht übereinander.“

Viele Akteure für eine legale Graffiti-Kultur

2010 wurde das Projekt Schwabenwand auf Initiative des Vereins „Die Bunten e. V.“ und Empfehlung des Tiefbauamtes, des Kriminalpräventiven Rates und des Popkulturbeauftragten der Stadt Augsburg initiiert. Bereits zum zweiten Mal konnte das Vorzeigeprojekt mit einer erfolgreichen Evaluation glänzen. Um das Projekt nachhaltig abzusichern, hat der Kulturausschuss einer jährlichen finanziellen Unterstützung in Höhe von 1.500 Euro zugestimmt. Damit können weitere Begrenzungsschilder und Spezialmüllbehältnisse beschafft sowie Veranstaltungen finanziert werden. Durch den Einsatz des Vereins „Die Bunten e. V.“ werden Kinder und Jugendliche durch Workshops an die legale Gestaltung von Kunst im öffentlichen Raum herangeführt. Auch Vorstandsmitglied Daniel Tröster spricht sich verstärkt für eine Vervollständigung des Konzeptes in den anderen Stadtregionen aus: „Im Speziellen die Regionen Lechhausen und Hochzoll benötigen eine ’Schwabenwand, um interessierten Jugendlichen die Alternative zu geben, einen Weg zum Einstieg in die legale Graffiti-Kultur zu finden."

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Um das Projekt weiterführen zu können, ist die Verwaltung auf der Suche nach weiteren geeigneten Flächen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf Sozialregionen, in denen bisher keine legalen Graffiti-Wände zur Verfügung stehen. Ordnungsreferent Dr. Volker Ullrich begrüßt die Weiterführung des Projektes: „Die Schwabenwände heben die urbane Kultur in Augsburg hervor und tragen dabei zur Verhinderung von Straftaten junger Menschen bei, die sich im Bereich Graffiti betätigen wollen. Diese Kombination ist großartig und sollte auf alle Sozialregionen ausgeweitet werden.“ Die Geschäftsführerin des Kriminalpräventiven Rates, Diana Schubert, hebt insbesondere die außerordentlich gute Zusammenarbeit aller Akteure hervor: „Der gesamtgesellschaftliche Ansatz bleibt bei diesem Projekt nicht nur Theorie. Hier wird dieser Ansatz gelebt. Wir sprechen miteinander und nicht übereinander.“

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