Tarifverhandlungen

Warnstreik: RBA-Pendler müssen heute mit Ausfällen rechnen

Der RBA-Sitz in Augsburg. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Gewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) hat die Betriebe Augsburg und Schwabmünchen der RBA Regionalbus Augsburg GmbH zum Warnstreik aufgerufen. Heute, am 20. Februar, ab 4 Uhr morgens kann es zu Ausfällen beziehungsweise Verspätungen von Linienfahrten kommen.

Hintergrund des Streiks sind die zurzeit laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert eine in Summe rund zehnprozentige Lohnerhöhung für die 310 Beschäftigten. Diese setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie einer linearen Lohnanpassung sowie einem Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung zusammen. Außerdem zählen der Beitritt in den Fonds soziale Sicherung, eine Einkommenserhöhung für Azubis dazu. Zusätzlich sollen ein Modell mit wahlweise einer weiteren linearen Lohnanpassung, einer Stunde Arbeitszeitverkürzung pro Woche oder sechs Tagen mehr Erholungsurlaub eingeführt werden.

„Unser wichtigstes Ziel ist, die RBA im Wettbewerb konkurrenzfähig zu erhalten“

In einer dritten Gesprächsrunde am 1. Februar hatte die Geschäftsführung ihre Bereitschaft zu einer Lohnerhöhung um 3,2 Prozent – verteilt auf die genannten Einzelpositionen – erklärt. Im Gegenzug wurde gefordert, dass ein abgesenkter Lohntarif für Neueinstellungen geschaffen wird. „Unser wichtigstes Ziel ist, die RBA im Wettbewerb konkurrenzfähig zu erhalten. Schon heute liegen die Entgelte für das RBA-Fahrpersonal nachweislich spürbar über dem Branchendurchschnitt des privaten Busgewerbes. Die von der EVG geforderte Lohnerhöhung würde dazu führen, dass die RBA im Wettbewerb mit den Gesellschaften, die den Tarifvertrag des privaten Omnibusgewerbes anwenden, chancenlos wäre“, erklärte RBA-Geschäftsführer Dr. Josef Zeiselmair.

RBA appelliert an die Gewerkschaft

„Die Weitergabe einer zehnprozentigen Lohnsteigerung an die Fahrgäste ist nicht zumutbar und auch nicht durchzusetzen. Wir appellieren an die Gewerkschaft im Interesse der Erhaltung der Arbeitsplätze zu einer realistischeren Sichtweise zurückzukehren“, unterstrich RBA-Geschäftsführer Ralf Höppner.

EVG fordert Nachbesserung des RBA-Angebots

Vonseiten der EVG heißt es, dass die Geschäftsführung von RBA bereit sei, ein abgespecktes Wahlmodell im Wert von 1,3 Prozent zu vereinbaren. „Bei unseren anderen Forderungen liegen wir aber meilenweit auseinander“, so EVG-Verhandlungsführer Sven Langensiepen. So fordert die EVG 4,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, die RBA bietet nur 0,5 Prozent. „Das sind gerade mal gute 13 Euro mehr im Monat – vor Steuern. Für die verantwortungsvolle und schwierige Arbeit der Busfahrerinnen und Busfahrern ist das ein Witz.“ Die EVG erwarte, dass RBA sein Angebot deutlich nachbessere. „Wir hoffen, dass das Signal von diesem Dienstagmorgen bei der Geschäftsführung ankommt. Wenn nicht, können wir weitere Warnstreiks nicht ausschließen“, so Langensiepen weiter.

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Hintergrund des Streiks sind die zurzeit laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert eine in Summe rund zehnprozentige Lohnerhöhung für die 310 Beschäftigten. Diese setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie einer linearen Lohnanpassung sowie einem Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung zusammen. Außerdem zählen der Beitritt in den Fonds soziale Sicherung, eine Einkommenserhöhung für Azubis dazu. Zusätzlich sollen ein Modell mit wahlweise einer weiteren linearen Lohnanpassung, einer Stunde Arbeitszeitverkürzung pro Woche oder sechs Tagen mehr Erholungsurlaub eingeführt werden.

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In einer dritten Gesprächsrunde am 1. Februar hatte die Geschäftsführung ihre Bereitschaft zu einer Lohnerhöhung um 3,2 Prozent – verteilt auf die genannten Einzelpositionen – erklärt. Im Gegenzug wurde gefordert, dass ein abgesenkter Lohntarif für Neueinstellungen geschaffen wird. „Unser wichtigstes Ziel ist, die RBA im Wettbewerb konkurrenzfähig zu erhalten. Schon heute liegen die Entgelte für das RBA-Fahrpersonal nachweislich spürbar über dem Branchendurchschnitt des privaten Busgewerbes. Die von der EVG geforderte Lohnerhöhung würde dazu führen, dass die RBA im Wettbewerb mit den Gesellschaften, die den Tarifvertrag des privaten Omnibusgewerbes anwenden, chancenlos wäre“, erklärte RBA-Geschäftsführer Dr. Josef Zeiselmair.

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„Die Weitergabe einer zehnprozentigen Lohnsteigerung an die Fahrgäste ist nicht zumutbar und auch nicht durchzusetzen. Wir appellieren an die Gewerkschaft im Interesse der Erhaltung der Arbeitsplätze zu einer realistischeren Sichtweise zurückzukehren“, unterstrich RBA-Geschäftsführer Ralf Höppner.

EVG fordert Nachbesserung des RBA-Angebots

Vonseiten der EVG heißt es, dass die Geschäftsführung von RBA bereit sei, ein abgespecktes Wahlmodell im Wert von 1,3 Prozent zu vereinbaren. „Bei unseren anderen Forderungen liegen wir aber meilenweit auseinander“, so EVG-Verhandlungsführer Sven Langensiepen. So fordert die EVG 4,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, die RBA bietet nur 0,5 Prozent. „Das sind gerade mal gute 13 Euro mehr im Monat – vor Steuern. Für die verantwortungsvolle und schwierige Arbeit der Busfahrerinnen und Busfahrern ist das ein Witz.“ Die EVG erwarte, dass RBA sein Angebot deutlich nachbessere. „Wir hoffen, dass das Signal von diesem Dienstagmorgen bei der Geschäftsführung ankommt. Wenn nicht, können wir weitere Warnstreiks nicht ausschließen“, so Langensiepen weiter.

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