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Von der Emotion zu „Made in Germany“: So profitiert die Industrie von der kreativen Branche
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Stadt Augsburg | Kultur- und Kreativwirtschaft

Von der Emotion zu „Made in Germany“: So profitiert die Industrie von der kreativen Branche

Dr. Andrea Niedzela-Schmutte, Eva Weber, Swantje Rößner und Philipp Erwein Prinz von der Leyen. Foto: B4B SCHWABEN

Über zehn Prozent aller Augsburger Unternehmen gehören zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Doch welchen Einfluss hat diese Branche auf Industrie und Produktion? Wir haben bei der Augsburger Wirtschaftsförderung und einem Münchner Design-Unternehmen nachgefragt.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Über 80 Teilnehmer der Veranstaltung kreativ@bayern diskutierten gestern Abend im Augsburger Rathaus, wie diese nur auf den ersten Blick so unterschiedlichen Branchen auch voneinander lernen können. Zuvor sprachen wir mit Swantje Rößner von Poetic Design und Colin Martzy, zuständig für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Augsburg, über die wachsende Bedeutung dieses Themas.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Welche Rolle spielt die Kultur- und Kreativwirtschaft in Augsburg?

Colin Martzy: Sowohl was die Anzahl der Unternehmen betrifft, als auch was das Beschäftigungs-Verhältnis angeht, ist die Kultur- und Kreativwirtschaft am Standort Augsburg sehr wichtig. 10,3 Prozent aller Unternehmen gehören zu dieser Branche. Wenn man den Umsatz betrachtet, ist dieser vergleichbar mit dem des Augsburger Einzelhandels.

Swantje Rößner: Die kreative Branche treibt die Wirtschaft an. Durch eine starke Kultur- und Kreativwirtschaft entsteht für alle Unternehmen am Standort ein großer Mehrwert.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Kultur- und Kreativwirtschaft erscheint oft schwer greifbar. Woran liegt das?

Swantje Rößner: Die Begriffs-Definierung ist ja sehr breit gefasst. Die Kultur- und Kreativwirtschaft reicht von Film und Theater bis hin zu Design und Kunst. Ihre große Stärke ist ihre Innovations-Kraft. Diese spielt vor allem im harten globalen Wettbewerb eine zunehmende Rolle. Zu dem hohen Innovations-Druck kommt bei vielen Produkten auch ein kultureller Anspruch hinzu. Und darin steckt wiederum ein großer Geldfaktor. Die Metropolregion München – zu der Augsburg ja auch gehört – ist sehr kreativ. Hier entstehen viele Produkte mit Alleinstellungs-Merkmalen, mit denen sich die Menschen auch identifizieren. Wichtig ist es, diese in Europa einmalig starke Stellung weiter auszubauen und in diesen Bereich zu investiren. Denn „Made in Germany“ muss auch irgendwo her kommen.

Colin Martzy: Wichtig ist es uns auch, dass die Branche auch als solche wahrgenommen wird. Oft ist es so, dass die Aufmerksamkeits-Spanne bei dem Wort „Kultur“ schon nachlässt und gar nicht bis zur „Wirtschaft“ andauert. Dabei ist Kultur- und Kreativwirtschaft genau das: Ein Wirtschaftszweig, in dem großes Wachstums-Potential für Unternehmen und auch viel Geld steckt. Wir wollen zeigen, welche Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt und dafür ein neues Bewusstsein schaffen, gerade auch in Augsburg.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Frau Rößner, Sie bieten den Teilnehmern heute Abend einen Einblick in die Branche. Was genau macht denn Ihr Unternehmen Poetic Design?

Swantje Rößner: Poetic Desgin kommt aus München. Wir haben uns auf die Innovations-Entwicklung spezialisiert. Wir wollen herausfinden, welche Produkt-Bereiche gut funktionieren und warum. Unser Ziel ist es, den Kunden besser zu verstehen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Warum liegt der Schwerpunkt dieser Veranstaltung auf dem Design?

Colin Martzy: In der Augsburger Kultur- und Kreativwirtschaft ist dieser Bereich der stärkste Faktor. Dies ist einer der Gründe. Aber eigentlich geht es bei dem Thema vielmehr um eine Art zu denken und um neue Funktionsweisen in kleineren und mittleren Unternehmen.

Swantje Rößner: Das eigentliche Thema ist Emotion, nicht Design. Design ist das Produkt, das am Ende herauskommt. Aber Designer arbeiten den ganzen Tag nur mit Emotionen. Das ist es auch, was die Kultur- und Kreativwirtschaft so erfolgreich macht.

Über die Veranstaltung kreativ@bayern im Augsburger Rathaus

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. lud am 2. November 2016 gemeinsam mit der Stadt Augsburg zur Veranstaltung kreativ@bayern in das Rathaus ein. Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin, Wirtschafts- und Finanzreferentin der Stadt Augsburg, begrüßte die zahlreichen Gäste. Als Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie war Dr. Andrea Niedzela-Schmutte vor Ort. Swantje Rößner, Designerin und Geschäftsführerin von Poetic Design, bot spannende Einblicke in die Planungs-Methoden und Herangehensweisen, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft entstanden sind.

Struktureller Wandel in Industrie und Produktion erfordert kreative Lösungen

„Wir sehen große Potenziale in einem intensiveren Austausch und der aktiven Zusammenarbeit von Industrie und Kreativwirtschaft zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern“, erklärte Philipp Erwein Prinz von der Leyen, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Schwaben. Vor allem vor dem Hintergrund des digitalen Wandels werde eine Kooperation immer wichtiger. Laut von der Leyen ist die Kreativität nicht allein der Kultur- und Kreativwirtschaft vorbehalten: „Das, was die vielen verschiedenen Felder der Kreativwirtschaft gemeinsam haben – sozusagen das verbindende Kernelement der Branche – ist der sogenannte ‚schöpferische Akt‘. Die Akteure entwickeln Entwürfe, Konzepte, Modelle, Prototypen, und schaffen so oftmals den Ursprung einer industriellen Wertschöpfungskette. Den schöpferischen Akt des Erfindens und Patentierens findet man aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen – etwa in der Industrie. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die große internationale Stärke sowohl der bayerischen Industrie als auch der bayerischen Kreativwirtschaft.“

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