Nachfragerückgang

UPM plant Papiermaschine zu schließen und Fabrik zu verkaufen

Archivbild. Das UPM Werk in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
UPM will die Produktionskapazität insgesamt reduzieren. Daher plant das Unternehmen eine weitere Papiermaschine zu schließen und eine Zeitungspapierfabrik zu verkaufen. So geht es für die betroffenen Mitarbeiter weiter.

UPM plant die dauerhafte Schließung einer SC-Papiermaschine am Standort Rauma in Finnland und den Verkauf seiner Zeitungspapierfabrik Chapelle in Grand-Couronne in Frankreich. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen soll UPMs Kapazität für SC-Papiere um 265.000 Tonnen und die Kapazität für Zeitungsdruckpapiere um 240.000 Tonnen verringern.

Nachfrage ist gesunken

Hintergrund ist, dass die Kundennachfrage durch den strukturellen Rückgang des Marktes für grafische Papiere gesunken ist. Daher plant UPM die Produktionskapazität daran anzupassen. Gleichzeitig sollen so Schritte zur weiteren Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eingeleitet werden. Die beiden Papiermaschinen seien in ihren jeweiligen Produktsegmenten innerhalb UPMs die am wenigsten wettbewerbsfähigen Anlagen, heißt es in einer Pressemitteilung.

179 Mitarbeiter in Rauma betroffen

Es sei geplant, die PM 2 bei UPM Rauma bis Ende 2019 komplett stillgelegt zu haben. Die Mitarbeiterverhandlungen werden laut UPM unverzüglich aufgenommen. Die Papierproduktion auf den beiden am Standort Rauma verbleibenden Maschinen werde fortgesetzt. Der Plan betreffe 179 Positionen.

Verkäufer für UPM Chapelle gesucht

Für UPM Chapelle leitet UPM ein Bieterverfahren zum Verkauf des Werks ein, heißt es weiter. Der Verkaufsprozess habe keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Lieferungen an die Kunden. Falls bis Mitte Januar kein belastbares Angebot eingehe, werden Mitarbeiterverhandlungen im Hinblick auf eine mögliche Werksschließung aufgenommen. Die Suche nach einem möglichen Käufer würde in diesem Fall jedoch fortgesetzt. Ziel sei es, diese Prozesse bis zum Ende vom zweiten Quartal 2020 abzuschließen. Derzeit sind im Werk Chapelle 236 Mitarbeiter beschäftigt.

UPM will mit Maßnahmen die anderen Standorte sichern 

„Die Papiermärkte in Europa verzeichnen seit über 10 Jahren einen strukturellen Nachfragerückgang, der dieses Jahr von der weltweiten Konjunktureintrübung noch verstärkt wurde. Die heute verkündeten Pläne sind daher ein notwendiger Schritt, um die Produktion auf den verbleibenden, wettbewerbsfähigen UPM SC Papiermaschinen sicherzustellen. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt um als Hersteller grafischer Druckpapiere für unsere Kunden langfristig als leistungsfähiger und zuverlässiger Partner zu agieren,“ sagt Winfried Schaur, Executive Vice President, UPM Communication Papers.

UPM plant Stellenverlegungen

Gleichzeitig plane UPM, in Wroclaw in Polen einen neuen Business Services Hub einzurichten, in dem verschiedene kunden- und lieferantenbezogene Services und die damit verbundenen Finanzdienstleistungen zusammengeführt werden. Dieser Plan hätte Auswirkungen auf insgesamt 168  Positionen an 11 Standorten. Es ist geplant, dass UPM Finance & Control, UPM Communication Papers und UPM Raflatac die ersten Einheiten sein werden, die den neuen Business Services Hub nutzen. Die entsprechenden Stellenverlegungen sollen bis zum dritten Quartal in 2020 abgeschlossen sein.

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Nachfrage ist gesunken

Hintergrund ist, dass die Kundennachfrage durch den strukturellen Rückgang des Marktes für grafische Papiere gesunken ist. Daher plant UPM die Produktionskapazität daran anzupassen. Gleichzeitig sollen so Schritte zur weiteren Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eingeleitet werden. Die beiden Papiermaschinen seien in ihren jeweiligen Produktsegmenten innerhalb UPMs die am wenigsten wettbewerbsfähigen Anlagen, heißt es in einer Pressemitteilung.

179 Mitarbeiter in Rauma betroffen

Es sei geplant, die PM 2 bei UPM Rauma bis Ende 2019 komplett stillgelegt zu haben. Die Mitarbeiterverhandlungen werden laut UPM unverzüglich aufgenommen. Die Papierproduktion auf den beiden am Standort Rauma verbleibenden Maschinen werde fortgesetzt. Der Plan betreffe 179 Positionen.

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Für UPM Chapelle leitet UPM ein Bieterverfahren zum Verkauf des Werks ein, heißt es weiter. Der Verkaufsprozess habe keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Lieferungen an die Kunden. Falls bis Mitte Januar kein belastbares Angebot eingehe, werden Mitarbeiterverhandlungen im Hinblick auf eine mögliche Werksschließung aufgenommen. Die Suche nach einem möglichen Käufer würde in diesem Fall jedoch fortgesetzt. Ziel sei es, diese Prozesse bis zum Ende vom zweiten Quartal 2020 abzuschließen. Derzeit sind im Werk Chapelle 236 Mitarbeiter beschäftigt.

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Gleichzeitig plane UPM, in Wroclaw in Polen einen neuen Business Services Hub einzurichten, in dem verschiedene kunden- und lieferantenbezogene Services und die damit verbundenen Finanzdienstleistungen zusammengeführt werden. Dieser Plan hätte Auswirkungen auf insgesamt 168  Positionen an 11 Standorten. Es ist geplant, dass UPM Finance & Control, UPM Communication Papers und UPM Raflatac die ersten Einheiten sein werden, die den neuen Business Services Hub nutzen. Die entsprechenden Stellenverlegungen sollen bis zum dritten Quartal in 2020 abgeschlossen sein.

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