Mobilität der Zukunft

Universität Augsburg: Studenten konstruieren Raketendrohne

An der Universität Augsburg soll der nächste Schritt zum modernen Lufttransport gemacht werden. Das Modell einer neuen Raketendrohne ist nun fertig. Mitte August soll der Testflug starten.

„Entwerfen und bauen Sie eine landefähige Rakete aus Carbon, die sinnvoll und wirtschaftlich nutzbar ist“ lautete dieses Jahr die Projektaufgabe am Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg. Die Aufgabe lag für die Verantwortlichen dabei am Puls der Zeit. Zumal die Region Augsburg jüngst vom Freistaat Bayern eine vom Carbon Composites e.V. vermittelte Förderzusage in Höhe von 20 Millionen Euro erhielt. Ziel soll die impulsgebende Weiterentwicklung der Bayrischen Luftfahrt mit Schwerpunkt Lufttaxen sein.

Leichtbau Know-How ist gefragt 

Am 30. Juli stellten die angehenden Wirtschaftsingenieure (WING) nun ihre Lösungen vor, darunter Raketendrohnen zur schnellen Beförderung von Blutkonserven oder Lufttaxen für Fracht und Passagiere. Bis zu den Testflügen Mitte August müssen sich die Bachelor- und Masterstudenten aber noch gedulden. Betreut wird das Projektpraktikum von Prof. Dr. Michael Heine, Professor am Lehrstuhl Materials Engineering des Instituts für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg. Heine arbeitet eng mit dem Carbon Composites e.V. zusammen. Ein fernsteuerbares Elektro-Fahrzeug ließ er seine Studenten schon entwerfen, ein regattataugliches Segelboot aus Carbon und eine Leichtbau-Brücke mit hoher Traglast aus demselben Material. Alle Entwürfe wurden anschließend praktisch umgesetzt. Denn Kenntnisse zu diesem Leichtbaumaterial und Ideen, wie man es geschickt nutzen kann, seien in der Industrie sehr gefragt und ein wesentlicher Forschungsgegenstand am Augsburger MRM.

Das muss die Rakete können

Für die Rakete musste in Vorfeld ein Entwurf und Bau eines funktionsfähigen Modellflugkörpers erstellt werden. Dieser soll nach dem Steigen kontrolliert fliegen und sicher landen. Darüber hinaus sollte das Luftgefährt „eine sinnhafte Nutzung aufweisen, die eine kommerzielle Verwertung möglich macht“. Der Antrieb sollte außerdem so ausgelegt sein, dass elektrisches Auf- und Absteigen möglich ist. Für den Antrieb könnten dann Batterien, Brennstoffzellen als Stromgeneratoren, sowie Wasserstoff und e-Fuel für das Strahltriebwerk eingesetzt werden.

Einsetzbar wären diese Flugkörper dann beispielsweise zur Erfassung von landwirtschaftlichen Flächen oder von Infrastrukturen, wie eine Projektgruppe vorschlug. Andere konzentrierten sich auf den möglichen Transport medizinischer Versorgungsgüter und Organe – Blutkonserventransport über große Strecken hinweg etwa – oder auf die Aufklärung und Überwachung von Krisen- und Katastrophengebieten. Auch die Highspeed-Versorgung mit gleitfähigen Drohnen in urbanen Gebieten oder der Transport modularer Behälter für die schnelle Just-in-time-Produktion zählten zu den praktischen Einsatzmöglichkeiten, für die die Studierenden ihre Fluggeräte konzipierten.

Praxistest bei Buttenwiesen

Am 14. August werden die Flugtaxen und Raktendrohnen dann unter Realbedingungen getestet. Als „Augsburger Cape Canaveral“ stellt die Raketenmodell-Sportgemeinschaft (RAMOG) e.V. ihr Startareal bei Buttenwiesen zur Verfügung. RAMOG e.V. ist ein staatlich anerkannter Lehrgangsträger für Feststoffraketenantriebe. Seine Fachleute beraten die angehenden Wirtschaftsingenieure von Prof. Dr. Michael Heine bei Bedarf und ehrenamtlich auch während der Projektlaufzeit.

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Das muss die Rakete können

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