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Uniklinik Augsburg bekommt Verstärkung in der Intensivmedizin
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Personalie

Uniklinik Augsburg bekommt Verstärkung in der Intensivmedizin

 Uniklinik 08-2019
Das Universitätsklinikum in Augsburg. Foto: Michael Ermark / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Von Ellen Köhler

Prof. Dr. Philipp Simon übernahm im April eine Professur an der Medizinischen Fakultät Augsburg sowie eine leitende Stelle am Universitätsklinikum. Genaueres über die neue Personalie sowie dessen künftige Aufgabenbereiche.

Prof. Dr. Philipp Simon übernimmt die neu eingerichtete Professur für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin mit dem Schwerpunkt klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät sowie die Leitung der Sektion Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Augsburg. Eine der Hauptaufgaben des Neuberufenen wird der Aufbau von Strukturen zur Durchführung von klinischen Studien im Bereich Intensivmedizin sein.


 Die Wichtigkeit von klinischen Studien

Klinische Studien sind wichtig um festzustellen, ob neue Behandlungs- oder Untersuchungsformen sowie Medikamente sicher, verträglich und wirksam sind und um Betroffene in Zukunft besser behandeln zu können. „Ich freue mich sehr, dass wir Herrn Prof. Simon gewinnen konnten. Er hat große Expertise bei der Konzeption und Durchführung von klinischen Studien, die für unsere Fakultät sehr hilfreich sein werden“, äußert sich die Medizin-Gründungsdekanin zur Berufung.

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Automatisierung in der Intensivmedizin

Darüber hinaus wären seine Forschungen gut in den Forschungsschwerpunkt Medical Information Sciences integrierbar. Ziel eines künftigen Forschungsprojektes ist es beispielsweise, die Antibiotikatherapie von  Patienten in der Intensivmedizin zu automatisieren. „Sowohl die Empfehlung des Mittels als auch die Dosierung sollen individuell auf die Erkrankung, den Erreger als auch den jeweiligen Patienten angepasst sein“, beschreibt der Prof. Dr. Philipp Simon seine Pläne. Dadurch sollen Behandlungsfehler vermieden werden, die bei schwer Erkrankten fatale Folgen haben können.


Bessere Beatmung von Intensivpatienten 

Der Neuberufene will außerdem die maschinelle Beatmung von Patienten verbessern. Er setzt ein schonendes bildgebendes Verfahren ein, das elektrische Impedanztomographie genannt wird. „Es ermöglicht uns, die Lunge ohne Strahlung anhand der Aufzeichnung von Spannungsänderungen beim Ein- und Ausatmen zu untersuchen. Die Ergebnisse werden grafisch dargestellt und geben uns Aufschluss darüber, wie gut die Lunge belüftet ist.“

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Der Einfluss der Umwelt auf den menschlichen Körper

Aber auch Umweltfaktoren wie der Wegfall des Tag-Nacht-Rhythmus, ständiger Lärm und Beleuchtung in der hoch technologisierten Intensivmedizin haben negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Infektionen und den Heilungsverlauf. „Das ist zwar lange bekannt, jedoch gibt es keine ausreichenden Konzepte dafür, wie diese Faktoren bei der Behandlung berücksichtigt werden können“, schildert der Intensivmediziner das Problem, das er gemeinsam mit  Kollegen im Forschungsschwerpunkt Environmental Health Sciences angehen möchte.


Die bisherige Laufbahn von Prof. Dr. Simon

Prof. Dr. Philipp Simon studierte Humanmedizin an der Universität Leipzig und wurde dort 2010 promoviert sowie 2021 habilitiert. 2018 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Anästhesiologie. Nach 2009 übernahm er verschiedene berufliche Positionen an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Leipzig, zuletzt als Oberarzt und Leiter der Studienkoordination für klinische Forschung.

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