Umfrageergebnisse

Umsätze jedes vierten Handwerks-Betriebs in Schwaben gehen zurück

Die Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Im schwäbischen Handwerk herrscht weiter Optimismus. Über 90 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage positiv. Nur der Umsatz entwickelt sich schleppend.

Die Nachfrage nach handwerklichen Produkten und Dienstleistungen ist weiter hoch. Das beschert den Firmen volle Auftrags­bücher. „Im schwäbischen Handwerk läuft es rund. Mit hoher Qualität kann das Handwerk überzeugen. Dazu brauchen wir bestens ausge­bildete Fachkräfte. Daher freuen wir uns über die von der Großen Koalition beabsich­tigten Investitionen in die berufliche Bildung“, fasste es Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben zusammen.

Handwerk trotzt Zöllen und Handelsbarrieren

Gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr hat sich die Ein­schätzung kaum verändert. Der konjunkturelle Höhenflug im Handwerk setzt sich damit ungeachtet politischer Krisen weiter fort. Lediglich acht Prozent gaben eine schlechte Bewertung ab. Damit prallen die Diskussion um Zölle und Handelsbarrieren oder der bevorstehende Brexit an der Handwerkskonjunktur bislang ab. Das Konsumklima bleibt günstig.

Baubranche boomt weiter

Wachstumstreiber im Handwerk sind die Bau- und Ausbauhandwerke. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbebauten gerade in Ballungszentren sorgt für die guten Geschäfte. Im Branchenvergleich schneidert das Ausbaugewerbe in der Umfrage am besten, also zufriedensten ab. Auf Platz zwei und drei folgen das Bauhauptgewerbe und die Lebensmittelhandwerke. Doch auch die gewerblichen Zulieferer, die Gruppe der verbrauchernahen Dienstleister wie Friseure oder Optiker und das Kfz-Gewerbe melden hohe Zufriedenheitswerte.

Rückgang der Umsätze bei jeder vierten Firma

Jeder vierte Betrieb meldet ein Plus bei den Auftragseingängen. Im Gegensatz dazu fehlt es der Umsatzentwicklung noch an Schwung. Lediglich 18 Prozent der Betriebe verzeichnen eine Steigerung. Jedes vierte Unternehmen muss einen Rückgang hinnehmen. Die Auftragsbücher sind jedoch so voll, dass die Auftragsbestände für durchschnittlich 9,4 Wochen reichen. Das sind knapp eineinhalb Wochen mehr als noch im Vorquartal. In den Bau- und Ausbauhandwerken liegt die Reichweite sogar bei über elf Wochen.

Fachkräftemangel nach wie vor Thema

„Unsere Betriebe geben ihr Bestes und arbeiten am Limit ihrer Möglichkeiten“, so Wagner. Doch gute Fachkräfte zu finden, gelingt nicht in jedem Fall. Zehn Prozent der Handwerksunternehmen haben im ersten Quartal zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. In 14 Prozent der Firmen ist die Beschäftigtenzahl gesunken. Nicht jede frei gewordene Stelle kann kurzfristig nachbesetzt werden. Wagner fordert daher: „Die berufliche Bildung muss weiter gestärkt und finanziell besser gefördert werden. Nur so kann der hohe Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften gedeckt werden.“

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Im schwäbischen Handwerk herrscht weiter Optimismus. Über 90 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage positiv. Nur der Umsatz entwickelt sich schleppend.

Die Nachfrage nach handwerklichen Produkten und Dienstleistungen ist weiter hoch. Das beschert den Firmen volle Auftrags­bücher. „Im schwäbischen Handwerk läuft es rund. Mit hoher Qualität kann das Handwerk überzeugen. Dazu brauchen wir bestens ausge­bildete Fachkräfte. Daher freuen wir uns über die von der Großen Koalition beabsich­tigten Investitionen in die berufliche Bildung“, fasste es Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben zusammen.

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Gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr hat sich die Ein­schätzung kaum verändert. Der konjunkturelle Höhenflug im Handwerk setzt sich damit ungeachtet politischer Krisen weiter fort. Lediglich acht Prozent gaben eine schlechte Bewertung ab. Damit prallen die Diskussion um Zölle und Handelsbarrieren oder der bevorstehende Brexit an der Handwerkskonjunktur bislang ab. Das Konsumklima bleibt günstig.

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Jeder vierte Betrieb meldet ein Plus bei den Auftragseingängen. Im Gegensatz dazu fehlt es der Umsatzentwicklung noch an Schwung. Lediglich 18 Prozent der Betriebe verzeichnen eine Steigerung. Jedes vierte Unternehmen muss einen Rückgang hinnehmen. Die Auftragsbücher sind jedoch so voll, dass die Auftragsbestände für durchschnittlich 9,4 Wochen reichen. Das sind knapp eineinhalb Wochen mehr als noch im Vorquartal. In den Bau- und Ausbauhandwerken liegt die Reichweite sogar bei über elf Wochen.

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„Unsere Betriebe geben ihr Bestes und arbeiten am Limit ihrer Möglichkeiten“, so Wagner. Doch gute Fachkräfte zu finden, gelingt nicht in jedem Fall. Zehn Prozent der Handwerksunternehmen haben im ersten Quartal zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. In 14 Prozent der Firmen ist die Beschäftigtenzahl gesunken. Nicht jede frei gewordene Stelle kann kurzfristig nachbesetzt werden. Wagner fordert daher: „Die berufliche Bildung muss weiter gestärkt und finanziell besser gefördert werden. Nur so kann der hohe Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften gedeckt werden.“

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