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Umbau HBF Augsburg: Höhere Kosten, längere Bauzeit
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Stadtwerke Augsburg Holding GmbH / Stadt Augsburg / Deutsche Bahn

Umbau HBF Augsburg: Höhere Kosten, längere Bauzeit

 Kosten und Zeitplan für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofes mussten angepasst werden. Foto: B4B SCHWABEN

In Sachen Großbauprojekt Augsburger Hauptbahnhof gibt es endlich neue Erkenntnisse zu Kosten, Dauer und Schritte des Bauprojekts. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und die Verantwortlichen der swa und der Deutschen Bahn gaben den aktuellen Stand bekannt: Der Umbau wird teurer und dauert länger. Doch dafür gibt es gute Gründe.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Seit einigen Jahren befindet sich die Stadt Augsburg zusammen mit den Stadtwerken Augsburg und der Deutschen Bahn in den Planungen für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofes und der Untertunnelung des Bahnhofes. Zahlen und Fakten zu den Kosten, der Projektdauer und den Maßnahmen haben sich stetig ausgedehnt und verändert. Auch jetzt präsentierten die Projektverantwortlichen neue Zahlen, doch die sollen erstmals aussagekräftig und verbindlich sein. Die Planung des Großprojekts wurde in den vergangenen Monaten von einem externen Spezialisten auf den Prüfstand gestellt und eine Plausibilisierung konnte durchgeführt werden. Das Ergebnis: Das Bauprojekt wird sich auf 143,5 Millionen Euro belaufen (2012 wurden die Kosten noch auf 116,8 Millionen Euro geschätzt) und die Bauzeit wird sich nun doch bis 2022 hinauszögern.

Projektplaner musste gewechselt werden

Die Stadtwerke Augsburg hatten das Gutachten in Auftrag gegeben, um die weiteren Planungen und den Bau auf eine sichere Grundlage zu stellen, nachdem sich technische und planerische Rahmenbedingungen verändert hatten. Mitte 2014 wurde ein Planerwechsel vollzogen. Denn mit der steigenden Komplexität des Bauprojekts konnten die bis dato zuständigen Planer die Anforderungen an die Qualitätsstandards nicht mehr erfüllen und konnte auch nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stellen. Hinzu kam, dass die damaligen planer mit der Einschätzung der Kosten und der Bauzeit auch sehr optimistisch waren. Mit den neuen Planern ist nun die Qualität und Verfügbarkeit der benötigten Ressourcen sichergestellt.

Baukosten belaufen sich auf 143,5 Millionen Euro

Mit den Ergebnissen des darauf folgenden Gutachtens gibt es nun eine gesicherte Grundlage für die Kosten- und Bauzeitplanung. In der Kostenauflistung von 143,5 Millionen Euro, die für die Untertunnelung der Bahngleise anfällt, sind ein steigender Baukostenindex und auch ein Risikopuffer von 5 Millionen Euro eingerechnet. Auch hinsichtlich der Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gibt es Neuigkeiten. Laut OB Dr. Kurt Gribl haben zuständige politische Verantwortliche bereits zugesichert, dass eine Förderung auch nach 2019 stattfinden müsse. Bislang wurde die Förderung durch den Staat nur bis 2019 zugesagt. Durch die Bauzeitverlängerung stehen also drei Jahre Bauzeit ohne Förderung im Raum.

Förderung für „Bauzeitüberziehung“ nahezu sichergestellt

Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, kann die Bürger jedoch beruhigen: „Es wird sicher kein finanzielles Fiasko geben. Große Teile des Bauprojekts werden bis 2019 im Rahmen der bereits zugesicherten Förderung nach dem  Gemeindesverkehrsfinanzierungsgesetztes GVFG  abgewickelt. Für bis dahin noch nicht vollständig realisierte Baumaßnahmen ist die Finanzierung ebenfalls sicher. Außerdem kann fest davon ausgegangen werden, dass das GVFG fortgeführt wird“, so Casazza.

Komplexes Bauprojekt bringt Verzögerungen mit sich

Einige Fragen sind bislang dennoch unklar: Wieso kostet der Umbau des Hauptbahnhofes doch mehr als erwartet? Und wieso verzögert sich die Bauzeit um ganze drei Jahre? Die Antworten sind ebenso simpel wie verständlich. Mit der stetig weiterentwickelten Planung bezüglich der Baumaßnahmen hat sich eine immer größere Komplexität des Themas ergeben. Das Bauprojekt schließt sich nicht nur an die neu gestaltete Mobilitätsdrehscheibe ein, sondern ist auch stark verknüpft mit dem Betrieb der Deutschen Bahn. „Wir arbeiten unter einem rollenden Rad“, erklärt Dr. Walter Casazza. „Der Betrieb des Hauptbahnhofes muss lückenlos weiterlaufen. Wir sind an Sperrpausen gebunden und können auch nicht gleichzeitig an mehreren Baustellen arbeiten, da wir auch von den Örtlichkeiten her eingeschränkt sind: Die Menschen müssen stets uneingeschränkten Zugang zum Bahnhof haben“, so Casazza. Das erfordert zeitliche Flexibilität und zögert den Bauprozess hinaus. Die Verantwortlichen betonten allerdings, dass „das Projekt nicht möglichst schnell durchgepeitscht werden soll, sondern die Planungs- und Kostensicherheit an erster Stelle steht“.

DB investiert 130 Millionen Euro in Modernisierung des Bahnhofes

Hinzu kommt, dass die Baumaßnahmen auch stark vom Bau des neuen Bahnsteigs F abhängen. Der Planfeststellungsbeschluss für den Bahnsteig F hat sich bereits verzögert und wird nun erst Ende 2014 vorliegen. Die Fertigstellung des Bahnsteiges ist dann für 2017 geplant. Erst dann können die Gleise untertunnelt werden, womit sich die Bauzeit des Tunnelbaus ebenfalls verzögert hat. Zusätzlich will die Deutsche Bahn Erneuerungen an den Oberleitungen vornehmen, Bahnsteige und Dächer komplett erneuern und Lärmschutzmaßnahmen errichten. Diese Arbeiten sind aber nicht abhängig vom Tunnelbau und werden auch nach 2022 fortgesetzt. Für die Modernisierung des Bahnhofs will die Deutsche Bahn rund 130 Millionen Euro aufbringen. „Damit soll der Augsburger Verkehrsknotenpunkt für die nächsten 50 Jahre zukunftsfähig gemacht werden“, betont Axel Boß, Leiter der Produktionsdurchführung Augsburg der DB Netz AG.

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