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Ulrich Mayer zur Frage: Trifft die Mindestlohn-Erhöhung Augsburgs Einzelhandel?
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Anpassung auf 8,84 Euro

Ulrich Mayer zur Frage: Trifft die Mindestlohn-Erhöhung Augsburgs Einzelhandel?

Der Mindestlohn gilt in Deutschland nun seit zwei Jahren. Zum 1. Januar 2017 hat er seine erste Anpassung erhalten. Was dies für den Einzelhandel in der Augsburger Innenstadt bedeutet, erklärt Ulrich Mayer, Innenstadt-Gewerbebeirat und Geschäftsführer des No. 7.

Statt 8,50 Euro müssen Arbeitgeber seit Jahresanfang mindestens 8,84 Euro in der Stunde zahlen. Dies entspricht einer Lohnerhöhung von rund 4,75 Prozent. Das hatten die Mitglieder der Mindestlohn-Kommission am 28. Juni 2016 einstimmig entschieden. Doch das Geld an sich scheint für die Arbeitgeber nicht das Problem zu sein. Ulrich Mayer vom No. 7 bestätigte: Die Steigerung ist angemessen.

Kein Problem für den Augsburger Einzelhandel

„Bei uns hat das keine Auswirkungen, da wir deutlich über dem Mindestlohn zahlen. Wir arbeiten auch nur mit gelernten Fachkräften. Das gilt wohl für den gesamten Einzelhandel in der Innenstadt. Anders ist es bei den Internet-Versendern, die meistens nur sehr schlecht bezahlen“, so Mayer. Vor Herausforderungen stellt die Regelung die Arbeitgeber dennoch.

Einschränkungen durch Mindestlohn sind „ärgerlich und praxisfremd“

Neben dem bekannten erhöhten bürokratischen Aufwand sind vor allem Hochfrequenz-Zeiten wie das Weihnachts-Geschäft schwerer zu meistern. „Hier werden Überstunden gemacht, durch die man auch sehr auf den Mindestlohn aufpassen muss. Das ist ärgerlich und praxisfremd“, erklärt Mayer. Betroffen seien davon hauptsächlich junge Mütter, für die der Handel der größte Arbeitgeber ist. „Früher hat man hier mit Arbeitszeitkonten gearbeitet und konnte somit übers Jahr verteilt mehr zahlen. Teilweise dürfen die Mütter aber auch nur bis zu einer bestimmten Höhe verdienen, da sie sonst Beihilfen verlieren. Folglich dürfen diese dann auch nicht so viel arbeiten und verlieren dadurch Geld“, so Mayer weiter.

Weitere Nachteile ergeben sich für ungelernte Arbeitskräfte. Diese werden für Arbeitgeber „irgendwann zu teuer und durch Maschinen ersetzt“, wie der Innenstadt-Gewerbebeirat zu bedenken gab. Davon betroffen sei in erster Linie jedoch die Industrie und nicht der Handel.

Ausnahmen bestehen weiter

Auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, gibt es noch Brachen-Ausnahmen, die nicht vom gesetzlichen Mindestlohn betroffen sind. Das Mindestlohngesetz sieht vor, dass bis zum 31. Dezember 2017 abweichende tarifvertragliche Regelungen dem Mindestlohn vorgehen. Betroffen sind hier beispielsweise die Fleischwirtschaft, die Branche Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, die ostdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Großwäschereien. Ab dem 1. Januar 2017 müssen diese Tarifverträge mindestens ein Stundenentgelt von 8,50 Euro und nicht 8,84 Euro vorsehen. Ab kommendem Jahr soll dies ebenfalls auf das jetzige Niveau angehoben werden.

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