Projekt Augsburg City

Tunnel unter Augsburger Hauptbahnhof geht in heiße Phase

Oberbauleiter Thomas Weinl und der Technische Leiter Dietmar Orwat . Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Straßenbahntunnel unter dem Augsburger Hauptbahnhof nimmt eine weitere Hürde. Die Vorbereitungen für den Tunnelabschnitt unter dem Bahnhofsgebäude sind nun abgeschlossen.

Die künftige Straßenbahndurchfahrt ist sowohl von Osten als auch von Westen bis zu den Personenbahnsteigen und dem Bahnhofsgebäude fertiggestellt. Als nächstes steht die Untertunnelung des denkmalgeschützten Bauwerkes an.

Östliche Außenwand wird abgerissen     

In den vergangenen Monaten wurde der Untergrund des Gebäudes stabilisiert. In den kommenden Wochen wird dann die östliche Hälfte der Tunneldecke im Bahnhofsgebäude betoniert. Dazu muss die östliche Außenwand im Erdgeschoss abgebrochen und anschließend wieder genauso aufgebaut werden. Die Fassade in den darüber liegenden Etagen bleibt erhalten.

Obergeschoss schwebt auf Stahlkonstruktion

In dem mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmten Verfahren wird das Gebäude mit hydraulischen Pressen auf einer Stahlkonstruktion schwebend abgestützt. Damit können Veränderungen im Untergrund ausgeglichen werden, wenn sich dieser wegen des Tunnelbaus hebt oder senkt. Die Fassade wird ständig überwacht. Kleinste Veränderungen werden sofort registriert und entsprechend mit der Hydraulik reagiert. Dadurch wird erreicht, dass das Gebäude stabil bleibt und sich keine Risse bilden. In den oberen Stockwerken wurden deshalb vorsorglich die Fenster der Außenfassade vorübergehend zugemauert.

Auf der Baustelle am Augsburger Hauptbahnhof

Bahnhofsgebäude bis 2021 fertig

Das komplizierte Verfahren ist notwendig, um das älteste noch im Betrieb befindliche Bahnhofsgebäude Deutschlands während der Bauarbeiten optimal zu schützen. „Da die Bausubstanz sehr alt ist, sind erhebliche Zusatzmaßnahmen notwendig“, erklärt Projektleiter Thomas Weinl. Bis Mitte Juli soll der Tunneldeckel im östlichen Teil fertiggestellt sein. Danach gehen die Arbeiten im Westteil des Bahnhofsgebäudes weiter. Von Herbst 2018 bis Anfang 2019 wird die Bodenplatte dort fertig. Geplant ist, dass die Arbeiten am gesamten Tunnelstück bis 2021 abgeschlossen sind.

Auch Tunnelarbeiten am Gleis F schreiten voran

Bis Anfang Dezember laufen auch die Arbeiten für den neuen Bahnsteig F auf Hochtouren. Dieser zusätzliche Bahnsteig entsteht derzeit im Anschluss an die bestehenden Personenbahnsteigen Richtung Gütergleise. Dieser Bahnsteig ist später notwendig für den Regio-Schienentakt. Bis zum Ende der Tunnelbauarbeiten dient er als Ausweichbahnsteig. Denn bis 2023 wird immer jeweils ein Bahnsteig für die Tunnelarbeiten gesperrt. Mit der Fahrplanumstellung am 9. Dezember wird der neue Bahnsteig F in Betrieb gehen. Der Straßenbahntunnel samt unterirdischer Haltestelle soll 2023 in Betrieb genommen werden. 

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Östliche Außenwand wird abgerissen     

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Obergeschoss schwebt auf Stahlkonstruktion

In dem mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmten Verfahren wird das Gebäude mit hydraulischen Pressen auf einer Stahlkonstruktion schwebend abgestützt. Damit können Veränderungen im Untergrund ausgeglichen werden, wenn sich dieser wegen des Tunnelbaus hebt oder senkt. Die Fassade wird ständig überwacht. Kleinste Veränderungen werden sofort registriert und entsprechend mit der Hydraulik reagiert. Dadurch wird erreicht, dass das Gebäude stabil bleibt und sich keine Risse bilden. In den oberen Stockwerken wurden deshalb vorsorglich die Fenster der Außenfassade vorübergehend zugemauert.

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